Laut der Tierschutzorganisation Tierschutz Austria sind fast 4 Millionen Hühner in Europas größter Hühnerfarm an der ukrainischen Schwarzmeerküste an Hunger und Durst verendet. Abgesehen von dem enormen Tierleid, stellt sich die Frage nach den damit einhergehenden Seuchenherden, der Gefährdung der noch zugänglichen Trinkwasser-Reserven und der Entsorgung von toten Tieren.
Der Krieg in der Ukraine hat bereits mehrere Millionen Menschen zur Flucht gezwungen, weswegen hunderte landwirtschaftliche Betriebe verlassen und Tiere zurückgelassen wurden. Leider ist unklar, was mit den weiteren zig Millionen Legehennen, Rindern und Schafen in der Ukraine geschieht.
Brammibal’s Donuts will nach vier Läden in Berlin nun weiter expandieren und im Zuge dessen zwei weitere Läden mit rein veganem Donut-Angebot in Hamburg eröffnen. Dem Magazin Falstaff verrieten die Gründer Jessica Jeworutzki und Bram von Monfort, dass sie kürzlich die Baugenehmigung für ihre Bäckerei mit angeschlossenem Café in Mitte-Altona erhalten hätten und eine weitere Location in Hamburg in Aussicht steht.
2016 eröffneten die beiden den ersten veganen Donut-Shop Europas in Berlin, mit der Mission die Wahrnehmung von pflanzenbasierter Ernährung positiv zu verändern – one donut at a time. Dabei wird jeder Donut Morgens in ihrer Bäckerei frisch und selbst hergestellt – vom Teig über die Glasuren und Füllungen bis hin zu den Toppings. Ergänzt wird ihr Menü durch den Charity Donut, von dem je 1 € einer gemeinnützigen Organisation zu Gute kommt.
Wirtschaftsminister Robert Habeck prangerte in der Talkshow von Markus Lanz die Doppelmoral der Gesellschaft im Rahmen der Diskussion über russische Energielieferungen und dem Energie-Deal mit Katar an. Als Beispiel dieser Doppelmoral führte er auch den Fleischkonsum an und sagte: „Der Glaube, dass wir […] nur, wenn wir in Ausnahmesituationen nach Katar reisen und Gas kaufen, dann ein Geschäft mit dem Teufel machen, […] [aber] wenn wir unser Hack auf’s Mettbrötchen aufschmieren [sind] wir auf der Seite der Guten. […] Das können nur Leute glauben, die noch nie in einem Schweinestall waren. So ist es nicht. Wir ziehen mit unserem täglichen Leben eine Spur der Verwüstung durch die Erde und wir kümmern uns nicht darum.“
Robert Habeck selbst ist seit 2010 Vegetarier. In einer Dokumentation, in der Habeck durch den Bundestagswahlkampf bis hin zur Präsentation der neuen Ampel-Regierung begleitet wurde, erzählte er (Min 55:57), dass er in seiner Zeit als Minister für Energiewende, Landwirtschaft und Umwelt in Schleswig-Holstein häufig mit seinen Söhnen darüber diskutiert habe, ob die Nutzung und Haltung von Tieren richtig sei. „Warum essen wir eigentlich Tiere? Und wenn man die Frage so stellt, ist sie nicht ganz leicht zu beantworten. Man kann sagen, weil die gut schmecken, oder weil wir das schon immer so machen, oder weil die Bauern die mästen, aber das reicht ja nicht an die Tiefe der Frage ran. Das habe ich dann eine Zeit lang versucht zu verteidigen […], merkte dann aber, dass ich da nicht besonders weit kam. Dann haben erst meine Söhne und dann ich gesagt, dann Essen wir sie jedenfalls nicht mehr.“
Die im Abstand von fünf bis sechs Jahren herausgegebenen Berichte des Weltklimarats (IPCC; Intergovernmental Panel on Climate Change) gelten als Konsensposition innerhalb der klimatologischen Fachwelt, was den Einfluss des Menschen auf das Erdklima betrifft. Nach dem zweiten Teil „Folgen des Klimawandels, Anpassung und Verwundbarkeit„, der Ende Februar erschien und die Auswirkungen des Klimawandels bewertet und Verwundbarkeiten sowie Anpassungskapazitäten und -grenzen natürlicher Systeme und menschlicher Gesellschaften betrachtet, erschien nun am 3. April der dritte und damit letzte Teil „Abmilderung des Klimawandels“ des sechsten ICC-Reports des Weltklimarats (AR6; Sixth Assessment Report).
