Getreideknappheit durch Krieg in der Ukraine

Wegen Getreideknappheit: Deutsche Umwelthilfe fordert Tierzahl in Massentierhaltung um ein Drittel zu reduzieren

Die Deutsche Umwelthilfe forderte in einer Pressemitteilung angesichts des Kriegs in der Ukraine, die Tierzahl in der hiesigen Massentierhaltung in den kommenden Jahren um mindestens ein Drittel zu reduzieren, um die kriegsbedingt ausbleibenden Getreide- und Speiseöllieferungen in die EU für Tierfutter auszugleichen. Zudem bezeichnete die Organisation die industrielle Landwirtschaft aufgrund der Abhängigkeit von Dünge- und Futtermittel aus dem Ausland als extrem krisenanfällig.

„Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Der Krieg in der Ukraine zeigt wie durch ein Brennglas, wie krisenanfällig industrielle Landwirtschaft ist. In der Massentierhaltung werden enorme Mengen an Agrarrohstoffen und Ölsaaten von Weizen bis Soja verfüttert. Wer dauerhaft bezahlbare Lebensmittel will, muss unabhängiger werden von immer teurer werdenden Importen. Das gelingt durch eine beschleunigte Reduzierung der Tierzahlen. Auch bei Düngemitteln ist die konventionelle Landwirtschaft abhängig von synthetischen Düngemitteln aus Russland. Diese Düngemittel tragen außerdem zur Klimakrise bei, weil sie ganz überwiegend mit Erdgas und anderen fossilen Energien erzeugt werden müssen.“

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