Der Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagte dem Magazin „Der Spiegel“ in einem Interview: „Wir brauchen eine Ernährung, die sehr viel stärker vegan und vegetarisch ausgerichtet ist, weil wir sonst allein durch die Art, wie wir uns ernähren, viel zu viel CO2 und Methan freisetzen“. Außerdem sei der überhöhte Fleischkonsum gesundheitlich abträglich und in seiner aktuellen Form mit Tierquälerei verbunden. „Welchen Sinn macht Tierquälerei, damit wir uns ungesund ernähren und dabei auch noch das Klima ruinieren?“. Er denke, dass der Fleischkonsum langfristig weltweit um 80 Prozent reduziert werden könne. 

Bei der Entscheidung, die Tiere von der Liste bedrohter Arten zu streichen, gehe es nicht darum, Schutzmaßnahmen aufzuheben, betonte Australiens Umweltministerin Sussan Ley. „Wir werden weiterhin über die International Whaling Commission daran arbeiten, den Walschutz zu fördern und das globale Moratorium für den kommerziellen Walfang aufrechtzuerhalten.“

Die Zahl der Buckelwale ist in australischen Gewässern von rund 1500 auf mindestens 40.000 gestiegen. Mehr als 30.000 Buckelwale wurden in Australien und Neuseeland von Walfängern getötet, bevor dem lokalen Walfang 1963 ein Ende gesetzt wurde und 1979 eine Anti-Walfang-Politik verabschiedet wurde. Inzwischen gibt es wieder zwei Buckelwalpopulationen in australischen Gewässern. 

Forschende der Universität Bern haben über einen Zeitraum von zehn Monaten 150 Legehennen in der Schweiz regelmässig geröntgt, um die körperlichen Folgen ihrer Eierproduktion zu analysieren. Dabei stellten sie fest, dass 97 % der Tiere ein gebrochenes Brustbein aufwiesen. Im Durchschnitt hatte jedes Huhn drei Knochenbrüche – bei einzelnen Tieren waren es sogar elf. Laut der Forschenden ist einer der Gründe die enorm hohe Eierproduktion der Hennen, die zu Lasten der Knochengesundheit geht. Für die Bildung der großen Menge an Eierschalen wird so viel Kalzium aus den Knochen der Hennen gelöst, dass dies nicht mehr durch die Fütterung kompensiert werden kann. Möglich ist laut dem Bericht auch, dass manche Tiere zu früh mit dem Eierlegen beginnen, wenn ihre Knochen noch zu wenig entwickelt sind. Mit der Folge, dass nur ein heftiger Flügelschlag oder ein Zusammenprallen mit der Sitzstange schon das Brustbein knacken lässt.

OATLY launcht ein neues veganes Eis auf Haferbasis in den Sorten Strawberry, Vanilla, Chocolate Fudge, Salted Caramel und Hazelnut Swirl. Es ist ab März im deutschen Einzelhandel erhältlich. Wie bei allen Produkten gibt Oatly den CO2e-Fußabdruck direkt vorne auf der Papp-Verpackung an, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und recycelbar sowie PEFC-zertifiziert ist.

Nach Angaben der Vegan Society gibt es mit Paraveganio® das erste Arzneimittel der Welt, das mit dem Vegan-Siegel zertifiziert wurde. Mit Paraveganio® von axunio wird den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein veganes Schmerzmittel mit Magnesiumstearat aus rein pflanzlicher Herkunft garantiert. Herkömmliche Paracetamol-Tabletten enthalten den Fließregulator Magnesiumstearat – ein Salz aus Stearinsäure und Magnesium, das tierischen Ursprungs sein kann.