Der dritte Teil bewertet die Fortschritte bei der Begrenzung von Emissionen und die verfügbaren Minderungsoptionen in Energiesystemen, Städten, Land- und Forstwirtschaft, Landnutzung, Gebäude, Verkehr und Industrie. Außerdem beschäftigt sich der Report mit dem Zusammenhang zwischen Maßnahmen in der nahen und mittleren Zukunft zur Begrenzung der globalen Erwärmung. Dabei bestätigt der Weltklimarat die entscheidende Rolle von zellbasiertem Fleisch und einer pflanzenbetonteren Ernährung bei der notwendigen Senkung der globalen CO2- und Methan-Emissionen.
An der Universität Hamburg ist vergangenen Montag Hamburgs erste rein vegetarisch-vegane Mensa eröffnet worden. Es werden dort täglich drei Gerichte, mindestens eines davon vegan, angeboten.
Auch in den übrigen 13 Mensen, 22 Cafés und Café-Shops, zwei Pizzerien und am Campus Food Truck mit täglich bis zu 20.000 Gästen baue das Studierendenwerk Hamburg den Anteil vegetarischer und veganer Gerichte aus. Der Ausbau des vegetarisch-veganen Angebots sei ein wesentlicher Baustein des Nachhaltigkeitskonzepts des Studierendenwerks.
In einem Youtube-Video mit über 240k Aufrufen kritisiert der Aktivist Robert Marc Lehmann den Rapper Kollegah für die Nutzung und das Reiten von Elefanten in dem Musikvideo des Rapsongs „Memento Mori“, welches Anfang Feburar erschien. Dabei erklärt er, was Elefanten angetan wird, um sie für diese Art der „Nutzung“ gefügig zu machen und appelliert an den Künstler: „Kein Boss der Welt heißt diese Scheiße gut und ich glaube, wenn du das siehst, wirst du dich schämen, dass du auf einem Elefanten gesessen hast. […] Ich bitte dich darum, bitte lass den Quatsch und mach dir Gedanken darüber.“
Mitte Februar hatte er auf seinem Kanal bereits ein Video veröffentlicht, in dem er die Künstlerin Katja Krasavice für die Nutzung von Kaninchen für ihr Musikvideo zu dem Song „Onlyfans“ kritisiert. Katja selbst hatte nach der Kritik aus der breiten Öffentlichkeit in einem Interview mit dem YouTuber Leeroy Matata an ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Rap-Branche appelliert, keine Tiere mehr für Drehs zu verwenden.
Das in San Francisco ansässige Unternehmen Eat Just hat von der Europäischen Kommission die Zulassung für sein in den USA bereits erhältliches veganes Ei auf Mungobohnenbasis erhalten. Diese Entscheidung ebnet den Weg für deren Markteinführung in Europa im vierten Quartal dieses Jahres.
„Ob aus Gründen des Klimawandels, der Gesundheit oder der Verbundenheit mit Tieren – die Nachfrage war groß, ebenso wie das Interesse von Einzelhändlern und Foodservice-Partnern. Ich bin dankbar für die jüngste Genehmigung, die uns die Möglichkeit gibt, noch vor Jahresende mit dem Vertrieb in ganz Europa zu beginnen“, sagte Josh Tetrick, Mitbegründer und CEO von Eat Just, in einer Erklärung.
Eat Just war das erste Unternehmen, das 2020 die behördliche Zulassung für sein kultiviertes Fleisch in Singapur erhalten hat und sagt, dass die europäischen Verbraucher nach mehr veganen Optionen verlangen.
Der FC Bayern-Trainer Julian Nagelsmann ist jetzt Vegetarier. In einer Pressekonferenz sagte er, dass der Hauptbeweggrund für ihn der Tierschutz sei. Er wolle einfach darauf verzichten „Lebewesen zu essen, die Augen haben.“ Das zweite große Thema sei für ihn der Umweltschutz. „Auch der hat mich dazu bewogen, auf Fleisch und Fisch zu verzichten.“ Die ersten Erfahrungen seien für ihn gut. „Ich habe wirklich gar kein Verzichtgefühl. Es ist kein Problem für mich.“ Wir hoffen, dass er sich zukünftig hinsichtlich des Tierschutzes ebenfalls mit weiteren Formen der Tierausbeutung wie der Eier- & Milchproduktion beschäftigt.
Das amerikanische Unternehmen The EVERY Co. hat die Einführung des weltweit ersten veganen Eiklars bekannt gegeben. Das Eiklar wird durch Präzisionsfermentation mit einer bioidenten Formulierung hergestellt, sodass es exakt dieselben Eigenschaften wie Hühner-Eiklar aufweist (und auch nicht für Menschen mit Ei-Allergien geeignet ist). EVERY™️ hat sich mit dem französischen Macaron-Hersteller Chantal Guillon zusammengetan, um tierfreie Macarons, die mit EVERY EggWhite hergestellt werden, zu verkaufen.
