Laut einem neuen Gutachten der Vier Pfoten Stiftung müssten in Deutschlands Ställen 29% weniger Tiere gehalten werden, um die Haltungsstandards der EU-Öko-Verordnung einzuhalten. Bei Einhaltung der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Ziele sogar um 60%. Das Gutachten analysiert anhand verschiedener Modelle welche Stall- und Außenflächen für den Umbau hin zu einer „artgerechten“ landwirtschaftlichen Tierhaltung notwendig wären. Grundlage hierfür sind die Haltungsstandards der EU-Öko-Verordnung.

Bleibt es bei der aktuell genutzten Fläche, müssten die bestehenden Tierzahlen signifikant reduziert werden. Nur wenn die aktuell genutzten Flächen massiv vergrößert würden, könnten die bestehenden Tierzahlen erhalten bleiben. Gemessen am Status Quo wäre hierfür die sechsfache Fläche nötig. Eine viel wichtigere Frage, die sich unsere Gesellschaft allerdings stellen sollte ist, was uns das vermeintliche Recht gibt Tiere überhaupt zu Nahrungszwecken ausbeuten zu dürfen.

Bundesagrarminister Cem Özdemir von der Partei Die Grünen sagte in einem Interview des Spiegels, dass er einen geringeren Fleischkonsum für einen Beitrag gegen Putin hält. „Ein System, in dem fast 60 Prozent des Getreides als Tierfutter genutzt wird, sei in Zeiten des Ukrainekrieges nicht tragbar.“ Ukraine und Russland sind wichtige Exporteure von Getreide, Ölen und Düngemitteln, was unter anderem zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise führen könnte. „Das ist nicht tragbar und funktioniert nicht im globalen Kontext.“

Wegen des Kriegs in der Ukraine, ausfallenden Ernten, blockierten Handelswegen und einem weitgehenden Exportstopp von Getreide aus Russland droht vor allem in Afrika und Asien Nahrungsmittelknappheit.

Die PHW-Gruppe, besser bekannt unter Wiesenhof, einer der größten Geflügelproduzenten Europas und das Food-Tech-Unternehmen SuperMeat , das kultivierets Geflügelfleisch herstellt, sind vor kurzem eine strategische Partnerschaft eingegangen, um die EU-Zulassung für kultiviertes Fleisch zu erhalten und dieses in großem Maßstab für Verbraucherinnen und Verbraucher zugänglich zu machen.

“Die PHW-Gruppe stellt sich eine nachhaltige und ausgewogene Ernährung für die Zukunft vor. Deshalb engagieren wir uns stark im Bereich der alternativen Proteine”, sagt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe. “In diesem Segment ist SuperMeat ein Schlüsselelement unserer Protein-Plattform-Strategie und ein hervorragender Partner im Food-Tech-Sektor. Die Zusammenarbeit mit SuperMeat, um gemeinsam kultiviertes Fleisch auf dem europäischen Markt zu etablieren, wird auch die EU-Initiative Green Deal unterstützen. Wir freuen uns darauf, diese Reise mit SuperMeat in Europa zu beginnen.”

Die britische Investmentgruppe Agronomics mit Schwerpunkt auf zellbasierte Landwirtschaft und das schottische Biotech-Unternehmen Roslin Technologies haben das Joint Venture „Good Dog Food Limited“ gegründet, um zellbasiertes Futter für sogenannte Haustiere auf den Markt zu bringen. Vor allem für vegan lebende Menschen, die sich um Katzen kümmern, könnte zellkultiviertes Futter besonders interessant sein, um diese Karnivoren ethischer zu ernähren.

Die Beziehung von Roslin Technologies zur Universität Edinburgh verschafft dem Unternehmen Zugang zu führenden Tierwissenschaften, Forschungseinrichtungen und -kapazitäten. Agronomics verfügt über ein breites Investoren-Netzwerk und kultiviertes Fleischexperten und -expertinnen, die das Know-how für den Aufbau des Unternehmens bereitstellen werden. 