Ericka Durgahee, Marketing Managerin bei The Vegan Society, fügte hinzu: „Wir freuen uns, dass unser Vegan-Siegel zum ersten Mal auf einem veganen Arzneimittel zu sehen ist. Wir wissen, dass es für viele Veganerinnen und Veganer schwierig ist, Medikamente zu finden, die sowohl für ihre Bedürfnisse geeignet sind als auch mit ihrem Glauben übereinstimmen, was sehr belastend sein kann. axunio hat jedoch gezeigt, wie einfach es ist, ein hervorragendes veganes Produkt zu entwickeln, und wir können nur hoffen, dass andere Pharmaunternehmen diesem Beispiel folgen und sich für die Entwicklung weiterer veganer Medikamente einsetzen.“

An der Ostküste Australiens, in den Staaten Queensland, New South Wales und in der Region Australian Capital Territory gelten Koalas nun offiziell als vom Aussterben bedroht. Vor der neuen Einstufung hatten die Tiere als gefährdet gegolten. Einer Schätzung der Australian Koala Foundation zufolge gibt es in der freien Wildbahn weniger als 100.000 Koalas. Eine Parlamentsuntersuchung ergab im Jahr 2020, dass die Spezies ohne Schutzmaßnahmen noch vor 2050 aussterben könnte.

Der neue Dokumentarfilm MILKED ist ab sofort kostenlos auf der Streamingplattform Waterbear und auf dem YouTube Kanal von Plantbased News zu sehen. Der Dokumentarfilm folgt der Reise des Aktivisten Chris Huriwai, der die beunruhigende Realität der neuseeländischen Milchwirtschaft aufdeckt. Er zeigt den Aufstieg der Industrie und die anhaltende Vertuschung ihrer negativen ökologischen, ethischen und gesundheitlichen Auswirkungen.

Der Film, der unter anderem von James Cameron und Jane Goodall unterstützt wird, erreichte sein Fundraising-Ziel von 100.000 $NZD innerhalb von nur 12 Tagen. Daraufhin wurde das Fundingziel erhöht, um einen zusätzlichen Kurzfilm über einen Milchbauern, der aus der Tierhaltung aussteigt, zu produzieren. Zudem sagte ein anonymer Spender zu, weitere zusätzliche Spenden ab sofort bis zu maximal 100.000 Dollar zu verdoppeln. Die Einnahmen werden unter anderem für die Erstellung einer kostenfreien Lehrversion des Films verwendet und tragen zur Entwicklung von Kampagnen bei, wie zum Beispiel der Unterstützung von Landwirten, die aus der Milchwirtschaft aussteigen. 

Das Landwirtschaftsministerium in Luxemburg hat bekanntgegeben, dass ab dem 01. März 2022 Exporte von Schlachttieren in Drittstaaten verboten werden und ist damit neben den Niederlanden der zweite Staat in der EU, der ein solches Verbot durchsetzt. Erst kürzlich urteilte der Untersuchungsausschuss des EU-Parlamentes, Tiertransporte innerhalb der EU sowie Transporte in Drittstaaten seien häufig nicht tiergerecht, teilweise werde systematisch geltendes Recht umgangen. Die bestehenden Gesetze seien nicht ausreichend, auch die Kontrollen seien mangelhaft.

Modern Meadow hat eine peer-reviewte Studie veröffentlicht, die die Umweltauswirkungen ihres veganen Leders aus einer Mischung aus pflanzlichen Proteinen und biobasierten Polymeren namens „Bioleather1“ (BL1) untersucht. Darin wird es mit herkömmlichem Leder und Kunstleder vergleichen. (Folgewirkungen und indirekte Umweltauswirkungen werden in der Ökobilanz nicht erfasst.)

Es wurde festgestellt, dass dieses neuartige vegane Leder 80 % weniger Treibhausgasemissionen verursacht als Leder aus Rinderhaut und 20 % weniger als synthetisches Kunstleder auf Polyurethan-Basis. Darüber hinaus kann das biobasierte Leder den Verbrauch von blauem Wasser (= Grundwasser + Seen/Flüsse), den Landverbrauch und weitere Parameter im Vergleich zu Leder aus Tierhaut um bis zu 95 % reduzieren.

