Die Rügenwalder Mühle hat die vegetarischen Spicker „bunter Pfeffer“, „Mortadella“ und „bunte Paprika“ auf vegan umgestellt. Schon jetzt ist Rügenwalder Mühle mit einem Marktanteil von ca. 40% deutscher Marktführer bei vegan-vegetarischem Fleisch-Ersatz – dabei ist die 1834 gegründete Wurstfabrik laut Handelsblatt erst seit 2014 im Veggie-Fleisch-Geschäft. 2020 hat der Wursthersteller erstmals mehr Umsatz mit vegetarischen und veganen Fleischalternativen als mit konventionellen Fleischprodukten gemacht. In einem Interview mit der FAZ sagte Geschäftsführer und Inhaber Christian Rauffus schon im Jahr 2016: „Ich kann mir vorstellen, dass wir in 20 Jahren ohne Fleisch arbeiten“.

„Jeden Tag werden für Clemens Tönnies‘ Unternehmen Tönnies 70.000 Schweine weltweit getötet. Allein am Standort Rheda-Wiedenbrück in Ostwestfalen sind es bis zu 25.000 Schweine.“, sagt Jan Böhmermann in der letzten Folge der Late-Night-Show ZDF Magazin Royal. 30 Minuten lang knöpft sich der Satiriker Clemens Tönnies und die Praktiken seines Unternehmens, welches sich selbst die Werte „Familie, Vertrauen und Respekt“ zuschreibt, vor. Dabei wird das Leid der Tiere sowie die Perversität des massenhaften Tötens gleich zu Beginn in den Fokus gestellt und durchweg verdeutlicht. „Tönnies steht nicht für Familie, Vertrauen und Respekt, sondern für Massenmord [und] Ausbeutung […].“

Der Hersteller von veganen Fleischalternativen planted hat eine neue Sorte ihres planted.™️chicken auf den Markt gebracht. Neben den Produktvarianten Natur und Kräuter Zitrone gibt es nun auch eine Curry-Marinade. Die Curry-Marinade wurde in Kooperation mit dem laut dem Guinness-Buch der Rekorde ältesten vegetarischen Restaurant der Welt – dem Hiltl in Zürich – exklusiv für Planted entwickelt. Hiltl selbst nimmt das planted.™chicken Curry ab April 2022 in ihr Buffet- sowie À-la-carte-Angebot mit auf.

planted wurde erst im Juli 2019 von Pascal Bieri, Lukas Böni, Eric Stirnemann und Christoph Jenny gegründet. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen mehr als 100 Mitarbeitende, kooperiert mit der Deutschen Bahn, dem Spitzenkoch Tim Raue und arbeitet stetig an seinem Produktsortiment, was momentan aus planted.™chicken, planted.™pulled, planted.™kebab und planted.™schnitzel besteht.

Die vegane Naturkosmetik von Shea Yeah ist jetzt bundesweit bei Netto erhältlich. Für die Produkte werden unraffinierte Sheabutter aus Ghana und Kräuter aus der Schweiz verwendet und das gesamte Sortiment ist rein vegan. Das Besondere an den Produkten ist, dass sie komplett ohne Wasser hergestellt werden. Dadurch sind sie hochkonzentriert, sehr ergiebig sowie frei von Emulgatoren und Konservierungsstoffen. 

Mitte April dieses Jahres holte sich die Gründerin Sandra Fischer einen Deal in der TV-Sendung Die Höhle der Löwen bei dem Investor Ralf Dümmel.

Das Hamburger Unternehmen bedda, das vegane Alternativen für Milchprodukte herstellt, launcht einen neuen veganen Camembert & veganen Parmesan am Stück. Der „Come on Bert” ist gluten-, soja und allergenfrei und wird seit verganegener Woche für 3,49 € (UVP) im Handel angeboten. Der „Granvegano Keil” auf Kokosölbasis wird für 3,99 € (UVP) ab KW 18 (2.-8.05.) erhältlich sein.