In Großbritannien dürfen temporär aufgrund des bisher größten Ausbruchs der Vogelgrippe keine Eier aus Freilandhaltung mehr verkauft werden. Vogelhalter sind nun gesetzlich dazu verpflichtet die Tiere im Käfig zu halten und strenge Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Die Zahl der Fälle des H5N1-Vogelgrippestamms begann im November letzten Jahres zu steigen. Das hochansteckende, doch für Menschen ungefährliche Virus wurde erstmals in North Yorkshire entdeckt. Im Rahmen der Beschränkungen wurde im letzten Jahr eine 16-wöchige Schonfrist festgesetzt, um den Freilandstatus aufrechtzuerhalten. Diese Frist endete am 21. März. 

New York City’s Bürgermeister Eric Adams erklärt den 20. März zu einem fleischfreien Feiertag, den sogenannten „MeatOut Day“. Die Initiative MeatOut wurde 1985 von der Tierschutzorganisation Farm Animal Rights Movement (FARM) ins Leben gerufen, um über die Vorteile einer gesunden, pflanzlichen Ernährung aufzuklären. NYC reiht sich damit in eine wachsende Liste von mehr als 40 Staaten und Städten ein. In der Woche des Feiertags bieten ausgewählte Restaurants zu diesem Anlass vegane und vegetarische Menüs an und in der ganzen Stadt sind eine Reihe von Bildungsveranstaltungen geplant.

Außerdem verkündete Eric Adams Anfang Februar, dass alle öffentlichen Schulen von nun an verpflichtet sind in ihren Kantinen jeden Freitag ausschließlich veganes Essen zu servieren. Obwohl in der Kantine ausschließlich pflanzliche Lebensmittel serviert werden, wird den Schülern und Schülerinnen gemäß einer USDA-Richtlinie, die vorschreibt, dass an öffentlichen Schulen zu allen Schulmahlzeiten Milch serviert werden muss, auch Kuhmilch angeboten. Nach Angaben des NYC Department of Education werden freitags auch nicht-vegane Gerichte „auf Anfrage“ angeboten. Schon im Jahr 2019 half Adams gemeinsam mit seinem Vorgänger Bill de Blasio bei der Einführung des fleischlosen Montags an allen 1.700 öffentlichen Schulen in New York.

Der Verbrauch von Eiern – inklusive Eier in verarbeiteten Erzeugnissen – ist in Deutschland laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erstmals seit Jahren wieder rückläufig. Während 2020 der Pro-Kopf-Verbrauch noch bei 242 Eiern pro Person lag, sank er 2021 auf 238 Eier. Dies könnte laut BLE auch an dem Anstieg veganer Alternativprodukte liegen.

Der Import von Schaleneiern und Eiprodukten sank 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent zurück, allerdings stieg der Export von Eierprodukten um knapp 19%. 

„Wenn das Leben einem die futuristische Stammzellentechnologie schenkt, ist es die wahre Berufung deutscher Lebensmittelingenieure, ein kultiviertes Schnitzel herzustellen – ohne Schlachtung, ohne Leiden, voller Schnitzel.“, schreibt das Startup Alife Foods aus Leipzig auf ihrer Webseite und gab vor kurzem bekannt, dass es in Zusammenarbeit mit der Fuchs-Gruppe, einem deutschen Gewürzhersteller, und dem US-amerikanischen Unternehmen LabFarmFoods ein kultiviertes Schnitzel entwickelt.

Es enthält gezüchtetes Rindfleisch, Weizeneiweiß, Panade (Weizenmehl gemischt mit Pflanzenöl) und Methylcellulose. Die Rinderzellen werden in einem Zellkulturmedium auf pflanzlicher Basis gezüchtet. Ein fertiger Prototyp des Schnitzels soll den Investoren noch in diesem Jahr vorgestellt werden und Alife hofft das Produkt 2025 auf den Markt bringen zu können.

Veganuary hat die Ergebnisse einer Teilnehmerumfrage veröffentlicht, bei der 32.522 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Veganuary-Kampagne befragt wurden. Diese ergab, dass 83 % der Befragten, die zum Zeitpunkt der Anmeldung noch nicht vegan lebten, ihre Ernährung nun dauerhaft umstellen möchten, indem sie entweder vegan bleiben oder ihren Verzehr von tierischen Produkten zumindest halbieren.

Vor der Teilnahme am Veganuary planten 31 % derjenigen, die sie zuvor Mischköstlich ernährten, sich nach Ablauf der Kampagne vegan zu ernähren. Doch nach der Teilnahme planen nun sogar 36 %, ihre Ernährung dauerhaft auf vegan umzustellen. Der Hauptgrund für diese Entscheidung ist nach der Umfrageergebnissen, dass sie mehr über Veganismus gelernt haben (25 %), gefolgt von der Tatsache, dass es einfacher war als erwartet (20 %) und aus gesundheitlichen Gründen (20 %).