Laut einer neuen Studie von Polaris Market Research wird der globale Markt für Milchalternativen in den nächsten sechs Jahren voraussichtlich mit einer jährlichen Rate von bis zu 12,3 % wachsen.

Laut dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen wird der globale Markt für Milchalternativen vor allem durch die steigende Zahl von Menschen angetrieben, die an Milchunverträglichkeiten leiden, sowie durch die zunehmende Zahl von Menschen, die sich vegan ernähren. Die gesundheitlichen Vorteile, die mit Milchalternativen verbunden sind, werden das Wachstum dieses Marktes während des Prognosezeitraums voraussichtlich beschleunigen.

Erstmalig wurde in der Systemgastronomie der D-A-CH-Region ein Produkt mit dem international führenden V-Label der Ernährungsorganisation ProVeg lizenziert. Die Plant-based Nuggets, das King Jr. Meal Plant-based Nuggets und der Plant-based Long Chicken mit einem Patty auf Soja- und Weizenbasis von The Vegetarian Butcher bei Burger King sind die ersten beiden Produkte mit dem V-Label.

Der Ex-Beatle Paul McCartney investiert mit seiner Beteiligungsgesellschaft MPL Ventures in das vegane Startup Next Gen Foods, das Hähnchen-Fleischersatz herstellt. Der Sänger ist seit den 70ern Vegetarier und nutzt seine Reichweite regelmäßig dafür, sich für eine fleischlose Ernährungs auszusprechen. Das Startup nahm bei ihrer aktuellen Finanzierungsrunde stattliche 100 Millionen Dollar ein. Laut eigenen Angaben sei dies die höchste Summe, die Investoren in einer solchen Finanzierungsrunde jemals in einen Hersteller von Fleischersatz auf pflanzlicher Basis investiert haben.

Eine neue Studie von Sweet Inn hat analysiert, in welchen Ländern es die meisten vegetarisch-vegan-freundlichsten Sternerestaurants gibt. Demnach liegt Frankreich mit 145 veggie-freundlichen Sternerestaurants auf dem 1., Großbritannien mit 73 Sternerestaurants auf dem 2. und Deutschland mit einer Anzahl von 63 Sternerestaurants auf dem 3. Platz. Die Top Fünf Städte waren hingegen London, Hongkong, Paris, Amsterdam zusammen mit Shanghai und New York sowie Berlin.

Eine neue Studie, durchgeführt von der VU Universität Amsterdam und Kieskompas im Auftrag von ProVeg Niederlande, ergab, dass 42 % der Befragten der Meinung sind, dass Tiere ein Recht darauf haben, nicht für Nahrung getötet zu werden. Andererseits glaubten immer noch 26 %, dass es in Ordnung ist, Fleisch zu essen, weil Tiere dem Menschen unterlegen sind. Mehr als ein Viertel der Befragten hofft sogar, dass wir eines Tages überhaupt keine Tiere mehr als Nahrungsmittel verwenden werden und jede fünfte Person ist für ein Verbot von Schlachthöfen.

Pablo Moleman, Manager für Lebensmittelindustrie & Food Service bei ProVeg Niederlande, sagte zu den Ergebnissen der Studie: „In den Niederlanden scheinen wir viel veganer zu sein, als man denken könnte – vielleicht noch nicht in unseren Essgewohnheiten, aber sicherlich in unseren tieferen Überzeugungen über die Nutzung von Tieren. Fast die Hälfte der niederländischen Bevölkerung ist der Meinung, dass man Tiere nicht als Nahrungsmittel verwenden sollte – der Grundgedanke des Veganismus – und diese Meinung ist offenbar viel weiter verbreitet als das eine Prozent der Bevölkerung, das sich als Veganer bezeichnet, vermuten lässt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Veganer nicht notwendigerweise radikalere Ansichten haben als andere Menschen, sondern dass sie einfach mehr Konsequenzen damit verbinden.“

Für die Studie befragte Kieskompas 8.575 Niederländer und Niederländerinnen zu ihrer Meinung über die Verwendung von Tieren für Lebensmittel und die Zukunft des Fleischkonsums. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die niederländische Bevölkerung und nach Geschlecht, Alter, Bildungsstand, ethnischer Zugehörigkeit und politischer Präferenz gewichtet.

