Sollte ich vegane Produkte von Firmen kaufen, die auch tierische Produkte herstellen? Vielleicht sogar ursprünglich für ihre tierischen Produkte bekannt sind? Diese Frage stelle ich mir häufig – zuletzt, als ich eine Packung veganen Lachsschinken in der Hand hatte. Normalerweise würde ich die Marke an dieser Stelle nicht nennen… ich muss es aber, um meinen Punkt zu machen. Die Lachsschinken-Alternative von Gutfried hat es mir einfach angetan. 

Es mag sein, dass es an großer Nostalgie liegt: Wie viele andere bin ich nicht in eine vegetarische oder vegane Familie mit entsprechenden Essgewohnheiten hineingeboren. Im nördlichen Bayern ist es bis heute normal, fleischlastig zu essen. So war es auch bei uns. Lachsschinken lag oft auf dem Tisch, wenn wir mit der Familie frühstückten.

Unter diesem Aspekt allein ist es nicht verwunderlich, dass ich den veganen Lachsschinken nach über 10 Jahren fleischloser Ernährung enthusiastisch begrüße. Vor allem, weil sich Konsistenz und Geschmack kaum von meiner Erinnerung an den “real deal” unterscheiden. 

Ein ungutes Gefühl

Und doch begleitet jeden Einkauf der Packung ein leicht komisches Gefühl, wenn mir auffällt, dass Gutfried für ihre vegane Produktlinie sogar ihr Logo ändern musste. Den weißen Schriftzug auf rotem Grund begleitet nämlich eigentlich die Silhouette eines Hahns – für die fleischlose Produktlinie ziert die Packungen stattdessen eine V-förmige Pflanze, die ans Vegan-Label erinnert.

Das ursprüngliche Gutfried-Logo ist nur eines von vielen romantisierenden Beispielen in der Werbung für tierische Produkte: Es reiht sich – etwas abstrakter zwar, aber dennoch – ein, in die Abbildungen unversehrter Tiere auf tierischen Produkten. Zum Beispiel von glücklichen Kühen auf der malerischen Weide, die in nahezu jeder Werbung für Milchprodukte zu finden sind – mit der Realität aber kaum weniger zu tun haben könnten. Kurzum: Das abstrakte Hahn-Logo und das romantisierte Foto der Kuh, beides sind im Grunde Verschleierungstaktiken für das, was diese Firmen tagtäglich massenhaft tun oder tun lassen: Das Nutzen, Verletzen und Töten von Tieren.

Das mulmige Gefühl im Bauch, das ich habe, wenn ich dann also die veganen Produkte solcher Firmen kaufe, das stammt genau daher. Ich bin mir bewusst, dass das Geld, mit dem ich die veganen Produkte kaufe, im Endeffekt bei einer Firma ankommt, die in ihren Handlungen mit einer veganen Lebensweise und Ethik wenig am Hut haben. Zurecht gibt es deshalb nicht wenige Veganer*innen, die diese Produkte nicht kaufen würden. 

Warum landet der vegane Lachsschinken dann aber trotzdem regelmäßig in meinem Einkaufswagen?

Das tut er, weil ich am Ende eben doch mehr Argumente finde, die dafür sprechen, diese nicht-veganen Firmen zu unterstützen. Und dass mir die Produkte auch einfach sehr gut schmecken ist da tatsächlich der kleinste Grund. 

Der Mere-Exposure Effekt: Veganismus normalisieren

Marken haben eine enorme Wirkkraft. Das ist ja erstmal nichts Neues. Nicht umsonst haben sich erst kürzlich die Gerüchte zum Plantbased Nutella rasend schnell verbreitet.

Jedes Mal, wenn ich davon erfahre, dass eine weitere, lang etablierte Marke den Schritt geht, ein veganes Produkt in die Supermärkte zu bringen, freue ich mich unheimlich. Denn das bedeutet, dass die Werbeflächen der Supermärkte – die Supermarktregale – künftig mit noch einem Produkt mehr ausgestattet sein werden, welches auf die Existenz dieser Alternativen hinweisen. An allen Ecken und Enden werden Menschen immer wieder erinnert: Hier, guck mal, mich gibts auch pflanzenbasiert, oder vegetarisch, oder vegan. Dabei geht es mir nicht mal um den wirklichen Anteil am Absatz, den vegane Produkte im Endeffekt generieren, sondern es geht um die Wirkkraft, die die bloße Existenz dieser Produkte schon innehat: Jedes einzelne von ihnen hilft dabei, dem Veganismus eine alltägliche Bühne zu geben – und ihn damit zu normalisieren.

Unser Ruf eilt uns voraus

Und das haben wir und die veganen Produkte auch nötig. Eine Studie belegte erst kürzlich, was ich auch schon ganz lang vermute: Das Label “vegan” ist – gelinde gesagt – unbeliebt.

Wenn man mich fragt, kann man sogar so weit gehen zu sagen: Ja, „vegan“ hat ein Image-Problem. Denn bevor man überhaupt über das „Warum“ und das „Wie“ des Veganismus reden kann, gehen bei zu vielen Menschen schon bei bloßer Erwähnung des Begriffs “vegan” die Alarmglocken an. Vorurteile lassen Grüßen – und blockieren gleichzeitig oft das Gespräch.

Nun haben wir mit der Omnipräsenz der veganen Kennzeichnungen im Supermarkt, so klein oder groß sie im Einzelfall auch sein mag, aber einen großen Vorteil: Sie helfen dabei, den Veganismus zu normalisieren.  Der Begriff “Mere-Exposure-Effekt” beschreibt das Phänomen, dass sich Dinge für die menschliche Psyche umso mehr normalisieren, je öfter man sie sieht. Heißt also angewandt auf den Veganismus: Je mehr Produkte es in den Regalen gibt, die pflanzenbasiert sind, desto normaler werden sie. Desto weniger sind sie “das Andere”, das Unbekannte. Das, was gar nicht schmecken kann. Vor allem wenn es Produkte von Marken sind, die einen hohen Wiedererkennungswert haben und bei vielen Deutschen große Beliebtheit genießen.

Messbarer Wandel: Der Euro bewirkt etwas 

Und was für mich ebenfalls für einen Kauf dieser Produkte spricht: Die schon jetzt messbare Veränderung bei den Firmen selbst. Noch 2016 berichtete Merkur.de: Bei der Rügenwalder Mühle seien zwar erste vegane und vegetarische Produkte in Produktion, es wurde aber noch kein Fleischgericht dafür vom Markt genommen. Konkret schrieben sie: “Der Umsatz durch ’normale‘ Wurstprodukte sei weitgehend stabil geblieben, eine langfristige Abkehr von Fleischprodukten sei nicht abzusehen.” 

