News
5. Mai, 2023 / Katharina Frauenknecht

Zur Unterstützung der Fischerei: Britische Regierung hebt Fangverbot für Dornhaie auf

Die britische Regierung hat kürzlich das Fangverbot für Dornhaie in britischen Gewässern aufgehoben. Dieser Schritt hat sowohl in Großbritannien als auch in der EU für Kontroversen gesorgt. In der Nordsee gibt es ein EU-weites Fangverbot für Dornhaie, um die Bestände dieser bedrohten Art zu schützen. Allerdings dürfen Dornhaiprodukte in Europa gehandelt werden, wenn sie außerhalb der Nordsee gefangen wurden. Aus diesem Grund steht der Dornhai auch auf vielen Speisekarten in Deutschland.

Die britische Regierung argumentiert, dass das Aufheben des Fangverbots für Dornhaie in britischen Gewässern dazu beitragen wird, die lokale Fischerei zu unterstützen. Die Branche hat in den letzten Jahren unter verschiedenen Problemen gelitten, darunter steigende Lebenserhaltungskosten und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den Fischhandel. Die Entscheidung, das Fangverbot für Dornhaie aufzuheben, soll den britischen Fischern ermöglichen, ihr Einkommen zu steigern und die lokale Wirtschaft zu unterstützen. „Wir haben uns alle möglichen Alternativen angesehen, von südafrikanischem Seehecht bis hin zu amerikanischem Pazifik-Seehecht und Kabeljau aus Norwegen, also alles, was den Druck auf den Lieferketten etwas verringert“, sagte Andrew Cook vom nationalen Verband der Fisch-Frittierer der Financial Times.

Allerdings gibt es Bedenken darüber, dass die Aufhebung des Fangverbots für Dornhaie zu einem Rückgang der Dornhai-Bestände in der Nordsee führen wird. Die EU hat das Fangverbot für Dornhaie in der Nordsee verhängt, um den Schutz dieser Art zu gewährleisten. Durch die Aufhebung des Verbots in britischen Gewässern könnte es jedoch zu einem Anstieg des Fischfangs kommen, was die Bestände weiter gefährden könnte. Laut der Regierung habe sich der Bestand durch das abgeschaffte Fangverbot bereits erholt.

Weiterführende Informationen

Artikel teilen