Mehrere Männer zerren ein Elefantenbaby von seiner Mutter weg, binden es an den Beinen und am Hals eng an eine Konstruktion aus Holzstämmen. Das Tier windet sich, es schlägt mit dem Rüssel um sich. Dann legt es sich erschöpft auf den Boden, und die Männer beginnen, mit Nägeln auf seine Ohren einzustechen.
Nachdem vor einigen Wochen dieses brutale Video viral gegangen war, hat ein Gericht in Bangladesch die Zähmung mit der sogenannten Hadani-Zähmungsmethode verboten. Entsprechende Techniken werden laut dem Tierschutzbund besonders in Asien angewandt, um sogenannte Arbeitselefanten, Tempelelefanten oder Elefanten, die als Touristenattraktion ausgebeutet werden, zu zähmen. Allerdings mussten auch Zirkuselefanten in Europa solche Erfahrungen erleiden.
Nachdem der VfL Wolfsburg bekannt gegeben hat, anstatt Kuhmilch Haferdrink von Oatly anzubieten und zuvor Red Bull Leipzig verkündete, nun auch vegane Stadionwurst von Veganz in allen Stadion-Kiosken zum gleichen Preis wie tierische Wurst zu verkaufen, zieht nun auch der Fußballverein SV Darmstadt 98 nach, in dem er im Merck-Stadion am Böllenfalltor vegane Bockwürstchen ihres neuen Sponsors VANTASTIC FOODS anbietet.
Der vegane Eissalon Die Eisperle wurde von 1000things zur besten Eisdiele in ganz Österreich im Jahr 2022 ausgezeichnet und zeigt damit, dass veganes Eis nicht nur mit konventionellem Eis mithalten, sondern sogar die Nummer 1 sein kann. 1000things ist die größte Inspirationsplattform Österreichs mit einer monatlichen Reichweite von über 3,1 Millionen Kontakten.
Die Gründerin Mariane Leyacker lebt selbst seit über 15 Jahren vegan und nahm aufgrund des fehlenden Angebotes in Graz die Sache selbst in die Hand. Nach ihrem Abschluss der Eisfachschule tüftelte sie zwei Jahre lang in ihrer Garage an den Eiskreationen.
Die vegane Kraftdreikämpferin und zweifache britische Meisterin Sophia Ellis schrieb letzten Monat bei den British Women’s Classic Championships in Lochgelly, Schottland, Geschichte, als sie in der offenen Klasse bis 76 kg antrat und dabei sechs Rekorde brach. Die Athletin ist mehrfache britische, englische und Commonwealth-Meisterin sowie Rekordhalterin. Außerdem wurde sie 2021 Zweite bei den EPF European Classic Powerlifting Championships.
„Solange ich mich ausreichend und ausgewogen ernähre, erhole ich mich viel schneller und fühle mich bei den Trainingseinheiten viel energiegeladener“, sagte sie zu Plant Based News. „Es ist wichtig, dass die Menschen erkennen, dass die Lebensmittel, die man isst, einen großen Unterschied machen – man kann sich vegan ernähren, aber wenn man sich einschränkt oder nicht genug nährstoffreiche Lebensmittel isst, wird man nicht alle Vorteile des Veganismus nutzen können. […] Ich bin jetzt seit 10 Jahren Veganerin und seit vier Jahren Powerlifterin. Es ist großartig, dass ich weiterhin Missverständnisse über diesen Lebensstil ausräumen kann und den Leuten zeigen kann, dass man stark UND vegan sein kann.“
Laut vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) sank der Pro-Kopf-Fleischverzehr 2021 im Vergleich zu 2020 auf 55 Kilogramm und damit auf ein neues Rekordtief seit Berechnung des Verzehrs 1989. Das BZL gibt als mögliche Gründe für den sinkenden Fleischverzehr die Tendenzen zu einer pflanzenbasierten Ernährung sowie den pandemiebedingten geringeren Außer-Haus-Verzehr in Gastronomie, in Kantinen oder auf Veranstaltungen an.