Nun sieht das 2024 aber schon ganz schön anders aus: Erst kürzlich wurde verkündet, dass der Schinkenspicker, eines der Aushängeschilder der Rügenwalder Mühle, künftig nur noch vegan produziert wird. Ein riesiger Wandel! 

Schon im Geschäftsjahr 2021 machte Rügenwalder Mühle erstmals mehr Umsatz mit Fleischersatzprodukten als mit klassischer Wurst. Heute entfallen laut Unternehmensangaben insgesamt 60 Prozent des Umsatzes auf fleischlose Produkte. Sogar die Tatsache, dass die Führungsriege bei Rügenwalder Mühle sich die Frage gestellt hat, ob sich Fleischprodukte für sie irgendwann überhaupt noch lohnen werden – und ob die Produktion deshalb irgendwann komplett eingestellt wird – wurde öffentlich kommuniziert. 

Ich sehe da großes Potenzial. Im Endeffekt ist es akut nämlich erstmal egal, weshalb am Ende weniger Tiere leiden und sterben: Ob aus wirtschaftlichem Interesse oder tatsächlicher ethischer Überzeugung. Unterm Strich leiden kurzfristig weniger fühlende Lebewesen. Langfristig sieht das natürlich anders aus. Was passiert, wenn sich das Konsumverhalten doch wieder ändert, und doch wieder mehr Menschen Fleisch kaufen wollen? Eben weil ethisch nicht ordentlich kommuniziert und aufgeklärt wurde, welche Beweggründe der Veganismus eigentlich hat? 

Und wie funktioniert das langfristig?

An diesem Punkt, sollte er denn eintreffen, greift dann hoffentlich die Ernte des langfristigen Mere-Exposure-Effekts: Der Veganismus ist bis dorthin hoffentlich so entmystifiziert und stattdessen normalisiert, dass sich sowieso schon mehr Menschen dafür geöffnet haben, sich mit seinen ethischen Beweggründen auseinanderzusetzen. Und hoffentlich haben sie diese dann auch für konsequent nachvollziehbar befunden – und für sich selbst umgesetzt. So dass das Szenario, dass die Firmen aus purem wirtschaftlichem Interesse wieder auf Fleischproduktion umstellen, erst gar nicht eintreten kann.

Böse Zungen mögen mir hier Naivität vorwerfen – wie es sich wirklich entwickelt, kann aber so oder so nur die Zeit zeigen. Und in der Zwischenzeit kaufe ich weiterhin, bedacht, den veganen Lachsschinken vom Geflügelproduzenten. 

Jetzt interessiert mich aber ganz brennend: Wie seht ihr das? Ich freu mich, wenn ihr eure Gedanken mit mir teilt – gerne in den Kommentaren bei Instagram, in den Privatnachrichten oder per Mail. 

Ein Gericht in Bangladesch hat entschieden, dass das Einfangen und Domestizieren wilder Elefanten dort ab sofort verboten sein soll. Schon 2022 wurde in Bangladesch die besonders qualvolle “Hadani-Zähmungsmethode”, bei der Elefanten unter anderem mit Nägeln in ihre Ohren gestochen wird, verboten. 

Generell gibt es in Bangladesch nur noch ca. 200 wilde Elefanten. Sie gelten damit als sehr gefährdet. Die geringe Zahl der wilden Elefanten liegt einerseits an Wilderei und andererseits an schwindendem Wohnraum. Die Elefantenforscherin Jenny Pastorini erzählt gegenüber dem SRF: “Das Problem in Bangladesch ist, es ist so dicht bevölkert, das ist unglaublich. Es ist ein Wunder, dass es überhaupt noch Elefanten hat.” Ungefähr 100 Elefanten würden in Bangladesch in Gefangenschaft leben. Was mit diesen Elefanten geschehen soll, ist aktuell noch unklar. 

Lokale Tierschutzorganisationen feiern den Gerichtsentscheid als “historisch” – wenn auch längst überflüssig. In nahezu allen anderen asiatischen Ländern sei das Einfangen wilder Elefanten längst illegal.

Ein Gericht der dänischen Stadt Hjorring entschied am 8. Februar 2024, dass Veganer*innen gemäß Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention (“Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit”) in Verbindung mit Artikel 14 (“Diskriminierungsverbot”) vor Benachteiligung geschützt werden müssen. 

Der konkrete Fall drehte sich um eine vegan-lebende dänische Familie: Der Kindergarten und die verantwortliche Gemeinde hatten sich geweigert, veganes Essen für ein junges Mädchen zu stellen. Gleichzeitig durften die Eltern der Tochter auch kein veganes Mittagessen mitgeben. Sie wendeten sich an die Vegetarische Gesellschaft Dänemark, welche für die Familie vor Gericht zog. 

Das Gericht bewertete den Fall als Diskriminierung und stellte klar, dass Veganer*innen nicht „schlechter behandelt werden [dürfen] als Menschen ohne vegane Überzeugungen, die sich in einer ähnlichen oder vergleichbaren Situation befinden“. Die Gerichtskosten muss die betroffene Gemeinde zahlen, die Familie erhält 1500 Euro Schadensersatz. Die Vegetarische Gesellschaft Dänemark feiert den Beschluss als “Meilenstein” und hofft, dass er anderen europäischen Veganer*innen Mut machen kann, sollten sie in ähnlichen Situationen stecken. Der Fall war der erste seiner Art in Dänemark.

Vom Lebenshof bis hin zum Start-Up und vom Kochen bis hin zum Gesang: Überall finden sich bereits unzählige Menschen, die den deutschsprachigen Veganismus entscheidend mitbewegen. Es wird Zeit, dass wir ihre Geschichten erzählen – und das tun wir ab jetzt regelmäßig im neuen Format Plantbased Personalities!

Den Anfang macht Philipp Stahr – ehemaliger Bundesliga-Hockeyspieler und Mitgründer von Wholey. Nach viralen Smoothie-Bowls und den Anfängen in der Gastronomie erobert Wholey heute nach und nach das Frühstücksregal in den Supermärkten und der Drogerie. Die Mission: Gesundes Frühstück für alle. In der Konsequenz sind alle Produkte vegan, bio und möglichst zuckerarm. Im Interview erzählt uns Philipp unter anderem was er als Kind eigentlich werden wollte – und was ihn heute dazu motiviert, mit veganen Produkten den Markt aufzumischen.

VeganNews: Hi Philipp, Schön, dass du Zeit für uns gefunden hast. Lass uns mit etwas Persönlichem starten: Bist du eher ein Morgenmensch oder eine Nachteule? Und was darf bei deinem perfekten Frühstück auf keinen Fall fehlen?