Die globale Kampagne motiviert Menschen, als Neujahrsvorsatz eine pflanzenbasierte Ernährung auszuprobieren – und unterstützt alle Teilnehmenden während des Aktionsmonats mit umfangreichen Informationen und Rezepten. Mehr als 629.000 Menschen aus 228 Ländern haben am Veganuary 2022 teilgenommen und damit alle bisherigen Rekorde gebrochen.

Der Konsum und Verkauf von zellkultiviertem Fleisch ist in Europa, anders wie in den USA oder Singapur, verboten. Doch die niederländische Regierung hat jüngst einen Antrag verabschiedet, der die Entnahme von Proben von Muskelgewebe zur Produktion von zellkultiviertem Fleisch in den Niederlanden legalisieren soll. Das bedeutet: in den Niederlanden darf Cultured Meat nun in Form von Verbraucherproben verteilt werden. Die Verabschiedung des Antrags ist ein wichtiger Schritt, um zeitnah zellbasierte Lebensmittel innerhalb der Niederlande verkaufen zu können. 

Laut dem niederländischen Unternehmen Mosa Meat, das im Jahr 2013 den weltweit ersten zellgezüchteten Burger-Patty präsentierte, spricht diese Entwicklung Bände über die Dynamik für Innovationen in der nachhaltigen Fleischproduktion. Laut Robert Jones, Head of Public Affairs bei Mosa Meat, sagte dazu: „Wir freuen uns darauf, unsere ersten Verbraucherproben auf sichere und kontrollierte Weise zu veranstalten, damit wir der breiten Öffentlichkeit unsere Hamburger vorstellen können.“ 

Den entsprechenden Antrag im Repräsentantenhaus hatte Tjeerd de Groot (D66) eingebracht. „Mit einem minimalen Verbrauch von Wasser, Land und Treibhausgasemissionen und weit weniger Leiden für die Tiere. Kultiviertes Fleisch verdient eine faire Chance, und deshalb müssen wir damit beginnen, Proben zu ermöglichen.“

Der niederländische Abgeordnete Peter Valstar äußerte sich ebenfalls positiv zu der Entwicklung. “Dies ist eine wunderbare niederländische Erfindung, die eine wichtige Nahrungsquelle für die Menschen werden kann. Aber wie bei vielen Innovationen sehen wir, dass europäische Vorschriften die Entwicklung früher verzögern, während der Rest der Welt uns jetzt mit unserer eigenen Erfindung überholt.”

Die Burger-Restaurantkette Peter Pane glänzte bereits in den letzten Jahren mit ihrem veganen Angebot. Sei es ihr wachsendes veganes Burger-Angebot mit aktuell 8 rein veganen Burgern, ihren für limitierte Zeit erhältlichen Spezialburger „Abendrot“ in Zusammenarbeit mit dem Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau oder auch zuletzt die Einführung ihres limitierten veganen Spezialburgers „Kebab Klaus“ in Kooperation mit Vegankoch Alex Flohr von „Hier kocht Alex“.

Von 15.02. bis 31.03. laufen unter dem Motto „Ein Burger. Ein Baum. Eine gute Sache.“ auch in diesem Jahr zum wiederholten Male die sogenannten „Iss das Grün Wochen“, welche die Peter-Pane-Kundschaft dazu animieren sollen, öfter fleischfrei zu essen. Motiviert werden sollen die Gäste dabei durch den Umstand, dass im Aktionszeitraum für jeden verkauften veganen und vegetarischen Burger (im Restaurant oder über den Lieferservice „Peter bringt’s“) ein Baum gepflanzt wird.

Veganen Burger Peter Pane
Der vegane Aktionsburger „Kebab Klaus“

In 2021 konnten so schon etwa 100.000 neue Bäume das Licht der Welt erblicken und in 2022 sind es jetzt bereits über 120.000. Seit 2019 gibt es außerdem die „Meatless Monday“-Aktion, bei der alle vegan-vegetarischen Burger jeden Montag vergünstigt angeboten werden. Der rabattierte Preis soll dazu beitragen, dass Kunden offener dafür werden, auch die fleischlosen Optionen zu verkosten.