Der abnehmende Verzehr wurde, wie bereits im Jahr zuvor, von einem Importrückgang von -6,8 Prozent von Fleisch, Fleischwaren und Konserven aus Schweinen, Rindern und Kälbern begleitet. Die Einfuhr von Geflügelfleisch blieb allerdings nahezu konstant. Außerdem wurden weniger lebende Tiere ex- und importiert: der Import aller Tierarten sank um fast ein Fünftel (19,6 Prozent), der Export verringerte sich um ein Prozent. Im Vergleich zu 2020 wurde 2,4 Prozent weniger Schweinefleisch und 1,6 Prozent weniger Rind-, Kalb- sowie Geflügelfleisch „produziert“.
Die Deutsche Umwelthilfe forderte in einer Pressemitteilung angesichts des Kriegs in der Ukraine, die Tierzahl in der hiesigen Massentierhaltung in den kommenden Jahren um mindestens ein Drittel zu reduzieren, um die kriegsbedingt ausbleibenden Getreide- und Speiseöllieferungen in die EU für Tierfutter auszugleichen. Zudem bezeichnete die Organisation die industrielle Landwirtschaft aufgrund der Abhängigkeit von Dünge- und Futtermittel aus dem Ausland als extrem krisenanfällig.
„Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Der Krieg in der Ukraine zeigt wie durch ein Brennglas, wie krisenanfällig industrielle Landwirtschaft ist. In der Massentierhaltung werden enorme Mengen an Agrarrohstoffen und Ölsaaten von Weizen bis Soja verfüttert. Wer dauerhaft bezahlbare Lebensmittel will, muss unabhängiger werden von immer teurer werdenden Importen. Das gelingt durch eine beschleunigte Reduzierung der Tierzahlen. Auch bei Düngemitteln ist die konventionelle Landwirtschaft abhängig von synthetischen Düngemitteln aus Russland. Diese Düngemittel tragen außerdem zur Klimakrise bei, weil sie ganz überwiegend mit Erdgas und anderen fossilen Energien erzeugt werden müssen.“
Eine neue Studie untersuchte die Gefühlswelt von Schweinen und kommt zu dem Ergebnis, dass Schweine mit einem breiten Spektrum an Emotionen auf unterschiedliche Arten von Musik reagieren. Das Forschungsteam beobachtete sechs Würfe von 10 bis 12 jungen Schweinen, die 16 unterschiedliche Musikstücke über einen Lautsprecher hörten. Konsonante Musik löste bei den Schweinen positive Emotionen aus, während dissonante Musik negative Emotionen hervorrief. Veranlasst wurde die Studie allerdings nicht, um die Empfindsamkeit von Schweinen zu unterstreichen. Das Autorenteam schrieb in ihrem Fazit, dass die Ergebnisse ein Beleg für den Einsatz von Musik als potenzielle Methode zur Steigerung des Tierwohls in der sogenannten Nutztierhaltung seien.
Der Fußballverein VfL Wolfsburg wird kuhmilchfrei, um ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit zu setzen. Den Mitarbeitenden, dem Team sowie beim Catering am Spieltag, in der Playce 97 und der Playce Lounge wird ab April nur noch der Haferdrink von Oatly anstelle von Kuhmilch angeboten – und das zum selben Preis wie zuvor Kuhmilch.
Der Oatly-Geschäftsführer Helge Weitz sagte über die Zusammenarbeit: „Gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg wollen wir Sichtbarkeit für nachhaltige Ernährung schaffen. Wir sind begeistert, dass der Verein sich dazu entschieden hat, nicht nur die Stadien, sondern auch die Mannschaften milchfrei zu machen, das setzt ein wichtiges Zeichen in die Welt des Fußballs und für die breite Öffentlichkeit. Es macht uns besonders stolz, dass sich ein Bundesligist zu einer klimafreundlicheren Ernährung ohne Kuhmilch bekennt.“
Das FoodTech-Startup BioBetter Ltd. gab bekannt, dass sie eine neue Alternative zur Erzeugung von Wachstumsfaktoren für die Produktion von Zellkulturfleisch nutzen. Das Team verwendet hierbei Tabakpflanzen und kann dadurch die Kosten für die Produktion von zellbasiertem Fleisch erheblich senken und somit dessen Verbreitung fördern.
Ohne Wachstumsfaktoren als Nährmedium können sich die Zellen des kultivierten Fleisches nicht vermehren. Derzeit sind solche Medien aufgrund der Komplexität der Herstellung und Reinigung kostspielig. Die Verwendung der Tabakpflanze “Nicotiana tabacum” hingegen ist reichlich vorhanden, kann bis zu vier Wachstumszyklen pro Jahr erreichen und das ganze Jahr über geerntet werden. Die neue Technologie zur Proteinextraktion und -reinigung des Start-ups ermöglicht die Nutzung der gesamten Pflanze und eine Produktion im großem Maßstab.