Philipp Stahr: Früher war ich definitiv eine Nachteule, was auch daran lag, dass wir unter der Woche teilweise drei- bis viermal bis 22:00 Uhr Training hatten. Die Unizeit hat es auch eher zugelassen, wenn man die ersten Stunden des Tages ruhiger angegangen ist. Mittlerweile bin ich jedoch eher ein Morgenmensch. Dafür sind in erster Linie meine Kinder verantwortlich, die spätestens um 6:30 Uhr Action haben wollen.

VeganNews: Wie wir wissen, bist du mittlerweile erfolgreicher Gründer und Geschäftsführer von Wholey. Was wolltest du denn eigentlich als Kind werden? Spielten Bowls damals schon eine große Rolle?

Philipp Stahr: Von Cowboy bis hin zu Pirat, Polizist und Superheld war vieles dabei. Etwas später wollte ich dann Fußballmanager werden. Tatsächlich wusste ich aber sehr lange nicht, was ich eigentlich wirklich machen möchte und was mich erfüllt. Mittlerweile bin ich jedoch super happy in meinem Job in der Lebensmittelbranche und kann mir die Bowls nicht mehr aus meinem Leben wegdenken.

VeganNews: Wholey hat sich mittlerweile weit über die vegane Szene hinaus einen Namen gemacht. Wenn wir aber erstmal Back to the Roots gehen: Gab es einen ‚Aha‘-Moment, der dich zur Gründung von Wholey motiviert hat?

Philipp Stahr: Der „Aha-Moment“, dass etwas in der Lebensmittelindustrie schiefläuft, kam mit der zunehmenden Beschäftigung mit dem Thema Ernährung. Als Leistungssportler wird man zwangsläufig zu einem halben Ernährungsexperten, und dabei wurden mir die Augen dafür geöffnet, dass nur ein Bruchteil der Anbieter und Produzenten von Lebensmitteln die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten sowie das Wohl des Planeten an erste Stelle setzen. Bei der Vermarktung der Produkte zeigen sie oft keine Skrupel, und die fehlende Kenntnis sowie die Naivität der Konsumentinnen und Konsumenten werden viel zu oft ausgenutzt. Irgendwann beschlossen mein Bruder, zwei Freunde und ich, dass wir es besser machen können und dass die Branche dringend neue Akteure auf dem Markt braucht.

VeganNews: Nachhaltigkeit, Ethik, Veganismus – das sind nicht nur Geschäftsprinzipien für dich. Wie verbindest du diese Werte mit deinem Leben innerhalb und außerhalb von Wholey? Gibt es Hobbies oder Leidenschaften, die dir helfen, diese Balance zu halten?

Philipp Stahr: Seit dem ersten Tag leben wir bei Wholey nach sehr klaren Prinzipien und Werten, die ich zu 100% teile und von denen ich weiß, dass sie auch unsere Mitarbeiter täglich motivieren. Hier verbinden sich ganz natürlich die beiden Bereiche, und es fühlt sich gut an, dass man mit seinen eigenen Ressourcen und Fähigkeiten nicht nur sein eigenes Wohl optimiert, sondern auch einen Mehrwert für die Gesellschaft und den Planeten schaffen kann. Meine Familie ist aktuell mein größtes und zeitintensivstes Hobby neben Wholey, und besonders den Kleinen möchte ich schließlich eine lebenswerte Zukunft hinterlassen.

VeganNews: Euer Team hat Online-Marketing ziemlich früh verstanden. Fast 400.000 Follower bei TikTok sprechen für sich – und die Kooperation mit den mittlerweile international bekannten Elevator Boys sticht da nochmal mehr ins Auge. Warum habt ihr die Elevator Boys als Gesichter von Wholey ausgewählt und wie kam die eigene Cereal Sorte zustande?

Philipp Stahr: Wir haben uns eher zufällig kennengelernt, als wir gerade am Anfang der Entwicklung unserer eigenen Cerealien-Reihe standen. Als die Jungs davon erfuhren, waren sie sofort Feuer und Flamme, und nachdem wir uns schnell sehr sympathisch fanden, kam der Gedanke auf, dass wir doch eine Sorte gemeinsam auf den Markt bringen könnten. Der Hauptgrund für die Zusammenarbeit war die enorme Motivation der Jungs und die persönliche Überzeugung, die dahinterstand.

VeganNews: Kreativität spielt in eurer knalligen Bildsprache und in der Entwicklung neuer Produkte eine große Rolle. Welche Dinge inspirieren dich persönlich?

Philipp Stahr: Mich fasziniert die Kraft kreativer Ideen. Hierin sehe ich tatsächlich auch den großen Vorteil, den wir mit Wholey gegenüber den Giganten der Branche haben. Mit Wholey wollen wir nicht nur bessere Produkte auf den Markt bringen, sondern auch ein positives Lebensgefühl vermitteln. Ernährung soll schließlich auch Spaß machen, und genau das möchten wir mit Wholey ausstrahlen. Daher auch unser Slogan: „Good Food. Good Mood.“

VeganNews: Wenn du ein Wholey-Produkt wärst, welches wärst du und warum?

Philipp Stahr: Ich wäre vermutlich unsere Nuss-Nougat-Creme „Wholey Sh!t“. Ich hatte den Namen damals durchgesetzt, weil ich Menschen gerne zum Lachen bringe und Ironie sowie Sarkasmus fließend beherrsche. Man muss das Leben hier und da auch mal mit einem Augenzwinkern betrachten und sollte sich selbst nie zu ernst nehmen.

VeganNews: Schauen wir in die Zukunft: Wo siehst du Wholey in fünf Jahren?

Philipp Stahr: Als bekannte Marke, die für Freude, Geschmack und Qualität steht, die im Großteil der Supermarktregale Europas zu finden sein wird und die ein fester Bestandteil der Frühstücksgewohnheiten geworden ist.

VeganNews: Zum Ende noch deine Empfehlung an unsere Community: Film, Musik, Restaurant oder Urlaubsziel – was hat dich in letzter Zeit begeistert?

Philipp Stahr: Mich begeistern alle Formen von Roadtrips: Ohne große Pläne einfach losfahren und ein wenig die Welt erkunden. So haben wir letztens super viele schöne Orte in Italien entdeckt, zum Beispiel Lucca, Bassano del Grappa oder Montalcino.

Engagierter Journalismus braucht Finanzierung. Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Wholey entstanden.

Ähnliche Fälle gab es weltweit – und auch auf EU-Ebene häufiger. Wir berichteten zuletzt über den gerichtlichen Streit zwischen Oatly und der britischen Milchindustrie. Für vegane Fischalternativen ist es jedoch der erste konkrete Fall auf EU-Ebene. 