* Bei diesem Newsbeitrag handelt es sich um eine Werbepartnerschaft mit der Paniceus Gastro Systemzentrake GmbH

Namibia ordnete den Fang von 35 wildlebenden Elefanten an um sie zu versteigern. Bei der jüngsten Versteigerung des Landes wurden 22 Elefanten an einen in Namibia ansässigen Wildtierzüchter für 10.000 Dollar verkauft, der diese wiederum an einen Safaripark in der Nähe von Dubai weiterverkaufte. Schon im Vorjahr hatte das namibische Umweltministerium 57 Elefanten an Privatkäufer versteigert, von denen laut der Tierschutzorganisation IFAW nur 15 im Land blieben.

Die Regierung argumentierte, dass sie die Zahl der Elefanten im Land reduzieren und zugleich mit dem Erlös Konflikte zwischen der Bevölkerung und den Elefanten abfedern wolle. Denn laut dem Welt-Magazin hätten die starken Trockenperioden der vergangenen Jahre zwischen Bevölkerung und Wildtieren einen immer stärkeren Wettlauf um Lebensraum ausgelöst. „Der Fang wilder Elefanten für lebenslange Gefangenschaft in Vergnügungsparks und Zoos ist nicht nur grausam, die Ausfuhr verstößt auch gegen internationale Artenschutzbestimmungen“, sagte Daniela Freyer von der Tierschutzorganisation Pro Wildlife.

Wild lebende afrikanische Elefanten sind eigentlich durch das Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites) geschützt. Dessen Bestimmungen sehen für Namibia explizit vor, dass Elefanten nur in Artenschutzprojekte innerhalb Afrikas exportiert werden dürfen.

Der französische Nationalspieler Kurt Zouma und sein Bruder Yoan werden wegen Tierquälerei strafrechtlich verfolgt. Anfang Februar tauchte ein Video auf, in dem der Verteidiger des Premier-League-Clubs West Ham United seine Katze hinfallen lässt, sie tritt und schlägt. Währenddessen war Gelächter im Hintergrund von Yoan Zouma zu hören, der das Geschehen filmte. Die britische Tierschutzorganisation Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) leitete daraufhin Ermittlungen gegen ihn ein.

Sein Verein verhängte kurz nach Erscheinen des Videos eine Geldstrafe von knapp 300.000 Euro, Sponsor Adidas kündigte den Vertrag mit ihm, der französische Nationaltrainer droht damit, ihn nicht mehr einzusetzen und mehrere hochrangige Politiker äußerten sich bestürzt über sein Verhalten.

Bezugnehmend auf diese Vorfälle veröffentlichten sowohl der Aktivist Earthling Ed als auch der Philisoph Cosmic Sceptic auf ihren YouTube-Kanälen Videos zu diesem medialen Aufschrei. Darin besprechen sie den Doppelstandard unserer Gesellschaft in Bezug auf die Ungleichbehandlung von sogenannten Haus- und Nutztieren trotz vergleichbarer Leidensfähigkeit.

Der weltbekannte Koch Gordon Ramsay, der früher als starker Veganismus-Kritiker galt, hat kürzlich ein neues Rezept für ein veganes Blumenkohl-Gericht auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht. „Das Geheimnis dieses Gerichts: Es ist köstlich und macht Sie in neun Minuten und 59 Sekunden zum Veganer“, so Gordon Ramsay in dem Video.

In den vergangenen Jahren hat sich Ramsay mit Witzen über Veganer als großer Veganismus-Kritiker geoutet. Er sagte sogar einmal, dass er allergisch gegen sie sei. In 2018 führte der Koch jedoch erstmals ein veganes Gericht in seinem Londoner Restaurant Bread Street Kitchen ein und ein Jahr später wurde ein zusätzliches rein veganes Menü während der Veganuary-Kampagne angeboten. Seitdem bietet der Küchenchef in seinen verschiedenen Restaurants weltweit vegane Optionen an, darunter auch ein vollständig veganes Menü in seinem Restaurant in Las Vegas und Chicago. Als er 2019 in der Late Late Show mit James Corden zu Gast war, hatte Ramsay sogar recht deutliche Worte für den Fernsehmoderator Piers Morgan übrig. Dieser hatte unter ein Foto eines veganen Sonntagsbratens von Ramsay „Oh, um Himmels willen, Ramsay … du nicht auch noch? Das sieht total eklig aus.“, kommentiert. Dazu sagte der Koch: „Piers Morgan ist also jetzt ein Essenskritiker? F* dich selbst. Die Sache ist die … Veganismus ist auf dem Vormarsch und wir sollten uns anpassen und ja, ein Stückchen Demutskuchen essen.“

Seit kurzem teilt Ramsay auf seinen Social-Media-Kanälen auch vegane Kochrezepte und Botschafter für eine neue Kampagne der veganen Marke Silk, die für ihre Hafermilch wirbt. 

