Der vierfach ausgezeichnete Kurzfilm „MILK“ von Jennifer Kolbe zeigt anhand eines fiktiven Rollentausches zwischen Kuh und Mensch was unseren Mitlebewesen in der Milchindustrie widerfährt.
Jennifer Kolbe erklärt die Intention ihres Films mit folgenden Worten: „Kühe geben immer Milch? Dachte ich. Kühe müssen schwanger sein, damit sie Milch für das neugeborene Kalb produzieren. Eigentlich logisch, oder? Der Animationsfilm MILK veranschaulicht auf simple Weise, wie konventionelle Milchkühe genutzt und männliche Kälber meist wissentlich als Abfallprodukte geboren werden. Was wäre, wenn Menschen so benutzt würden? Eine Geschichte von der künstlichen Befruchtung, zum getrennten Weg der Babys, über die Milch- und Käseherstellung, bis zum Tod der gemästeten Jungen und am Ende: Die Schlachtung der ausgelaugten Mutter.“
Der 4-minütige Animationsfilm erhiehlt unter anderem den Hessischen Hochschulfilmpreis und den Motion Graphics Silver Award des Los Angeles Animation Festivals und ist seit kurzem auf Niko Rittenau’s YouTube-Kanal zu sehen.
IKEA möchte bis 2025 50 % der Hauptspeisen in ihren Restaurants und 80 % der verkauften Lebensmittel vegan herstellen. Zudem hat der schwedische Möbelriese die Kampagne „Taste the Future“ gestartet, bei der Fachkräfte für den 3D-Druck von pflanzlichen Fleischalternativen für IKEA gesucht werden. IKEA möchte dadurch 150 Menschen mit Vorstellungskraft für Positionen in technischen und innovativen Bereichen in ganz Europa einstellen, um eine nachhaltige Lebensmittelproduktion für die Zukunft zu erforschen.
Beyond Meat gab Anfang Februar bekannt, dass der FC Bayern München-Fußballer Serge Gnabry ab sofort Markenbotschafter für Beyond Meat Deutschland ist. In einem neuen Video auf dem Beyond Meat-YouTube-Kanal erzählt er, wie er danach strebt, immer wieder über sich hinauszuwachsen und warum er ein großer Fan von Beyond Meat ist.
“Wir bei Beyond Meat sind stolz darauf, mit Sportlern wie Serge zusammenzuarbeiten und so viele Menschen zu inspirieren, mehr pflanzliche statt tierische Proteine zu essen.”, sagt Bram Meijer, EMEA Marketing Director bei Beyond Meat.
Die Schumarke Tamaris verdoppelt zur kommenden Herbst-/Wintersaison den Anteil veganer Schuhe ihres Sortiments und baut damit die Marktführerschaft im Segment modisch veganer Markenschuhe weiter aus.
„Unsere veganen Modelle sind sichtbar am Schuh gekennzeichnet. Um dem Kunden die notwendige Sicherheit zu garantieren, dass die entsprechenden Modelle auch verlässlich und komplett aus tierfreien Materialen gefertigt wurden, durchläuft jedes Modell einen externen Zertifizierungsprozess beim PFI (Pruef- und Forschungsinstitut in Pirmasens)“, so Jens Beining CEO der Wortmann Gruppe.
Die Veganuary-Kampagne 2022 bricht erneut Rekorde: Mehr als 629.000 Menschen haben sich in diesem Jahr für den veganen Monat der Veganuary-Kampagne angemeldet. Auch die Zahl der Unternehmen, die sich am Veganuary beteiligen, stieg hierzulande im Vergleich zum Vorjahr von rund 170 auf über 420 – ebenfalls ein neuer Rekord.
„Wir erleben, dass der Veganuary für Unternehmen in Deutschland eine immer größere Rolle spielt – ähnlich wie in Großbritannien, dem Gründungsland der Kampagne, wo uns Einzelhandelsunternehmen mitteilten, dass der Veganuary für sie wichtiger ist als Weihnachten“, sagt Katharina Weiss-Tuider, Director von Veganuary Deutschland. „Die Sichtbarkeit war noch nie so groß. Der Veganuary ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.”