Konkret ging es bei der Klage um das Produkt “Revo™ Salmon – 100% Plant-Based with Pea Protein“. Es ist ein Lachs-Alternativprodukt, das über ein spezielles 3D-Druckverfahren hergestellt wird. Das Magistrat der Stadt Wien erhebte den Vorwurf: Das Produkt könne trotz großflächiger Kennzeichnung als “Vegan – Plant-based” und “100% Pflanzenbasiert mit Erbsenprotein” Konsument*innen täuschen. 

Dieser Vorwurf wurde nicht nur von Revo Foods direkt, sondern nun auch von einem Wiener Verwaltungsgericht abgewiesen. Dies kann als Erfolg für die gesamte vegane Alternativprodukt-Branche gewertet werden. 

Dr. Robin Simsa, CEO von Revo Foods, äußerte sich zum Thema: 

„Unsere Verpackungen deklarieren, dass ausschließlich 100 % pflanzenbasierte Inhaltsstoffe verwendet werden, und kennzeichnen die Produkte deutlich als vegan ohne tierische Inhaltsstoffe. Ein Vorwurf der Täuschung ist aus unserer Sicht daher nicht gerechtfertigt. Es ist unser Ziel, Konsument:innen, die bewusst nach Alternativprodukten suchen, durch die Nennung des entsprechenden tierischen Äquivalents eine geschmackliche Orientierung zu bieten, um den Geschmack des Alternativproduktes klar zu vermitteln.“ 

Dr. Robin Simsa, CEO von Revo Foods

Revo Foods fordert Anpassung EU-weiter Richtlinien

In der zugehörigen Pressemitteilung stellen Revo Foods fest, dass es bezüglich der Produktbezeichnungen auf europäischer und nationaler Ebene “vermehrt Vorstöße von Lobby-Verbänden der Fleischindustrie [gibt], welche unter dem Vorwand des Konsumenten-Schutzen das weitere Wachstum von nachhaltigen Alternativen behindern wollen”. Deshalb würden viele europäische Start-Ups eine Anpassung der EU-weit gültigen Regelungen fordern, “sodass diese nicht nur den Interessen der Betreiber von Massentierhaltungsbetrieben oder industrieller Aquakultur entsprechen, sondern auch nachhaltigen, pflanzenbasierten Produkten einen fairen Wettbewerb ermöglichen.” 

Erzwungene Produktnamens-Änderungen, die durch solche Klagen erreicht werden sollen, würden “signifikante Kosten” für die betroffenen Unternehmen verursachen. Unter anderem müssten Verpackungen neu-produziert – und alte entsorgt werden, was zu einem hohem, vermeidbarem Müllaufkommen führe. Außerdem führe ein Bezeichnungswechsel zu Verwirrung unter jenen Konsument*innen, die genau nach solchen veganen Alternativprodukten suchen würden. 

Scheuermilch, Leberkäse und Hamburger: Wo die Kennzeichnungspflicht offensichtlich nicht greift 

Für vegane Alternativen zu Kuhmilchprodukten greift seit 2017 auf EU-Ebene eine Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung, die besagt, dass “Milch” immer „aus Eutern“ kommen müsse. Für andere Produktkategorien gelten derart strenge Kennzeichnungspflichten allerdings nicht. Egal ob beim “Hot Dog”, dem “Leberkäse” oder dem “Hamburger” – es sind weder Hunde, noch Leber, Käse oder Schinken im Spiel. Die Kennzeichnung ist dennoch erlaubt. Und auch in der Kategorie der Putzmittel steht nach wie vor die Scheuermilch.

Im Zuge dessen wirft Revo Foods den Gesetzgebern Wettbewerbsverzerrung vor – und Einseitigkeit, vor allem, wenn es um den “European Green Deal” geht, mit dem Europa sich eigentlich einem verstärktem Umweltschutz verschrieben hat: 

„Es scheint, als würden diese Namens-Regelungen vorrangig vegane Produkte treffen (etwa Haferdrink). Aus unserer Sicht ist hier jedoch eine klare Einseitigkeit bzw. Wettbewerbsverzerrung erkennbar. Fleisch und Fisch-Betriebe werden durch die öffentliche Hand stark gefördert, etwa durch geringere Umsatz-Steuersätze oder einen Großteil der EU-Agrarförderungen. Jedoch ist Fleisch mit Abstand der größte Klima-Treiber in der Lebensmittel-Produktion. Entspricht dieses Vorgehen dem „European Green Deal“, mit welchem Europa mehr Umweltschutz fördern will? Wir denken nicht!“

Dr. Robin Simsa | CEO Revo Foods GmbH

Revo Foods als Pioniere in der Lebensmitteltechnologie: Lachs aus dem 3D-Drucker

Das Wiener Startup Revo Foods entwickelt seit 2020 neue pflanzliche Fisch-Alternativen mit der Hilfe von 3D Druck Technologie. Das Startup brachte im September 2023 mit „THE FILET“, einem Pilz-basiertem Lachsfilet, das weltweit erste 3D gedruckte Lebensmittel in den Supermarkt, und arbeitet momentan an der Hochskalierung der Produktionstechnologie. Mit einem starken Fokus auf Umweltschutz und Innovation strebt Revo Foods danach, die Lebensmittelindustrie nachhaltig zu revolutionieren.

Das Thema Leder kommt schnell auf, wenn man sich für einen veganen Lebensstil interessiert. Wer sich vornimmt, künftig kein tierisches Leder mehr kaufen zu wollen, steht unweigerlich vor der Frage: Wo in meinem Alltag nutze ich gerade Leder – und gibt es Alternativen? Gibt es veganes Leder?

Die Antwort auf diese Frage lautet ganz klar: Ja! Und es gibt sogar zahlreiche Optionen. Egal ob bei Schuhen, Accessoires, bei Handy-Hüllen oder sogar bei der Innenausstattung von Autos: Veganes Leder ist längst im Einsatz. Heute werfen wir gemeinsam mit avesu einen Blick auf die aktuelle Landschaft der Leder-Alternativen, vom klassischen Kunstleder bis hin zu vollständig pflanzenbasierten Optionen. Um es greifbarer zu machen, schauen wir uns vegane Lederalternativen für Schuhe an. Und wir klären das Vorurteil, dass eine Entscheidung gegen Tierleder auch immer eine Entscheidung für Plastik bedeutet.

1. Kunstleder – Der viel-kritisierte Klassiker

Kunstleder, auch Faux-Leder genannt, wird aus synthetischen Mikrofasern hergestellt. Diese bestehen in der Regel aus einem Mix aus Stoffen wie Polyurethan, Polyester, Nylon und Baumwolle. Es kann damit sowohl glattes Leder als auch Wildleder imitiert werden. Der große Vorteil: Diese Lederalternative ist wetterfest, robust und atmungsaktiv und lässt sich zudem leicht reinigen und pflegen. 