In der Red Bull Arena des Fußballclubs Red Bull Leipzig gibt es ab sofort vegane Stadionbratwurst von Veganz an allen 13 Stadion-Kiosken. Im Sektor B auf Ebene 6 gibt es außerdem den „Veganz Spezialitätenkiosk“ mit u.a. veganen Nuggets und Schnitzelbrötchen. Um den über 40.000 Stadionbesucherinnen und -besuchern ihrer Heimspiele zu zeigen, dass vegane Ernährung auch im Stadion dazugehört und um die Relevanz des Themas zu unterstreichen, wird die Stadionwurst von Veganz zum gleichen Preis wie jene aus Fleisch angeboten. Dies soll eine der vielen Maßnahmen, die der Verein im Rahmen der RBL-Nachhaltigkeitsstrategie, die in Kürze veröffentlicht werden soll, umsetzt.

Veganz ist seit letztem Jahr auch „Official Partner“ des Fußball-Bundesligisten. RB Leipzig und Veganz wollen diese gesunde und nachhaltige Ernährungsform durch ihre Kooperation auch in den Profi-Sport und in die Red Bull Arena tragen und damit vermitteln, dass vegane Ernährung sowohl für Leistungssportler auf dem Rasen als auch für Fußballfans im Stadion eine nachhaltige Alternative ist. Auch in der RBL-Fußball-Akademie wird Veganz künftig das gesamte Ernährungskonzept maßgeblich mitgestalten und mit seinen Produkten neben den Profis auch Nachwuchsteams sowie die eSportler von RBLZ Gaming unterstützen und beraten. In die ganzheitliche Ernährungsgestaltung des Profi-Teams fließen bereits viele vegane Elemente ein – zum Beispiel durch überwiegend vegane Kohlenhydrate oder vegane Produkte als primäre Proteinquelle. Immer wieder ernähren sich auch Spieler phasenweise komplett vegan, zurzeit Marcel Halstenberg und Dani Olmo.

Das vegane Supplement-Startup Watson Nutrition aus Deutschland hat kürzlich neben ihrem ersten veganen Multinährstoff „ProVeg Essentials+“ in Kooperation mit der international tätigen Ernährungsorganisation ProVeg zwei weitere Multinährstoffe entwickelt, um damit die Nährstoffbedürfnisse unterschiedlicher veganer Ernährungstypen zu ergänzen. Mehr Details zu allen Multinährstoffen gibt es in diesem Artikel.     

Der neue Multinährstoff ProVeg Essentials bietet besonders preisgünstig ausschließlich die vier allerkritischsten Mikronährstoffe bei veganer Kost für sehr gut geplante vegane Ernährungsweisen. Wenn man nur das Minimum supplementieren und trotzdem einen Mangel der kritischsten Mikronährstoffe vermeiden möchte, dann ist dieses Produkt geeignet.       

Der bereits länger erhältliche Multinährsoff ProVeg Essentials+ liefert ein etwas größeres Spektrum an potenziell kritischen Mikronährstoffen und stellt eine gute Basisversorgung bei einer zwar ausgewogenen, aber trotzdem eher durchschnittlichen veganen Kostzusammenstellung dar. Der Multinährstoff bietet mehr Flexibilität in der Lebensmittelauswahl und man ist dadurch nicht auf die tägliche Zufuhr von bestimmten Nahrungsmitteln, die besonders reich an gewissen Nährstoffen sind, angewiesen.

