Das Vegan Trademark (die sog. „Veganblume“) der Vegan Society hat am 14. März einen neuen Rekord bei der Produktregistrierung erreicht. Seit der Einführung des Markenzeichens in 1990 wurden insgesamt 60.000 Produkte zertifiziert. Allein im vergangenen Jahr kamen 10.411 Weitere hinzu.

Das Vegan Trademark ist das älteste und größte vegane Verifizierungssystem, das von einem Team von Vegan-Experten und Expertinnen verwaltet wird, um Marken und Verbraucherinnen und Verbrauchern gleichermaßen Sicherheit bei ihren Kaufentscheidungen zu geben. 

Ab dem 14. März ist die Burger King Filiale am Londoner Leicester Square bis zum 10. April komplett vegan. Der einmonatige Versuch soll Burger King Aufschluss darüber geben, ob ausreichend große Nachfrage nach dauerhaften fleischfreien Filialen besteht. Die vegane Filiale wird Burger Kings bisher größtes pflanzliches Menü mit 25 Optionen anbieten – darunter auch ein Kindermenü. Ein ähnlicher Test wurde im vergangenen Jahr auch in Deutschland durchgeführt. Eine Filiale in Köln bot für eine begrenzte Zeit ein fleischloses Menü mit Produkten von The Vergetarian Butcher an.

Aktivistinnen und Aktivisten der Tierrechtsgruppe The Earthlings Experience halten vor der Filiale am Leicester Square seit Jahren Demonstrationen ab, in denen sie Filmaufnahmen der Zustände der Tierhaltung auf Bildschirmen zeigen. Bei Burger King UK sind die pflanzlichen Optionen – wie der Rebel Whopper, Meatless Nuggets und Vegan Royale – in den letzten Jahren stetig gewachsen und das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 ein Menü anzubieten, das zu 50 Prozent aus pflanzlichen Produkten besteht. 

Am 11. März, und damit so früh wie nie zuvor, war der „End of Fish Day“. An diesem Tag sind die gesamten, für das Kalenderjahr prognostizierten (unter deutscher Flagge gefangenen und hierzulande gezüchteten Fische und Meeresfrüchte) rechnerisch „verbraucht“. Zu diesem Ergebnis kommen die Berechnungen des Hilfswerks Brot für die Welt und die Vereine Fair Oceans und Slow Food Deutschland. Im vergangenen Jahr fiel der „End of Fish Day“ noch auf den 17. März.

Die Organisationen weisen darauf hin, dass eine unvermindert große Nachfrage den rückläufigen Fangquoten aufgrund von Überfischung, Wasserverschmutzung und Klimawandel gegenübersteht. 

Kurz nachdem Russland die Ukraine bombardierte, machten sich neben zahlreichen humanitären auch Tierschutzorganisationen auf den Weg an die Grenzgebiete, um Menschen und Tiere in Not zu versorgen. Auch ein Team von PETA Deutschland arbeitet mit Hochdruck daran, so viele Tiere wie möglich aus der Ukraine zu versorgen und in Sicherheit zu bringen. Ihre Teams haben bereits Hunderte Hunde und Katzen gesichert und 60 Tonnen Tiernahrung über die Grenze gebracht. Wer PETA bei dieser wichtigen Mission unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. 

PETAs Global Compassion Fund wurde ins Leben gerufen, damit die Tierschutzorganisation auch in unvorhergesehenen Situationen oder in entlegenen Regionen schnell und effizient für die Tiere aktiv werden kann. Der Fonds vernetzt engagierte lokale Tierschutzgruppen in aller Welt, die mit den Lebensrealitäten vor Ort bestens vertraut sind und dort am meisten für die Tiere bewirken können.

Eine neue Studie, die in der Zeitschrift frontiers in Marine Science veröffentlicht wurde, zeigt, dass Begriffe wie „Fisch“ oder“ Meeresfisch“ bei Inhaltsstoffen in Heimtierfutterprodukten in Singapur auf Fleisch von gefährdeten Haien hinweisen können. Es wurden 45 verschiedene Tierfutterprodukte von 16 verschiedenen lokalen Marken untersucht. Von den insgesamt 144 entnommenen Proben enthielten dabei 31% Hai-DNA.

Die Ergebnisse stimmen mit einer US-Studie aus dem Jahr 2019 überein, in der Haifischfleisch in 78 Tierfutterproben gefunden wurde. Die Haipopulationen sind weltweit überfischt und in den letzten 50 Jahren um mehr als 70% zurückgegangen.