Ein Nachteil ist, dass Kunstleder erdölbasiert ist – das ist allerdings auch gleichzeitig das Material, das den Schuhen ihre Langlebigkeit verleiht. Idealerweise kommen hier recycelte Kunststoffe zum Einsatz, um den ökologischen Fußabdruck des Materials zu reduzieren. Dennoch bleibt dieser Punkt ein großer Kritikpunkt für Menschen, die viel Wert auf Nachhaltigkeit legen. Als Alternativen dienen hier die nächsten beiden Kategorien.

2. Bio-basiertes Leder – Der pflanzenbasierte Hybrid

Bio-basierte Lederalternativen bestehen zu einem großen Anteil aus pflanzlichen Stoffen, gemischt mit Kunststoffen. Durch die Integration von pflanzlichen Materialien kann der Anteil der synthetischen Materialien am veganen Leder zwar noch nicht vollständig ersetzt, aber deutlich verringert werden. In dieser Kategorie gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen Optionen:

Zur Herstellung der bio-basierten Lederalternativen werden Pflanzenfasern, die zum Beispiel als Fruchtreste bei der Saftproduktion übrig bleiben, pulverisiert. Anschließend werden sie mit Synthetikfasern wie Polyester und Polyurethan, sowie mit Baumwollfasern zu einem leder-artigen Material verarbeitet. Um den Schuh langlebig und wasserfest zu machen, werden sie noch mit einer Polyurethan-Schicht ummantelt. 

Die Apfel-Lederalternative AppleSkin™ aus Italien besteht beispielsweise aus etwa 30 % Apfelresten aus der Fruchtsaftindustrie, recyceltem PET, Baumwolle und wasserbasiertem Polyurethan. Bio-basierte Lederalternativen sind somit eine innovative, nachhaltigere Option, bei deren Produktion Abfälle aus der Lebensmittelindustrie wiederverwertet und gleichzeitig Ressourcen eingespart werden können. 

3. Ganz ohne Synthetik – Veganes Leder, das komplett aus Pflanzen hergestellt ist

Wer ganz ohne synthetische Materialien auskommen möchte, hat auch Optionen – diese sind aber leider nicht wetterfest und eignen sich daher nicht besonders gut für die kältere Saison und Regentage. 

Korkleder wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen, ohne den Baum zu schädigen. Es gilt somit als nachwachsender Rohstoff. Es ist leicht, weich und wasserabweisend, hat aber einen eher charakteristischen Look, der keine optische Ähnlichkeit mit Leder aufweist.

Auch aus Hanf- und Leinpflanzen sowie Bio-Baumwolle lassen sich sehr robuste und atmungsaktive Stoffe für Schuhe fertigen. Zusätzlich von Vorteil ist, dass diese Pflanzen ohne Pestizide und Herbizide auskommen – und damit in der Produktion komplett auf chemische Düngemittel verzichtet werden kann.

Worauf es bei nachhaltigen Schuhen ankommt

Möchte man nicht nur darauf achten, dass die Schuhe vegan sind, sondern auch darauf, dass sie möglichst nachhaltig sind, dann gilt es, auf verschiedene Faktoren zu achten. 

Die Menschen hinter unserem Partner avesu sind Experten auf dem Gebiet des nachhaltigen und veganen Schuhwerks. Seit 2010 arbeiten sie daran, vegane und nachhaltige Schuhe sowie Accessoires in Deutschland verfügbar zu machen. Sie haben uns verraten, worauf es bei nachhaltigen Schuhen noch ankommt: 

„Der ökologische Fußabdruck der einzelnen Materialien, der Ort ihrer Herstellung und letztlich auch der Produktionsort des Schuhs sind in der Betrachtung essenziell. Wenn beispielsweise ein Schuh in Portugal produziert wird, der aus Kaktusleder aus Mexiko besteht, welcher dann wiederum in den USA verkauft wird, kann man unserem Verständnis nach nicht mehr von einem „nachhaltigen Schuh“ sprechen. Zudem ist ein Schuh, der aus recycelten Materialien besteht, nicht automatisch recycelbar – daher spielt auch die Langlebigkeit des Schuhs bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit eine große Rolle.“ 

Der ökologische Fußabdruck von veganen Schuhen ist in der Regel weitaus geringer als der von Schuhen mit Tierleder, da der Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien und der enorme Wasserverbrauch bei der Ledergerbung der Tierhäute wegfällt. Auch die (indirekten) negativen ökologischen Auswirkungen der Tierzucht wie die Regenwaldabholzung und der Ausstoß von Methan-Emissionen fallen bei der Produktion von veganen Schuhen natürlich weg. 

Nachhaltige, vegane Schuhe: Die Vision von Kreislaufwirtschaft

Das Ziel ist natürlich eine zu 100 % kreislauffähige und plastikfreie Lederalternative, die auch strapazierfähig ist. Die ersten Materialien, die diesen Standards entsprechen, gibt es bereits. Ein Beispiel ist MIRUM®: Eine Lederalternative bestehend aus Naturlatex und Pflanzenmaterialien wie Kokosfaser, Algen und Reisschalen. Die Firma, die MIRUM® herstellt, Natural Fiber Welding, forscht auch an anderen Materialien, die in den Bereichen Sportbekleidung, Schuhsohlen und Schaumstoffen einsetzbar sind – immer mit der Prämisse, dass diese 0% Kunststoffe enthalten und am Ende ihres Lebens recycelt weiterverwendet werden können. Auch hier stellt man sich also noch die Frage nach der optimalen Wiederverwertung oder Entsorgung – es ist aber allemal besser als Materialien, die aus Plastik bestehen oder zum Teil Plastik enthalten.

Diese Art der kreislauffähigen Materialien sind die veganen Lederalternativen der Zukunft – und schon einige Labels, klein wie groß, haben sie in ihrem Sortiment oder arbeiten in diesem Moment an zukünftigen Produkten. Wir hoffen, dass diese Entwicklung stetig weiter geht und damit auch für mehr Menschen zugänglich wird.

***Engagierter Journalismus braucht Finanzierung. Wir bedanken uns bei avesu. Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit ihnen entstanden.

Die schwedische Marke Oatly ist nicht nur für ihre gut-schäumbaren Milchalternativen bekannt, sondern auch für ihr kluges Marketing. So nutzen sie schon seit Markengründung ihre Verpackungen als Kommunikationsfläche oder provozieren auf großen Billboards in Berlin und London die Milchindustrie.

