Noch in diesem Jahr will Agrarminister Özdemir (Grüne) die Pflichtangabe an den Start bringen, und zwar im ersten Schritt mit frischem Schweinefleisch im Handel. In späteren Schritten soll es nach und nach auch Kennzeichnungspflichten für verarbeitetes Schweinefleisch sowie für Rindfleisch und Geflügel geben. Das Gesetz muss noch den Bundesrat passieren.
Özdemir sagte, schrittweise solle auf jeder Fleischverpackung stehen, wie das Tier gehalten wurde. Zugleich werde die Leistung der Bauern sichtbar gemacht. „Sie kriegen Geld dafür, wenn sie sich für höhere Haltungsformen entscheiden.”
Der Deutsche Tierschutzbund monierte, das Gesetz verhelfe „keinem einzigen Tier zu einem besseren Leben“. Mit den unteren Stufen würden „eindeutig tierschutzwidrige Haltungssysteme“ staatlich gesiegelt.
Der Deutsche Bauernverband (DBV), der die konventionelle Landwirtschaft vertritt, kritisierte die geplante Kennzeichnungspflicht für inländische Fleischerzeugnisse als unzureichend. Der Bio-Bauernverband Bioland begrüßte die Pläne hingegen als „Startschuss für den dringend nötigen Umbau der Tierhaltung“.
Zusammen mit dem Tierhaltungskennzeichnungsgesetz verabschiedete der Bundestag am Freitag auch ein Gesetz „zur Erleichterung der baulichen Anpassung von Tierhaltungsanlagen“ an die neuen Haltungsvorgaben. Beim Umbau der Ställe reiche das entsprechende Gesetz bei Weitem nicht aus, kritisierte Rukwied. „Wir befürchten, dass wegen zu enger Förderkriterien nur zehn Prozent der Tierhalter in die Lage versetzt werden, eine Förderung für den Umbau ihrer Ställe zu beantragen, der Großteil der Betriebe wird von Vornherein ausgeschlossen.“
Bei diesen Tests werden Chemikalien an Tieren getestet, um festzustellen, ob sie schädlich sind, bevor sie beim Menschen Anwendung finden. Kaitlyn Mitchell, Leiterin der Rechtsverteidigung bei Animal Justice Canada, äußerte sich erfreut über das Verbot: „Wir freuen uns sehr, dass Kanada sich endlich dazu verpflichtet hat, diese Praxis auslaufen zu lassen und sie dauerhaft zu verbieten.“ Sie betonte, dass bereits über 40 Länder bestimmte Formen von Tierversuchen verboten haben und dass Kanada in diesem Bereich rückständig sei.
Der Gesetzentwurf S-5 ist ein Fahrplan zur Abschaffung von Tierversuchen für Kosmetika in Kanada und sieht ein schrittweises Verbot vor. Kanada wird damit auf gleicher Ebene mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union stehen, die bereits ähnliche starke rechtliche Instrumente haben, um Tierversuche abzuschaffen.
Die Änderung verlangt von den Ministern für Gesundheit und Umwelt, alternative Testmethoden – ohne Tiere – einzubeziehen. Dazu gehören beispielsweise Computermodelle und Zell- und Gewebetests mit Hilfe von Computerchips. Einige dieser Methoden werden bereits praktisch angewandt. Dieser Fortschritt markiert eine spannende Zeit für den Tierschutz und die Wissenschaft in Kanada. Das Verbot von Tierversuchen in der Toxizitätsforschung wird dazu beitragen, das Leiden von Tieren zu reduzieren und fortschrittlichere und ethischere Forschungsmethoden zu fördern.
Mittwoch erzielten Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten eine Einigung über eine Reform der gemeinsamen Regeln für den Fischereisektor. Gemäß dieser Reform müssen große Schiffe zukünftig Überwachungskameras installieren, um die Einhaltung der Fangquoten zu gewährleisten.
Die Verpflichtung gilt für Schiffe, die länger als 18 Meter sind. Darüber hinaus müssen alle Mitgliedstaaten Systeme zur Ortung aller Fischereifahrzeuge einrichten, und alle Fischer*innen müssen ihre Fänge digital melden. Auch kleine Schiffe mit einer Länge von weniger als zwölf Metern sind grundsätzlich davon betroffen. In begründeten Fällen können jedoch bis 2030 Ausnahmen gemacht werden.
Die neuen Regeln haben ebenso das Ziel, die Sanktionen der Mitgliedstaaten zu vereinheitlichen. Bisher waren die Strafen für Fischer bei Verstößen gegen Fangquoten und andere Vorschriften sehr verschieden. Zukünftig wird die Strafe grundsätzlich auf Grundlage des monetären Wertes des Fangs berechnet.