Die im Abstand von fünf bis sechs Jahren herausgegebenen Berichte des Weltklimarats (IPCC; Intergovernmental Panel on Climate Change) gelten als Konsensposition innerhalb der klimatologischen Fachwelt, was den Einfluss des Menschen auf das Erdklima betrifft. Ende Februar dieses Jahres wurde der von 230 der weltweit anerkanntesten Forscherinnen und Forschern aus insgesamt 66 Ländern verfasste, (aktualisierte) zweite Teil des sechsten ICC-Reports (AR6; Sixth Assessment Report) veröffentlicht.

In Kapitel 5 des Berichts wird hervorgehoben, wie die Herstellung von Fleisch aus Pflanzen oder die Produktion von Fleisch aus Zellkulturen entscheidend zur Anpassung der Welternährung an den Klimawandel und zur Abmilderung seiner Auswirkungen beitragen könnte. Einen tieferen Einstieg in das Thema Zellkulturfleisch bietet das Video mit dem Titel „Neuzeitfleisch“ von Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau auf YouTube.

Seit dem 1. März 2022 können sich Bahnreisende in ganz Deutschland in der Bordgastronomie der Deutschen Bahn auf zwei vegane Gerichte mit Produkten des Schweizer Foodtech Start-ups Planted freuen: einen veganen Sweet-Chili-Chicken-Wrap und ein Teriyaki-Chicken-Gericht.

Eigenen Angaben zufolge möchte die DB ihrer ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden, indem sie ihre Produkte, Dienstleistungen und die Art zu arbeiten nach und nach „vergrünt“. „Bahnfahren ist aktiver Klimaschutz. Viele Gäste legen aber nicht nur bei der Reise, sondern auch bei der Ernährung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Ab März können sie mit den neuen ressourcenschonenden Angeboten im Bordrestaurant beides verbinden – umweltfreundlich reisen und speisen“, sagt Michael Peterson, Vorstandsvorsitzender DB Fernverkehr.

Das österreichische Unternehmen Arkeon Biotechnologies fängt CO2 aus der Industrie ab und wandelt dieses in Proteine um. Durch ein spezielles Fermentationsverfahren werden vegane Proteine mit vergleichbarer Aminosäurenzusammensetzung wie aus tierischen Quellen produziert, deren Herstellungsprozess laut Arkeon allerdings 200-mal effizienter und damit deutlich umweltverträglicher als bei herkömmlichem Fleisch ist.

Der Impact-Investor Blue Horizon gab am 08. März seine Startinvestition in das Unternehmen bekannt. Friederike Grosse-Holz, Direktorin bei Blue Horizon, sagte dazu: “Arkeon hat das Potenzial einen bedeutenden Impact auf Menschen, Tiere und die Umwelt zu haben. Wir sehen Arkeon als einen aufstrebenden Branchenführer in der Gasfermentation, einer “heiligen Gral”-Technologie in der Klimatechnik. […] Die Technologie könnte so nicht nur die landwirtschaftliche Flächennutzung reduzieren und die Wiederbewaldung des Planeten ermöglichen, sondern ist auch ein starker Kandidat für zukünftige Proteinproduktionssysteme außerhalb des Planeten.”

Anfang März antwortete die EU-Kommission auf eine Abstimmung des Europa-Parlaments im September 2021. 97% der Stimmen sprachen sich damals für einen konkreten Ausstiegsplan aus Tierversuchen mit definierten Schritten und einem konkreten Zeitplan aus.

Die Antwort fiel laut Ärzte gegen Tierversuche allerdings leider enttäuschend aus: Die Kommission ignorierte die Forderung und verwies darauf, dass ein Ausstieg aus den Tierversuchen bereits in der EU-Tierversuchsrichtlinie enthalten sei und dass die Tierversuchszahlen bereits zurückgingen. Wie Dr. Zietek von Ärzte gegen Tierversuche aber betont, sei dies „Augenwischerei“, denn diese Richtlinie formuliert zwar dieses Ziel, bietet jedoch zahlreiche Schlupflöcher und fordert eben keine konkreten und verbindlichen Maßnahmen. Ein deutlicher Abwärtstrend ist ebenfalls nicht zu erkennen.