Die Phrase „Post Milk Generation“ sorgt für Furore

2019 meldete Oatly den Slogan “Post Milk Generation” als eingetragene Marke an. Zu deutsch könnte man ihn mit “Post-Milch-Generation” oder “die Generation nach der Milch” übersetzen. Sie nutzen den Slogan auf Merchandise und auch den veganen Milchalternativen. Dem britischen Handelsverband Dairy UK passte die Nutzung des Slogans aber gar nicht – sie klagten dagegen. 

Tweet von Oatly auf X, vormals Twitter

Dairy UK: „Milch“ müsse immer „Brustsekrete“ enthalten

Dairy UK argumentierte in der Klage, dass die Verwendung des Begriffs „Milch“ in Bezug auf nicht-kuhmilchbasierte Produkte rechtswidrig sei, und berief sich dabei auf Kennzeichnungs-Vorschriften für landwirtschaftliche Erzeugnisse des Europäischen Gerichtshofs aus 2013. Sie argumentierten unter anderem, dass der Begriff “Milk” nicht in Verbindung mit Produkten genutzt werden dürfe, die keine Brustsekrete (“mammary secretions”) beinhalten. Ziel war es, Oatly’s Verwendung des Begriffs zu verhindern, da Verbraucher*innen getäuscht werden könnten. 

High Court gibt Oatly nach mehreren Revisionen recht

Der High Court-Richter Richard Smith entschied am Ende zugunsten von Oatly. Er betonte, dass Verbraucher*innen die Produkte von Oatly durch den Slogan nicht als Milchprodukte wahrnähmen und die Verwendung des Begriffs „Milch“ daher nicht irreführend sei. Der Slogan „Post Milk Generation“ wurde von Richter Smith nicht als Beschreibung eines spezifischen Produkts erkannt, sondern eher als eine Beschreibung für Konsument*innen, die keine Kuhmilch mehr konsumieren. 

Bryan Carroll, der Geschäftsführer von Oatly UK & Ireland, begrüßte die Entscheidung. Er betonte die Mission des Unternehmens, Menschen ein gesünderes Leben zu ermöglichen, ohne die Ressourcen des Planeten zu belasten. Außerdem würde Oatly weiterhin dafür kämpfen, dass juristische Hürden für pflanzenbasierte Produkte abgebaut werden. 

Dieser juristische Sieg setzt auch einen bedeutenden Präzedenzfall für die Kennzeichnung und Terminologie in der wachsenden pflanzlichen Lebensmittelindustrie. In ganz Europa wird das Thema seit des Aufkommens von pflanzlichen Alternativen zu tierischen Produkten diskutiert. Zuletzt berichteten wir über Kennzeichnungspflichten veganer und pflanzenbasierter Produkte in Großbritannien. In Polen und Italien wurden zuletzt die Regeln zur Kennzeichnung von Fleischersatzprodukten diskutiert. 

Weihnachten hat unheimlich viel mit Tradition zu tun. Von einer besinnlichen Adventszeit bis zu den Geschenken unter dem Baum – die weihnachtlichen Bräuche helfen uns ungemein in der sonst so kalten Jahreszeit. Doch geht die Weihnachtszeit auch in vegan? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die sich gerade über einen pflanzenbasierten Lebensstil informieren.

Tolle Tipps für vegane Adventskalender und individuelle Geschenkideen haben wir euch in den letzten Wochen bereits gesammelt. Doch vor allem beim festlichen Weihnachtsessen stehen Viele nach wie vor vor der Frage, wie dieses als vegane Variante denn aussehen kann.

Deshalb haben wir heute drei Menüvorschläge für ein veganes Weihnachten für euch, die euch als Inspiration dienen sollen! Wir haben sie mit Rezepten aus unserer Rezeptdatenbank zusammengestellt, für die uns zahlreiche vegane Köche und Köchinnen ihre Rezepte zur Verfügung stellen.

Menüvorschlag 1 – Der herzhafte Klassiker

Rouladen-Liebhabende werden hier auf ihre Kosten kommen. Kombiniert mit einer leckeren Cremesuppe als Entree und einer Abwandlung des klassischen Tiramisu als Dessert ist der Abend rund.

Vorspeise: Pastinaken-Cremesuppe mit Feta-Orangen-Sesambällchen

Hauptgang: Festliche Rouladen

Nachspeise: Kirsch-Tiramisu im Glas

Menüvorschlag 2 – Braten mal anders

Auch Braten geht pflanzlich! Lea Green macht es mit ihrer Linsen-Variation wunderbar vor. Wir kombinieren ihr Rezept hier mit einem Rote-Beete-Tartar als Vorspeise und süßem Vanillekipferl-Dessert im Nachgang. So kann sich veganes Weihnachten sehen lassen.

Vorspeise: Rote-Bete-Tatar

Hauptgang: Linsenbraten mit Preiselbeeren im Blätterteigmantel

Nachspeise: Vanillekipferl-Mousse

Menüvorschlag 3 – Das Weihnachtsessen der etwas anderen Art

Im dritten Vorschlag haben wir uns ein etwas ungewöhnlicheres Menü überlegt. Wer sich an Weihnachten mal etwas aus der Komfortzone rausbegeben möchte, wird hier sicherlich fündig. Die Thunfischbuletten als 1. Gang leiten grandios ins Risotto des Hauptgangs über. Das Cashew-Kokos-Mousse bildet schließlich einen süßen Abschluss – und bietet auch noch etwas fürs Auge.

Vorspeise: Thunfischbuletten auf heißem Tomatendip

Hauptgang: Grünkern-Kürbis-Risotto

Nachspeise: Cashew-Kokos-Mousse

Hat Euch die Lust gepackt? Dann ran an die Küchenutensilien! Das gesamte VeganNews Team wünscht Euch fröhliche, ruhige und leckere Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Das britische Boulevardblatt Daily Mail meldete im November: “AI predicts majority of the world will be VEGAN by 2075 – thanks to Gen Z and Millennials”.

Auch Plant Based News übernahm die Schlagzeile so in ihre Berichterstattung – und komplettierte sie mit einem KI-generierten Bild, was einen Wissenschaftler in einem Labor zeigt. Im Hintergrund sieht man einen großen Bildschirm, darauf die Nachricht “World Goes Vegan – Year 2075”.

Nun mag das im ersten Moment für einige vielleicht so klingen, als sei dies eine ernstzunehmende Vorhersage. Vielleicht basierend auf bisherigen Entwicklungen. Schaut man sich allerdings etwas genauer an, wie es zu dieser Aussage kam, dann findet man heraus, dass sich hinter der Schlagzeile nicht mehr als ein Gedankenspiel für Veganer*innen versteckt.