Das Berliner Food-Startup vly, das pflanzliche Milchprodukte auf Erbsenbasis herstellt, hat einen Investment-Deal von Daniel Zech in der österreichischen TV-Show 2 Minuten 2 Millionen erhalten und startet damit nun auch in Österreich durch. 2020 war vly auch in der deutschen Sendung Die Höhle der Löwen zu sehen, wo sie allerdings keinen Deal erhielten. In Deutschland ist die vly-Milch schon bei Rewe, Edeka, Rossmann, Globus, Budni und Famila zu erhalten. In Österreich bereits bei Bella und im Onlinemarkt Gurkerl.at sowie bei dem Lebensmittellieferdienst Flink zu finden.

McDonald’s führt dauerhaft veganes Schokoladeneis für McFlurrys®️ und McSundaes®️ ein. Dieses kann u.a. in Kombination mit den veganen KitKat®️ Waffelstückchen und der veganen Erdbeer-Sauce bestellt werden. “Vegane und vegetarische Speisen sind schon lange kein Nischentrend mehr – und auch wir als Marke wollen und werden uns hier weiterentwickeln. Besser zu werden, heißt auch, neue Wege zu gehen – für unser Unternehmen und unseren Planeten”, so Susan Schramm, Marketing-Vorständin von McDonald’s Deutschland. 

Der Fußball-Nationalspieler Thomas Müller hat in das vegane Food-Start-up Greenforce investiert. Greenforce entwickelt und verkauft Fleischersatzprodukte in Pulverform, um Energiekosten und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Die Höhe des Investments wurde nicht bekannt gegeben. Mit dem Geld aus der Investmentrunde will das Startup ins Ausland expandieren und das Forschungs- und Entwicklungszentrum am Hauptsitz in München ausbauen. Im vergangenen Jahr stiegen der TV-Moderator Joko Winterscheidt und der Münchner Feinkosthändler Käfer bei Greenforce ein.

Nach dem Erfolg der weltweit ersten temporär pflanzlichen Burger King Filiale in Köln im Juni des vergangenen Jahres, erweitert die Fastfood-Kette nun in zehn ausgewählten Restaurants im Raum Kassel sein veganes Sortiment, um die Umsetzung operativer Abläufe und das Equipment noch intensiver und breitflächiger zu testen. Die Restaurants bieten nun bei fast allen Burgern aus dem Sortiment auch vegane Patties an und Mayo kommt ebenfalls ohne tierische Inhaltstoffe aus. Nach eigenen Angaben arbeitet das Unternehmen daran, ihr pflanzenbasiertes Konzept in allen BK-Restaurants in ganz Deutschland anzubieten.

Das amerikanische Food-Tech-Startup Primeval Foods produziert zellbasiertes Fleisch von „exotischen Tieren“, um laut eigenen Angaben die Massentierhaltung zu beenden, den Planeten zu schonen und Feinschmeckern dennoch die Möglichkeit zu geben, neuartige Lebensmittel zu probieren. Warum das Unternehmen Fleisch von Wildtieren kultivieren möchte, schreibt Primeval auf ihrer Webseite: „Heutzutage verzehren wir Rind, Huhn, Fisch und Schweinefleisch nicht, weil es die schmackhaftesten, gesündesten oder nahrhaftesten Tierarten sind, sondern weil sie am einfachsten zu domestizieren sind. Da sich seit der letzten Domestizierung eines Tieres viel getan hat, können wir jetzt mit Hilfe der Technologie entdecken, was jenseits der Domestizierung liegt.“ Nach der behördlichen Genehmigung werden Michelin-Sterne-Restaurants die ersten sein, die eines der Gerichte mit kultivertem Löwen-, Tiger- oder Zebrafleisch des Unternehmens ausprobieren können.

Vergangene Woche veröffentliche das Good Food Institute ihren jährlichen „State of the Industry“-Report zur Entwicklung von pflanzenbasiertem Fleisch, kultiviertem Fleisch, Lebensmittel aus Fermentation und nachhaltigem Seafood. Die „State of the Industry“-Reports enthalten Analysen zu den neuesten Entwicklungen im Bereich alternative Proteine – von technologischen Fortschritten über politische Rahmenbedingungen bis hin zu aktuellen Daten zu Investitionen und Handelsumsätzen.