Die Musikerin Katja Krasavice „nutzte“ für ihr Video zum neuen Song „Onlyfans“ knallbunt gefärbte Kaninchen. Die Tierschutzorganisation PETA Zwei hatte dies daraufhin stark kritisiert, da die Tiere am Set großem Stress ausgesetzt sind. Auch der Meeresbiologe und Umweltaktivist Robert Marc Lehmann kritisierte die Verwendung von Tieren in ihren Musikvideos in einem erfolgreichen YouTube-Video. Hasen sind Fluchttiere, die in der Natur nur dann den Boden unter den Füßen verlieren, wenn sie erbeutet werden (Greifvogeleffekt) und daher bedeutet fehlender Halt an den Füßen (die Hasen werden in dem Video auch nicht mit einem Arm unter den Füßen gehalten) für sie Todesangst. Nach der Veröffentlichung und der darauf folgenden Kritik wurden die Videoszenen wenige Tage später kommentarlos aus dem Video entfernt.

In einem Interview mit dem YouTuber Leeroy Matata nahm Katja Stellung zu der an ihr geübten Kritik. Sie nehme die Kritik ernst, sehe ihren Fehler ein und entschuldigte sich dafür. Sie sagte, sie sei dankbar für die Kritik, da diese sie zum Nachdenken und zu einer Veränderung in ihrem Verhalten geführt habe.

Ben & Jerry’s möchte mit der neuen veganen Eissorte “Climate Just’Ice Now” mehr Aufmerksamkeit auf Klimagerechtigkeit lenken. Im Rahmen der Kampagne gibt es ein Quiz mit Gewinnspiel, sowie Kurse mit Kooperationspartnern wie der Deutschen Klimastiftung und dem Klimahaus Bremerhaven, in denen Klimageflüchtete von ihrer Geschichte erzählen und NGOs über deren Interventionen zur Bekämpfung des Klimawandels berichten. Zu dem Quiz gelangt man durch einen QR-Code auf den Bechern von Climate Just’Ice Now!, der zu einer Landing Page von Ben & Jerry’s führt. Über das Quiz kann an einem Gewinnspiel teilgenommen und Preise wie ein Wochenende im Klimahaus Bremerhaven, ein Jahresvorrat Ben & Jerry’s oder REWE-Einkaufsgutscheine für die Climate Just’Ice Now!-Eiscreme gewonnen werden. Die neue Sorte ist ab sofort exklusiv bei REWE erhältlich.

UPSIDE Foods (ehemals Memphis Meats), ein führendes Unternehmen im Bereich zellkultiviertes Fleisch, Geflügel und Meeresfrüchte, veranstaltete die erste öffentliche Besichtigung ihrer Produktionsstätte für zellbasiertes Fleisch in Kalifornien, um Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Einblick in die Produktion von kultiviertem Fleisch zu geben. Die Tour umfasste einen Rundgang durch die Anlage, eine Präsentation über die Herstellung von kultiviertem Fleisch und ein Treffen mit Dr. Uma Valeti, dem Gründer und Geschäftsführer von UPSIDE. Das Unternehmen plant weiterhin vierteljährlich Führungen durch die Anlage zu veranstalten. UPSIDE eröffnete EPIC, die weltweit modernste Produktionsanlage für kultiviertes Fleisch, im November 2021.

Covifenz, der weltweit erste pflanzliche Impfstoff gegen COVID-19, wurde in Kanada für Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren zugelassen. Die allermeisten herkömmlichen Impfstoffe enthalten tierische Bestandteile, wohingegen der Covifenz-Impfstoff pflanzenbasiert ist. Laut einem Online-Artikel von mdr Wissen enthält die Trägerflüssigkeit, also sozusagen das Transportsystem des Impfstoffes, der bisher verabreichten Corona-Impfungen auf mRNA-Basis tierisches Cholesterin.

Der Covifenz-Impfstoff wirkt durch Proteine, welche in Pflanzen produziert werden. Diese Proteine (Virus Like Particles, VLP) ähneln dem Corona-Virus, aber sie sind nicht infektiös, da sie kein virales genetisches Material enthalten. Die Gesamtwirksamkeitsrate des Impfstoffs liegt laut einer Studie bei 71% gegen alle Varianten mit Ausnahme der Omicron-Variante, für die noch keine Untersuchungen vorliegen. Damit wirkt Covifenz besser als die Vakzin Janssen (Johnson&Johnso; 66%), aber schlechter als Comirnaty (BioNTech/Pfizer; 95%).