Niederländische Wissenschaftler haben die Auswirkungen der Umweltpolitik auf die landwirtschaftlichen Einkommen und die Produktion in der EU analysiert. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Erreichen der Ziele des sogenannten Green Deals der EU zu einem Rückgang der Viehzucht um 10-15% bis 2030 führen kann und die Zahl der Milchviehbetriebe bis 2030 sogar um durchschnittlich 32 % sinken könnte.
Der Deutsche Sojaförderring berichtete, dass sich in 2021 die Anbaufläche von Sojabohnen in Deutschland im Vergleich zum Stand von 2017 verdoppelt hat. Damit werden in Deutschland ca. zwei Millionen Tonnen Sojabohnen pro Jahr produziert und 40 -50 % des Bedarfs gedeckt. Auch der Sojaförderring plädiert in seiner Pressemitteilung dafür die angebauten Sojabohnen vermehrt direkt als Sojaprodukte zu verzehren und den Konsum tierischer Produkte zu reduzieren.
SuperMeat, ein Lebensmitteltechnologieunternehmen, das zellbasierte Fleischprodukte entwickelt, veranstaltete in ihrem Restaurant The Chicken in Tel Aviv die allererste Blindverkostung von zellbasiertem Hühnerfleisch. Den Gästen wurden zwei Schalen mit den Bezeichnungen A und B vorgelegt. Das Fleisch darin war in Sonnenblumenöl gebraten und nicht gewürzt. Der Koch, der die Gerichte zubereitete, wurde nicht darüber informiert, welches Produkt konventionelles Hühnerfleisch war.
Unter den Gästen war auch die hoch angesehene israelische Vorkosterin und Meisterköchin Michal Ansky. In einem Video der Verkostung, das von Supermeat auf YouTube hochgeladen wurde, ist Ansky zu sehen, wie sie über die Auswirkungen des Geschehens nachdenkt. „Dies ist ein historischer Moment“, sagt sie. Dieses Ergebnis stellt einen bedeutenden Wandel in der Lebensmitteltechnologie dar.
Aufgrund des steigenden Interesses neuer Technologien auf Pflanzenbasis, expandiert das israelische Startup-Unternehmen Redefined Meat nach Europa. Das Unternehmen hat sich eine Finanzierung in Höhe von 135 Millionen Dollar gesichert und will bis Ende 2023 tausende von Restaurants mit seinen 3D-gedruckten veganen Fleischprodukten beliefern.
Derzeit sind die Steaks bereits in einigen wenigen Restaurants zu finden, darunter auch in dem von Marco Pierre-White. Außerdem liefert das Unternehmen seine Produkte an die Kantinen von Facebook, Google und Apple.
Dolce & Gabbana hat sich dazu verpflichtet, frei von Pelz und Angora zu werden, nachdem 9.000 Menschen einen Aufruf der Tierschutzorganisation In Defense of Animals unterzeichnet hatten, der das Unternehmen aufforderte, pelzfrei zu werden.
In Defense of Animals fordert weitere Designer auf dem Beispiel von Dolce & Gabbana zu folgen. „Kleidung und Accessoires müssen Tieren nicht schaden. Wir fordern alle Designer auf, diesem Beispiel zu folgen und alle Stoffe aus Tierfellen und -häuten wegzulassen.“ – sagte der Leiter der Kommunikationsabteilung, Fleur Dawes.
Schon Ende dieses Jahres plant die vegane Lebensmittelmarke Veganz die vegane Ei-Alternative „Das Ei“ in die Kühltheken und Systemgastronomie zu bringen. Dafür hat sich Veganz ein weltweit einzigartiges Patent mit der Clean-Label-Rezeptur gesichert und kündigte außerdem auch die baldige Markteinführung eines Rührei-Ersatzes an.
Das chinesische Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten führt den Bereich der zellulären Landwirtschaft erstmals als Zukunftsfeld in ihrem Fünf-Jahres-Agrarplan auf. Laut dem Good Food Institute (GFI) ist dies ein Zeichen dafür, dass die chinesische Regierung der Meinung ist, dass die Produktion von kultiviertem Fleisch im nationalen Interesse liegt.