KI macht das, was man ihr sagt

Die für die Schlagzeile verantwortliche Journalistin der Daily Mail, Stacy Liberatore, erklärt im zugehörigen Artikel, dass sie dem Chatbot ChatGPT folgende Aufgabe gestellt hat: “provide a timeline of the world going vegan starting in 2024 when Gen Z and Millennials raise awareness on animal agriculture”.

Die Aufgabe für ChatGPT war es also, eine Zeitlinie zu erstellen, deren Endergebnis sein soll, dass die Welt vegan ist. Dieser Parameter war somit schon gesetzt – und ChatGPT sollte sich nun ein mögliches Szenario ausdenken, das dann zu diesem schon vorher festgelegten Ergebnis führen könnte – und dem Szenario dabei abschnittsweise Jahreszahlen zuordnen.

Zwar gab Liberatore auch an, dass die KI zusätzlich mit den Ergebnissen einer Studie des Marktforschungsunternehmens „NPD Group“ (seit 2023 „Circana“) gefüttert worden sei. Diese würden besagen, dass junge Menschen 2024 eine Bewegung anstoßen, die dazu führen könnte, dass die Welt vegan wird. Allerdings wird in Liberatores Artikel nirgendwo auf eine genaue Studie verlinkt – geschweige denn beschrieben, wie diese Informationen an ChatGPT gefüttert wurden. An einer Stelle findet sich ein Link zu einer Übersichtsseite der Publikationsreihe “The Future of Food Series”. Aber auch hier ist nicht ersichtlich, woher die Behauptung über Gen Z und Millennials genau kommt.

Prognose? Nein. Eher ein Gedankenspiel

Eine kurze eigene Recherche führte mich dann zu einer Pressemeldung der NPD Group. Diese behandelt eine Studie aus dem Jahr 2021, der die reale Prognose zu entnehmen ist, dass die Nachfrage an Milch- und Fleischalternativen im Laufe des Jahres 2024 ansteigen wird. Und zwar fast vollständig angetrieben von Millenials und Gen Z. Ob dies aber die Studie ist, auf die sich die Daily Mail bezieht, kann ich natürlich nicht sagen. 

All diese Umstände verleiten mich nun dazu, spitzbübisch zu vermuten, dass das angebliche Füttern der KI “mit weiteren Informationen” so nicht stattfand. Stattdessen denke ich, dass es über die in der Aufgabenstellung inkludierte Aussage „Gen Z and Millennials raise awareness on animal agriculture“ nicht hinausging.

Zusammenfassend stelle ich also fest: Hier wurde ChatGPT die Aufgabe gestellt, sich ein Szenario auszudenken, das 2024 damit beginnt, dass Millenials und Gen Z vermehrt auf die Missstände in der tierischen Landwirtschaft hinweisen – und schließlich damit endet, dass die Welt vegan wird. Es ist nicht verwunderlich, dass ChatGPT diese Aufgabe dann auch brav erfüllt – und am Ende auf genau dieses Ergebnis kommt. 

Mit einer Prognose hat dieses Szenario im Endeffekt also gar nichts zu tun. Schade eigentlich.

Die fiktive Timeline von ChatGPT

Da es aber trotzdem ganz interessant ist, sich einmal anzusehen, was sich ChatGPT da zusammengesponnen hat, habe ich die fiktive Timeline noch einmal zusammengefasst:

ChatGPT beginnt aufgabengetreu mit dem ab 2024 wachsenden Umweltbewusstsein bei der Generation Z und den Millennials. Der Begriff „Flexitarier“ soll anschließend schon bis 2027 gebräuchlicher werden. 

Bis 2028 würden Lebensmittelunternehmen vielfältige pflanzliche Fleischalternativen einführen. Ein Durchbruch in der Lebensmitteltechnologie führe dann zu erschwinglicheren und überzeugenderen pflanzlichen Fleisch- und Molkereialternativen bis 2032. 

Ein spürbarer Rückgang der traditionellen Landwirtschaft werde ab 2037 erwartet. Gefolgt von Subventionen für die pflanzliche Landwirtschaft in Nordamerika und Europa. 

Im Jahr 2048 sehen die Prognosen die Einführung des „Klima-Aktions- und Veganismus-Tags“ vor, der von Prominenten wie Leonardo DiCaprio und Natalie Portman unterstützt wird.

Es werde jedoch nicht vor 2057 sein, dass Veganismus in vielen Teilen der Welt akzeptiert und normalisiert wird. Der Chatbot glaubt, dass Sportler:innen wie Serena Williams und Lewis Hamilton die Normalisierung der Ernährung im Jahr 2059 vorantreiben werden.

Die „globale vegane Woche“ werde dann im Jahr 2064 zu einem internationalen Ereignis. McDonald’s führe den ‚McVegan‘ im Jahr 2068 wieder ein – fortan stellen sie die gesamte Karte auf vollständig vegan um.

Im Jahr 2070 werde eine überwiegend vegane Welt dann von den jüngeren Generationen geprägt. Diese sind bereits mit dem Veganismus als Norm aufgewachsen.

Und im Jahr 2073 sei die Welt dann fast vollständig vegan – zwei Jahre bevor die Tierhaltung schließlich überflüssig wird.

Das Bauvorhaben wurde nun allerdings von den Gemeinderatsmitgliedern ad acta gelegt. Die Standpunkte der Gemeinde und des Landwirts waren offenbar derart konträr, dass eine Einigung nicht möglich war. Insbesondere bezüglich der Größe des Betriebs gab es gravierende Meinungsverschiedenheiten. Infolgedessen stimmte der Gemeinderat einstimmig dafür, das Riesen-Bauprojekt einzustellen.

Allerdings ist die erfolgreiche Abwendung der Mastanlage nicht nur dem Gemeinderat zuzuschreiben. Im Verlauf der Planung wurden mehr als 300 Einwände aus der Öffentlichkeit gegen das Vorhaben vorgebracht. Die Bürgerinitiative „respekTIERE unsere Heimat“ setzte sich, unter anderem mit zahlreichen Informationsveranstaltungen und einem “offenen Brandbrief” an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, für die Kippung des Bauvorhabens ein. Im Brandbrief kritisiert die Initiative nicht nur die rechtlich wackelige Grundlage der Baupläne, sondern spricht sich auch dafür aus, dass eine derartige Mastanlage im Jahr 2022 rückschrittlich wäre:  “Natürlich bestehen auch große Bedenken hinsichtlich des Tierwohls, der Emissionen und der Belastung unserer Umwelt. Wir können es kaum glauben, dass ein solches Projekt im Jahr 2022 überhaupt noch zur Diskussion stehen kann.”