Das ebenfalls neu erschienene Vegan Complete bietet eine Rundumversorgung mit sämtlichen lebensnotwendigen Mikronährstoffen. Dieser Multinährstoff ist für alle Personen konzipiert, die sich nicht immer durchweg ausgewogen ernähren, sowie für alle, die in Sachen Nährstoffzufuhr auf Nummer sicher gehen möchten. Wenn man diesen Multinährstoffkomplex auf regelmäßiger Basis zu sich nimmt, dann ist ein Mangel an Mikronährstoffen in jeder Hinsicht ausgeschlossen, es kann aber aufgrund der ernährungsphysiologischen Dosierung der Nährstoffe ebenso wenig zu einer gesundheitlich abträglichen Überversorgung kommen.       

Watson Nutrition schließt damit eine wichtige Lücke in der veganen Ernährung und ermöglicht durch Zuhilfenahme der Multinährstoffe eine praktische, alltagstaugliche und rundum bedarfsdeckende vegane Ernährung. Gegründet wurde Watson Nutrition im Frühjahr 2021 von Benjamin Ploberger, nachdem dieser jahrelang mit dem Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau zusammengearbeitet hatte.  Alle Produkte von Watson Nutrition werden nach den Formulierungen von Niko Rittenau konzipiert, von unabhängigen Laboren geprüft und in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) unter Leitung von Dr. Markus Keller erforscht.  

Zukünftig werden bei Watson Nutrition außerdem noch weitere Multinährstoffe für die unterschiedlichen Lebensphasen (Schwangerschaft, Stillzeit und Kindesalter) erscheinen. Diese Produkte befinden sich jedoch aktuell noch in der Entwicklung und ein genaues Erscheinungsdatum ist leider noch nicht bekannt. Sobald es soweit ist oder es Neuigkeiten dazu gibt, werden wir hier bei VeganNews selbstverständlich darüber berichten. 

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Ein Entwicklerduo hat ein Verfahren zur Gewinnung veganer Proteine aus Überresten der Bierproduktion entwickelt und patentiert. Dieses Projekt wird nun in der Brauerei Ustersbach als Pilotprojekt umgesetzt. Dabei wird veganes Protein sowie wertvoller Mineraldünger gewonnen und der verbleibende Rest energetisch verwertet.

„Die Gewinnung veganen Proteins, die Herstellung eines wertvollen Mineraldüngers und die energetische Verwertung der Stoffe, die nach dem Bierbrauen von Getreide und Bierhefe übrig bleiben, das sind konsequente Schritte, um – daher auch der Projektname „Phönix“ – auch die Reststoffe aus der Bierherstellung möglichst nachhaltig einzusetzen“, so Dr. Ralph Schneid, Leiter Produktentwicklung Brauereianlagen beim bayerischen Anlagenbauer und Projektpartner Steinecker aus Freising.

Die Europäische Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics“, die von der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) und der Eurogroup for Animals sowie den Verbänden Cruelty Free Europe, der Humane Society Europe (HSI Europe) und der Tierschutzorganisation PETA initiiert wurde, fordert von der EU die Einhaltung und Stärkung des Kosmetik-Tierversuchsverbots, die Umgestaltung des EU-Chemikalienrechts ohne Tierversuche und die Erarbeitung eines konkreten Plans zum Ausstieg aus dem Tierversuch.

Nun hat die Petition die Mindestanzahl an Stimmen aller beteiligten Länder (Deutschland, Frankreich, Finnland, Kroatien, Tschechien, Niederlande und Dänemark) erreicht. Diese Mindestanzahl ist Voraussetzung dafür, dass sich die Europäische Kommission mit einem bestimmten Thema befasst – beziehungsweise die Voraussetzung der Voraussetzung. Denn um eine gesamteuropäische Relevanz sicherzustellen, müssen die abgegebenen Stimmen aus mindestens einem Viertel (das sind derzeit sieben Länder) der EU-Mitgliedstaaten stammen. Um wiederum zu diesem Viertel mitgezählt zu werden, muss in dem jeweiligen Mitgliedstaat eine Mindestanzahl von gültigen Unterschriften erreicht werden, die in etwa dem 750-fachen der Anzahl der Mitglieder des Europäischen Parlamentes dieses Staates beträgt. Die Mindestanzahl von Staat zu Staat ist somit verschieden, wobei diese in kleinen Mitgliedstaaten prozentual zur Bevölkerung höher ist als in großen. Die Initiatoren und Initiatorinnen haben dann zwölf Monate Zeit, um die erforderliche Anzahl von einer Million Unterschriften zu sammeln. Dafür bleibt „Save Cruelty Free Cosmetics“ noch bis zum 31.08.2022 Zeit.