Der diesjährige Report zeigt, dass Westeuropa der weltweit größte Markt für pflanzenbasiertes Fleisch bleibt: Laut Daten von Euromonitor lag der Umsatz mit pflanzenbasiertem Fleisch im europäischen Einzelhandel im vergangenen Jahr bei 2,3 Milliarden Euro ($2,6 B.) das entspricht einem Wachstum von 19% gegenüber dem Vorjahr und ist deutlich höher als der Umsatzanstieg in Osteuropa um 34 Prozent auf 177 Millionen Euro und in Nordamerika mit 1,9 Milliarden Euro. Der weltweite Umsatz im Einzelhandel mit pflanzlichem Fleisch stieg um 17 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

In Bayern sollen rund 13.000 Tonnen Schlachtabfälle illegal in einer Biogasanlage entsorgt und danach als Dünger auf Feldern eingesetzt worden sein. Allein innerhalb eines Jahres wurden die Abfälle auf einer Fläche von über 300 Hektar ausgefahren. Laut dem BR handelte es sich dabei um Blut, Magen- und Darminhalte sowie sogenannte Flotate, die bei der Abwasserreinigung eines Schlachthofs anfallen. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung können sogenannte tierische Nebenprodukte aus Schlachthöfen Krankheitserreger und antibiotikaresistente Bakterien enthalten, die durch die Verteilung auf den Feldern auf Pflanzen und damit auf Lebensmittel übertragen werden und dadurch potenziell auch für Menschen gefährlich sein können. Ein Großteil der Schlachtabfälle kam von einem Schlachthof in Weißenfels in Sachsen-Anhalt, der zum Fleischkonzern Tönnies gehört. Ob es zu einer Anklage gegen die Biogasanlage kommt, soll in den nächsten Wochen entschieden werden.

Ecuador war das erste Land der Welt, das die Rechte der Natur in der Verfassung verankert hat. Nun hat das Verfassungsgericht Ecuadors festgelegt, dass „wilde Arten und ihre Individuen das Recht haben, nicht gejagt, gefischt, gefangen, gesammelt, extrahiert, gehalten, gehandelt oder getauscht zu werden“ – und alle einen individuellen Wert besitzen. Darüber hinaus stellte das Gericht fest, dass die Rechte eines Wildtiers auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit unabhängig von den Ansprüchen, Absichten oder Wünschen Dritter geschützt werden müssen. Das Urteil hebt nicht nur den rechtlichen Status nichtmenschlicher Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Naturrechte Ecuadors, sondern verlangt auch, dass neue Gesetze zum Schutz der Rechte von Tieren ausgearbeitet werden.  

Die Entscheidung des Gerichts geht auf eine Klage einer Frau zurück, die diese im Namen eines Wolläffchens, das 18 Jahre lang in ihrem Haus gelebt hatte, eingereicht hatte. Die Umweltbehörden hatten die Äffin Estrellita beschlagnahmt, da der „Besitz eines Wildtiers“ nach ecuadorianischem Recht verboten ist, und brachten sie in einen Zoo, wo sie innerhalb eines Monats starb. Das Gericht entschied, dass durch die erzwungene Umsiedlung die Rechte des Tieres verletzt wurden.

In einem offenen Brief an Landwirtschaftsminister Cem Özdemir kritisieren die Organisationen Foodwatch, PETA und 18 weitere die geplante Kennzeichnung der Haltungsbedingungen von tierischen Lebensmitteln. Die Tierhaltungskennzeichnung soll verbindlich Fleisch sowie Transport und Schlachtung umfassen und nach dem Vorbild der 0-1-2-3-Kennzeichnung auf Eiern gestalten werden. „Das Tierhaltungslabel ist ein staatliches Täuschungslabel, wenn den VerbraucherInnen vorgegaukelt wird, sie würden beim Einkauf über Wohl und Wehe der Tiere entscheiden.“, sagte Matthias Wolfschmidt, Tierarzt und internationaler Strategiedirektor von foodwatch. 

Die meisten Nutztiere litten unter vermeidbaren Krankheiten und Schmerzen, und zwar sowohl in konventionellen als auch in Biobetrieben, in kleinen Höfen ebenso wie in Tierfabriken. Ein Label, das alleine die unterschiedlichen Haltungsformen kennzeichnet, könne deshalb niemals eine Lösung für die massiven Tierschutzprobleme sein. Vielmehr brauche es gesetzliche Vorgaben. „Es ist nicht die Aufgabe des Landwirtschaftsministers, der ja auch Minister für Tierschutz ist, Verantwortung für den Tierschutz auf die Kaufentscheidung der Konsument:innen zu übertragen, sondern er ist verpflichtet, für die Umsetzung des Tierschutzgesetzes Sorge zu tragen“, sagte Dr. Claudia Preuß-Ueberschär von der Vereinigung Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft.