Ein zentraler Streitpunkt waren die Toleranzmargen für Fischer. Diese beschreiben den Unterschied zwischen der geschätzten Menge gefangener Fische und dem gemessenen Ergebnis der Gewichtung im Hafen. Bisher betrug die Toleranzmarge zehn Prozent, doch einige Länder forderten eine deutliche Erhöhung. Im Verlauf des Verfahrens drohte die Kommission konträr dazu sogar damit, den Gesetzentwurf zurückzuziehen, falls die Toleranzmargen zu großzügig ausfielen. Grundsätzlich bleibt die Zehn-Prozent-Marge bestehen. Die EU-Kommission hatte bereits im Frühjahr 2018 eine Reform der Kontrollvorschriften für die Fischerei vorgeschlagen. Die Mitgliedstaaten benötigten hier jedoch drei Jahre, um eine gemeinsame Position zu finden. Auch die anschließenden Verhandlungen mit dem EU-Parlament dauerten an.
Die strengeren Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen dienen nicht nur dem Schutz der Fischbestände, sondern auch dem Wohl der betroffenen Tiere. Durch die Einhaltung der Fangquoten und die Reduzierung von Überfischung wird ein nachhaltigerer Umgang mit den marinen Ökosystemen angestrebt. Die Implementierung von Überwachungskameras und die Rückverfolgbarkeit von Fischprodukten ermöglichen auch eine größere Transparenz und informierte Entscheidungen für jene Verbraucher, die Wert auf ethisch vertretbare und nachhaltige Lebensmittelproduktion legen.
Der weltweite Markt für Milchalternativen verzeichnete im Jahr 2022 einen Wert von rund 25,19 Mrd. USD und könnte laut neuen Prognosen bis zum Jahr 2030 auf 69,84 Mrd. USD ansteigen. Dieses Wachstum wird durch die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln angetrieben.
Experten zufolge wird der Markt während des Prognosezeitraums aufgrund des größeren Verbreitung von Veganismus und der steigenden Präferenz der Verbraucher für pflanzliche Lebensmittel stark wachsen. Produkte auf Sojabasis werden voraussichtlich eine dominierende Marktposition einnehmen, da die Verfügbarkeit und die Nachfrage nach Sojamilch weltweit weiterhin stark steigt.
Ein bedeutender Treiber für das Marktwachstum ist der stetig wachsende Trend zum Veganismus. Die steigende Nachfrage nach Milchalternativen und die Beliebtheit von pflanzlichen Produkten, sowie die Akzeptanz von Fleisch- und Milchersatzprodukten, werden diese Entwicklung weiter vorantreiben. Darüber hinaus haben pflanzliche Milchalternativen im Vergleich zu Milch bzw. Milchprodukten einen geringeren Wasser- und CO2-Verbrauch.
Regional betrachtet dominiert der asiatisch-pazifische Raum den globalen Markt für Milchalternativen aufgrund einer steigenden Zahl von Allergien und Laktoseintoleranz in der Bevölkerung.
Hierzulande sind pflanzliche Milchalternativen inzwischen fester Bestandteil jedes Supermarktes, Discounters und großer Teile der Gastronomie.
Die Zusammenarbeit vereint dekorative Kosmetik und die vegane Süßwarenwelt. Diese Kooperation markiert für Katjes den Einstieg in den Beauty-Bereich.
“Dank der gemeinsamen Werte und des Bewusstseins für qualitativ hochwertige, trendorientierte und nachhaltige Produkte, freuen sich Katjes und essence darauf, mit ihrer limitierten Kollektion die wohl süßeste Kooperation des Jahres präsentiert zu haben. Diese Kollektion wird Fans beider Marken zusammenbringen und begeistern.” (Pressemitteilung 2.6.2023)
Die Reihe umfasst sieben Produkte, die von Katjes‘ Grün-Ohr Hasen inspiriert sind, darunter Jelly Blush, Lip Glow und Jelly Lip Oil. Die limitierte Kollektion wird ab dem 5. Juni erhältlich sein. Sie bietet eine Auswahl an Produkten mit einer teilweise Fruchtgummi-ähnlichen Textur. Die Zusammenarbeit zwischen Katjes und essence zielt laut eigener Aussage darauf ab, die gemeinsamen Werte beider Unternehmen in den Vordergrund zu stellen. Beide sind Familienunternehmen, die für ihre moderne und innovative vegane Produkte bekannt sind. Die Unternehmen sind sich, laut Pressemitteilung, ihrer Verantwortung bewusst und setzen sich für eine möglichst nachhaltige Produktion ein.