Die schwedische Rennsportbehörde Svensk Galopp hat bekannt gegeben, dass der Einsatz der Peitsche bei Pferderennen mit Beginn der Rennsaison im April verboten sein wird. Die Peitsche darf weiterhin mitgeführt werden, aber nur, um eine gefährliche Situation abzuwenden.

Der Wettkampfsport mit Pferden basiert auf der systematischen Ausbeutung dieser Tiere. Zuletzt erregte der Reitsport bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr aufsehen, als die Reiterin Annika Schleu nach Aufforderung ihrer Trainerin mit der Gerte auf ihr verängstigtes Pferd einschlug. Das Verfahren wegen „angeblicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz“ gegen Annika Schleu wurde gegen eine Spende von 500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung eingestellt. Allerdings wurde die Trainerin, die der Sportlerin im Fernsehen deutlich hörbar zurief „Hau mal richtig drauf! Hau drauf!“ und das Pferd danach mit ihrer Faust schlug, vom Rest der Spiele ausgeschlossen. Als weitere Konsequenz soll nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris der Moderne Fünfkampf ohne Reiten stattfinden.

Der Ministerrat der Zentralregierung in Madrid hat eine entsprechende Änderung des Strafgesetzbuches verabschiedet. Unter anderem werden die Haftstrafen für Misshandlungen, die zum Tod eines Haustieres führen, von 18 Monaten auf zwei Jahre erhöht. Zudem dürfen Hunde, Katzen und andere Haustiere nicht mehr aus Platzgründen eingeschläfert werden. Mit der neuen Verordnung werden auch andere Formen der Tierquälerei wie die Verwendung von Elektroschock- oder Stachelhalsbänder unter Strafe gestellt. Zudem wurde es verboten, Haustiere drei Tage hintereinander allein zu lassen; bei Hunden dürfen sogar 24 Stunden nicht überschritten werden.

Roquette, ein weltweit führender Anbieter von pflanzlichen Proteinen, führte kürzlich eine Studie zur Wertigkeit von Proteinen aus Fleischersatzprodukten auf Erbsenbasis durch. Dabei erreichte das Erbsenprotein eine DIAAS-Punktzahl von 100, was zeigt, dass korrekt hergestellte vegane Produkte auf Basis von Erbsenprotein ein ebenso ausgewogenes Aminosäurenprofil und eine vergleichbare Verdaulichkeit wie tierische Proteine aus Fleisch aufweist. Diese Studie ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Debatte, ob eine vegane Ernährung den menschlichen Körper mit ausreichend hochwertigen Proteinen versorgen kann. Die immer klarer werdende Antwort: Ja, wenn die jeweiligen Lebensmittel sachgerecht verarbeitet und zubereitet werden.

Das Startup für sexuelle Wellness Vibio hat als erstes Unternehmen der Welt seine App-gesteuerten Sexspielzeuge sowie ihre Gleitgele mit dem Vegan Trademark der Vegan Society registrieren lassen.

Ericka Durgahee, Marketing-Managerin bei The Vegan Society, sagte zu der Zertifizierung: “Die Eintragung der ersten elektronischen Sexspielzeuge in die Vegan Trademark ist eine ausgesprochen aufregende Nachricht für unser Team. Nicht nur, weil Vibio ein so bahnbrechendes Unternehmen ist, sondern auch, weil es bedeutet, dass wir neue Schritte bei der Registrierung von elektronischen Produkten gemacht haben.“