Das GFI hat außerdem einen umfassenden und lesenswerten Bericht veröffentlicht, in dem Prognosen des Bedarfs an Zutaten, Infrastruktur und Investitionen bezüglich der zellbasierten Landwirtschaft bis zum Jahr 2030 getroffen werden.
Unter anderem prognostiziert der Bericht die erwartete Menge an Zutaten und den Bedarf an Produktionsanlagen für die pflanzliche Fleischindustrie, um künftige Produktionsengpässe zu ermitteln und abzumildern.
Seit dem 01. Januar 2022 ist Hawaii der erste US-Bundesstaat, der den Haifischfang verbietet, nachdem bereits 2010 der Verkauf, Handel, Vertrieb und Besitz von Haifischflossen verboten wurde. Durch das Verbot ist es nun illegal, in den Meeresgewässern des Bundesstaates Hawaii wissentlich Haifische jeglicher Art zu fangen oder zu töten.
Brian Neilson, Leiter der Abteilung für aquatische Ressourcen im hawaiianischen Ministerium für Land und natürliche Ressourcen, sagte: „Wir wissen wie wichtig Haie für die Erhaltung gesunder mariner Ökosysteme sind. Wir wissen auch um ihre Bedeutung für die kulturellen Praktiken und den Glauben der Ureinwohner Hawaiis“. Er fügte jedoch hinzu, dass das Fischereiverbot zwar bereits in Kraft getreten sei, „wir aber noch viel Arbeit vor uns haben, bis es vollständig umgesetzt ist“.
Das japanische Startup-Unternehmen IntergriCulture, das sich auf Kostensenkungen im Bereich der zellulären Landwirtschaft spezialisiert hat, hat eine Finanzierung von mehr als 7 Millionen Dollar erhalten und möchte die Mittel für den Aufbau einer Infrastrukturplattform für die zelluläre Landwirtschaft verwenden.
“Die technische Entwicklung, die IntegriCulture in den letzten 18 Monaten erreicht hat, ist beeindruckend und wir glauben fest daran, dass ihr CulNet-System eine branchenbestimmende Technologie sein und die Zukunft der nachhaltigen, hochwertigen Proteinproduktion vorantreiben kann”, sagte Michael Dean, Gründungspartner von AgFunder.
Die neue niederländische Regierung hat Ende vergangenen Jahres einen 25-Milliarden-Euro-Plan vorgestellt, mit dem sie den Bestand an sogenannten Nutztieren um ein Drittel reduzieren will. Der auf 13-Jahre angelegte Ausstiegsplan sieht vor, Viehhalter für die Verlagerung oder den Ausstieg aus der Branche zu entschädigen und beim Übergang zu einer extensiveren Landwirtschaft zu helfen. Das Irish Farmers Journal geht allerdings davon aus, dass es als freiwilliges Programm beginnen wird.
Forscher und Forscherinnen aus Berlin, Potsdam und Oxford empfehlen in einer neuen Publikation eine Umweltsteuer auf Fleisch in Ländern wie UK, USA oder Australien, die den Preis je nach Fleischsorte um 20 bis 60 Prozent erhöhen würde. Dies könnte nach ihrer Ansicht ein wichtiger Hebel sein, um die westliche Ernährung mit Umwelt- und Klimaschutzzielen in Einklang zu bringen. Die Veröffentlichung namens „Is Meat Too Cheap? Towards Optimal Meat Taxation“ kann jetzt schon kostenlos heruntergeladen und soll bald im „Review of Environmental Economics and Policy“ veröffentlicht werden.
Die italienische Modemarke Moncler verpflichtet sich mit ihrem Beitritt zum „Fur Free Retailer Programm“ dazu, Echtpelz von speziell gezüchteten oder in freier Wildbahn gefangenen Tieren ab Herbst/Winter 2023 aus allen Kollektionen zu entfernen. Moncler reiht sich ein in eine wachsende internationale Liste von Marken, die sich verpflichtet haben, Echtpelz aus ihren Kollektionen zu verbannen, darunter Armani, Gucci, Prada und der weltweit führende Online-Luxusmodeanbieter Yoox Net-a-Porter.