Katjes ist hinter Haribo und Strock der drittgrößte Süßwarenhersteller Deutschlands. Seit 1988 verzichtet Katjes auf künstliche Farbstoffe und seit 2016 komplett auf tierische Gelatine. Inzwischen ist, mit wenigen Ausnahmen, fast die gesamte Produktpalette vegan.
Essence setzt sich laut eigener Aussage für eine umweltbewusste und tierversuchsfreie Produktion ein und verweist auf hohe Qualitätsstandards. Essence gehört zu den meistverkauften Kosmetikmarken Europas.
Die Schöpfer der Dokumentation kooperieren für die Fortsetzung mit der Marke Uninterrupted, gegründet von LeBron James und Maverick Carter, innerhalb der Medienproduktionsfirma SpringHill Company. Regie führen laut offizieller Website Stephanie Soechtig und Kristin Lazure, die Filmemacherinnen hinter Fed Up, Knock Down the House, The Devil We Know und dem kommenden Netflix-Film Poisoned. Die Dokumentation, die in Zusammenarbeit mit Soechtig und Lazure’s Produktionsfirma Atlas Films entsteht, soll in diesem Sommer produziert werden.
“Mit der beispiellosen Erfolgsgeschichte der SpringHill Company, die Geschichten von Athleten mit progressiven Themen verbindet, und der Expertise von Stephanie und Kristin, packende persönliche Erzählungen mit investigativem Journalismus zu verknüpfen, könnten wir nicht begeisterter über dieses Team sein“, sagt James Wilks, Produzent und Hauptdarsteller von „The Game Changers“. Die Fortsetzung wird beleuchten, dass die Wahl unserer Nahrungsmittel nicht nur persönliche Leistung und Gesundheit beeinflusst, sondern auch andere Faktoren – wie beispielsweise die Gesundheit von Kindern, Ernährungsgerechtigkeit und die Umwelt.
„Dies ist eine einzigartige Gelegenheit, die kulturelle Diskussion fortzuführen, die ‚The Game Changers‘ um die grundlegende Rolle der Ernährung bei der Bewältigung einiger der wichtigsten Probleme unserer Zeit entfacht hat“, sagte Philip Byron, Leiter von Unscripted & Docs bei The SpringHill Company. Der erste Film wurde seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2018 über 100 Millionen mal angesehen und hat gerade im Bereich Sport zu weitreichenden Diskussionen über die Entbehrlichkeit tierischer Proteine beigetragen.
Der Betrieb geriet in den vergangenen Jahren aufgrund von Polizei-Razzien, dem Verdacht auf Tierquälerei und Verstößen gegen das Lebensmittelrecht in die Schlagzeilen. Es bestand der Verdacht, dass kranke Tiere illegalerweise geschlachtet wurden. Darüber hinaus gab es vermehrt Berichte über eine zeitweise defekte Bolzenschussanlage, aufgrund derer Rinder ohne Betäubung getötet wurden. Der damalige Umwelt- und Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Robert Habeck (Grüne), ließ den Betrieb infolgedessen wochenlang stilllegen, weitreichendere Konsequenzen blieben jedoch aus.
Mit der Schließung reagiert die Vion Food Group, laut eigener Angabe, auf die Veränderungen am Markt, insbesondere die sinkende Nachfrage nach Fleisch. Viele Schlachthöfe in Deutschland klagen über Überkapazitäten und eine nicht ausreichende Auftragslage.
Die Schließung des Schlachthofs in Bad Bramstedt zum 31. Juli 2023 hat Auswirkungen auf die Transportwege für Schlachtrinder im Kreis Segeberg. Die Transportwege werden deutlich länger, da der Betrieb im Norden der Region nun nicht mehr zur Verfügung steht. Derzeit sind 250 Mitarbeiter in dem Schlachthof beschäftigt. Die Vion Food Group wird mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan verhandeln. Ebenso gab das Unternehmen an, dass es seit 2012 die Kapazitäten des Standorts Bad Bramstedt kontinuierlich an den rückläufigen Rinderbestand in Norddeutschland angepasst habe. Die Schließung des Schlachthofs sei folglich eine Konsequenz aus der aktuellen Marktlage und dem allgemeinen gesellschaftlichen Trend zu weniger Fleischkonsum. Der schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Werner Schwarz (CDU) beschreibt die Schließung als schweren Schlag für die Fleisch- und Landwirtschaft.
Die Schließung des Rinderschlachthofs in Bad Bramstedt spiegelt die aktuellen Veränderungen in der Fleischindustrie wider, insbesondere die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen und den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer bewussteren und nachhaltigeren Ernährung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in der Branche weiterentwickeln und wie die Lebensmittel- und Landwirtschaft auf kommende Herausforderungen reagieren wird.