Die Musikerin Billie Eilish hat sich zum zweiten Mal mit Nike zusammengetan, um einen neuen veganen „Air Force 1“-Sneaker sowie eine passende vegane Bekleidungslinie, bestehend aus Sweatpants, Hoodie und Oversized T-Shirt, herauszubringen. Die neue Kollektion wird am 24. April auf Eilish’s Website erhältlich sein, bevor sie am 25. April auf der Nike-Website erscheint.

Die Veganerin nutzte kürzlich ihre „Happier Than Ever“ Welttournee, um Millionen von Fans über die ökologischen Vorteile einer veganen Ernährung zu informieren. Unter dem Namen „The Billie Eilish Eco-Village“ wurden Support + Feed – eine intersektionelle vegane Organisation, die von Eilishs Mutter Maggie Baird gegründet wurde – sowie vier lokale gemeinnützige Organisationen vorgestellt, die die Besucher und Besucherinnen der Veranstaltung über Möglichkeiten zur Bekämpfung des Klimawandels aufklärten.. 

In einem kürzlich erschienenen Interview in der ZEIT bezeichnete Virologe Christian Drosten den auf Massentierhaltung basierenden Fleischkonsum als potenzielles Pandemierisiko. Man solle deswegen dringend die Frage stellen, ob eine industrielle Schweinemast oder Geflügelhaltung, wie sie weltweit betrieben wird, gebraucht wird.

Schon im vergangenen Jahr sagte der Virologe im Gespräch mit der ZEIT, dass der steigende Fleischhunger unserer wachsenden Weltbevölkerung ein hohes Risiko für künftige Pandemien darstellt. Auf die Frage, was die Lösung sei, antwortete Drosten: „Ich kann hier nur auf die sehr weit fassende Vorstellung von „One Health“ und „Planetary Health“ verweisen: Je besser es unserer Umwelt geht, desto besser geht es uns.“

Der mehrfache Boxweltmeister Canelo Alvarez ernährt sich zur Vorbereitung auf seinen Boxkampf am 07. Mai in Las Vegas gegen Dmitriy Bivol hauptsächlich vegan. Dem spanischsprachigen Pay-TV-Sportsender Espn Deportes sagte er, dass ihm diese Nahrungsumstellung viele Vorteile gebracht hätte. „Ich fühle mich sehr gut, mein Körper passt sich sehr gut an. Mein Magen fühlt sich sehr gut an. Ich kann es nur empfehlen“, sagte Alvarez in dem Interview.

Laut unabhängigen Ranglisten des Ring Magazines und BoxRec gilt Alvarez derzeit als bester Boxer der Welt. Im Jahr 2018 machte Alvarez kontaminiertes Fleisch für einen positiven Drogentest auf die leistungssteigernde Droge Clenbuterol verantwortlich, was rückwirkend auch von Seiten des World Boxing Councils als plausibel angesehen wurde, da nachfolgende Tests negativ ausfielen.

Nach der Kooperation mit dem Fußballclub Red Bull Leipzig, der nun vegane Stadionbratwurst von Veganz an allen 13 Stadion-Kiosken zum gleichen Preis wie konventionelle Wurst anbietet, verkündete die vegane Lebensmittelmarke kürzlich die Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Eurowings. Ab Mai können sich Passagiere Dank der Kooperation auf Veganz Gummy Bears freuen.

Teil des Nachhaltigkeitskonzeptes der Fluggesellschaft ist außerdem das Angebot weiterer veganer Produkte in ihrem Wings Bistro an Bord. Beispielsweise gibt es von Februar bis März* vegane Gemüsebrötchen mit Veganer Mühlen Salami der Rügenwalder Mühle, Katjes Grün-Ohr Hase Fruchtgummisshare Bio Nussriegel mit Mandeln, Haselnüssen und Schokolade und Eat Real Hummus Chips

*Verfügbarkeit ist abhängig von der Flugroute und des Abflugortes.