Der Impfstoff ist dennoch nicht vegan, denn die Sicherheit und Wirksamkeit muss aufgrund von internationalen Richtlinien immer noch an Tieren getestet werden. Die Vegan Society betont aber, dass die Verwendung jeglicher Covid-Impfstoffe dennoch widerspruchsfrei mit der veganen Philosophie vereinbar ist, wie auch Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau in einem Video zu dieser Thematik darlegt.

Das Unternehmen NuCicer hat eigene, nicht gentechnisch veränderte Kichererbsen entwickelt, die einen bis zu 75 % höheren Proteingehalt als handelsübliche Kichererbsen aufweisen. Nicht nur können dadurch die Produktionskosten für Kichererbsenprotein fast halbiert und die benötigte Anbaufläche verringert werden, sondern es ermöglicht Lebensmittelproduzenten auch die Herstellung proteinreicherer Kichererbsen-Produkte. Das Unternehmen gab jüngst den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 4,5 Millionen US-Dollar bekannt.

Die Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA) hat mit überwältigender Mehrheit die Tierschutz-Resolution (sog. Nexus Resolution) beschlossen, in der der Einfluss von Tierwohl auf Menschen und Ökosysteme in Bezug auf die „Sustainable Development Goals“ der UN (SDGs) festgehalten wurde. Die UNEA bringt unter anderem 193 Mitgliedsstaaten der UN, Wirtschaftsvertreter und NGOs zusammen, um sich auf Lösungsansätze für die größten Umweltprobleme der Welt zu einigen.

Josef Pfabigan, CEO der VIER PFOTEN Stiftung, sagte dazu: „Der Beschluss der Tierschutz-Resolution führt dazu, dass der Zusammenhang zwischen Tieren und der öffentlichen Gesundheit endlich ins Rampenlicht gerückt und damit auch gleichzeitig die Klimakrise bekämpft wird. […] Der Beschluss dieser Resolution zeigt uns zumindest eine politische Trendwende im Umgang mit den größten globalen Herausforderungen unserer Zeit.“

Laut dem Good Food Institute (GFI) haben europäische Hersteller von veganen Proteinalternativen (pflanzlich, zellbasiert, pilzbasiert, bakterienbasiert) im vergangenen Jahr mehr als 2,2 Milliarden Euro eingenommen. Dies stellt eine Verfünffachung im Vergleich zum Vorjahr 2020 dar (452 Millionen Euro). Investitionen in deutsche Unternehmen stiegen dabei immerhin um beeindruckende 243 %. Europa ist einer der größten potenziellen Märkte für pflanzliches und kultiviertes Fleisch – bereits jetzt entfallen 44 % des weltweiten Marktes für pflanzliches Fleisch auf Europa.

Carlotte Lucas, Corporate Engagement Manager beim Good Food Institute Europe, sagte: „Es ist großartig zu sehen, dass so viele größere Unternehmen das immense Potenzial dieser Branche erkennen und in den Aufbau von Produktionskapazitäten in großem Maßstab investieren, die wir brauchen, um nachhaltige Proteine für alle zugänglich zu machen.“

Nestlé baut eine eigene neue Fabrik ausschließlich für pflanzliche Lebensmittel in Serbien. Der neue Standort wird für die Produktion der Garden Gourmet Produkte des Schweizer Unternehmens genutzt, die hauptsächlich für den Export in andere europäische Märkte bestimmt sind. Das Unternehmen hat sein pflanzliches Angebot auf Märkte in der ganzen Welt ausgedehnt, einschließlich China, wo es Ende 2020 seine Marke Harvest Gourmet einführte. Wegen einiger Umweltergehen, den Vorwürfen der Wasserausbeutung, Regenwaldzerstörung und Förderung von Kinderarbeit steht der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern immer wieder in Kritik.

Als erster Lebensmittelhändler bringt die METRO eine pflanzliche Flüssigei-Alternative deutschlandweit in die Regale: das vegane Flüssigei von Simply Eggless. Das pflanzenbasierte Flüssigei auf Basis von Lupinen ist ab sofort im Kühlregal in allen METRO Großmärkten und auch beim METRO Lieferservice in limitierten Mengen verfügbar.

„Mit diesem und vielen weiteren Produkten werden wir der wachsenden Nachfrage nach innovativen und nachhaltigen Produkten, die auch das Gastgewerbe spürt, gerecht. Ziel ist unser Sortiment kontinuierlich auf Basis der wachsenden Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden zu optimieren.“, sagt Muna Sueifan, Category Managerin Einkauf Feinkost & Tiefkühlkost bei METRO Deutschland.