Die Bürgerinitiative zeigt sich nun erfreut über die erfolgreiche Abwendung des Bauprojekts und betrachtet sie als großen Erfolg. Sprecherin Natalie Besl erklärte zudem, dass der Verein vorerst nicht aufgelöst werde, da man weiterhin wachsam bleiben wolle.

Wir in der Redaktion von VeganNews möchten uns vielmals für den Einsatz und die Arbeit der Bürgerinitiative “respekTIERE unsere Heimat” bedanken. Mit diesem haben die aktiven Bürger:innen nicht nur viel Tierleid vermieden, sondern auch einen großen Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Frauen und junge Menschen sind tendenziell eher dazu geneigt, fleischlos zu essen

Die Umfrage zeigt auch, dass Frauen eher dazu neigen, auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten, wobei 12 Prozent der Frauen vegetarisch leben, verglichen mit sechs Prozent der Männer.

Außerdem ergeben die Ergebnisse, dass jüngere Menschen eher bereit sind, fleischlose Ernährung anzunehmen: 15 Prozent der unter 30-Jährigen sind Vegetarier:innen, im Vergleich zu fünf Prozent bei den über 60-Jährigen.

Bei der Frage nach Partei-Anhängerschaft (der großen Parteien) in Verbindung mit der Bereitschaft, vegane Rezepte auszuprobieren, stellte sich heraus, dass Anhänger:innen der Grünen bemerkenswert offener sind, zumindest hin und wieder Gerichte nach veganen Rezepten zu kochen.

Verfügbarkeit von veganen Angeboten in Lebensmittelgeschäften

Laut Umfrage findet nur jeder Fünfte (21%) das Angebot an veganen und pflanzlichen Lebensmitteln in Lebensmittelgeschäften zu gering – während es 72% für ausreichend bzw. gerade richtig halten und 3% sagen, es sei zu groß.

Es fällt allerdings ebenfalls ein Alters-Gefälle auf: Je jünger die Befragten waren, desto häufiger fanden sie das Angebot an pflanzlichen Lebensmitteln zu gering. Vor allem fiel dies bei den Antworten von unter 30-Jährigen auf.

Befragt man allerdings nur die Vegetarier:innen und Veganer:innen, so fällt auf, dass hier ein größerer Anteil der Meinung ist, dass das Angebot von pflanzlichen Angeboten zu gering ist. Hier sagen 44 Prozent, dass es zu gering ist, 55 Prozent, dass es ausreichend oder gerade richtig ist, und 1%, dass es zu groß ist.

Interessant ist außerdem, dass ganze 43 Prozent aller Befragten angeben, dass sie mehr pflanzliche Lebensmittel kaufen würden, wenn diese günstiger wären. Zudem würden 29% aller Befragten mehr pflanzliche Produkte kaufen, wenn das Angebot größer wäre.

Die Beweggründe für fleischlose Ernährung 

Als Beweggründe für einen vermehrten Kauf von pflanzlichen im Vergleich zu tierischen Produkten, geben 62 Prozent an, dass es besser für die Umwelt und das Klima ist. Außerdem geben jeweils die Hälfte aller Befragten an, dass es wichtig für das Tierwohl ist (52%) und zudem gesünder (51%). Speziell beim Tierwohl zeigt sich erneut ein Altersgefälle: Je jünger die Befragten sind, desto häufiger würden sie den Kauf von pflanzlichen Produkten mit Tierwohl begründen.

Finanzielle Überlegungen und Bedenken hinsichtlich des Geschmacks und der Nährstoffe scheinen jedoch immer noch Hindernisse für den Übergang zur veganen Ernährung zu sein.

Zur Form der Umfrage

Die von forsa durchgeführte Befragung zum Thema „Pflanzenbetonte Ernährung“ ist eine sogenannte “repräsentative Umfrage”. Bei diesen ist es, sind sie bezogen auf die Gesamtbevölkerung von Deutschland, branchenüblich, eine Gruppe von ca. 1000 Personen zu befragen. Die Ergebnisse aus dieser Befragung können dann – unter der Vorraussetzung, dass die Gruppe der befragten Personen in ihrer Diversität (z.B. Faktor Alter, Geschlecht, Herkunft, Zugang zur Befragung) der Diversität von Deutschland gleicht – als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung von Deutschland angenommen werden.

Außerdem ist es für diese Art der Datenerhebung und -übertragung auf die Gesamtbevölkerung ebenfalls notwendig, den Faktor möglicher Fehlertoleranzen zu benennen. Dieser wird von forsa für die vorliegende Umfrage als “+/- 3 Prozentpunkte” angegeben.

Der vorliegenden Umfrage ist eigen, dass sie mittels des Umfrage-Tools “forsa.omninet” durchgeführt wurde, das ausschließlich für die „deutsche Online-Bevölkerung ab 14 Jahren” repräsentativ gilt. Dies bedeutet, dass ausschließlich Menschen ab 14 Jahren, die außerdem einen Online-Zugriff haben, für die Umfrage befragt hätten werden können. Tatsächlich befragt wurden sowieso erst Menschen ab 18 Jahren. Die Umfrageergebnisse sind im Umkehrschluss auch nur auf den über-18-jährigen “Online-Teil” der deutschen Gesamtbevölkerung anwendbar.

Neue Studie zu pflanzenbasierter Katzenernährung

Die Studie befragte die Halter*innen von 1.369 Katzen, von denen 1178 mit konventioneller Fleischnahrung, 64 mit Rohfleisch und 127 mit veganer Ernährung gefüttert wurden. Die untersuchten Katzen wurden über ein Jahr lang entsprechend ernährt. Professor Andrew Knight, Gründungsdirektor des Centre for Animal Welfare der Universität Winchester, ist der Hauptautor der neuen PLOS One-Studie. Er erklärte laut Quellen von Plant Based News: „Meines Wissens gibt es keine Beweise für eine signifikant schlechtere Verdaulichkeit von veganer Tiernahrung. Jüngste Studien haben sogar eine gute Verdaulichkeit solcher Ernährungsformen gezeigt“. 

Durch die recht kleine Studiengruppe sind die Ergebnisse der neuesten Studie statistisch nicht signifikant – dazu kommt, dass der Anteil der pflanzenbasiert-ernährten Katzen im Verhältnis zu den fleischbasiert-ernährten Katzen sehr gering ist. Generell zeigt die Studie auch methodische Mängel. So waren die pflanzenbasiert-ernährten Katzen im Schnitt 25% jünger als die karnivor-ernährten. Die pflanzenbasiert-ernährten Katzen waren außerdem nicht alle reine Hauskatzen, so dass es nicht auszuschließen ist, dass diese sich zusätzlich außer Haus mit Beutetieren ernährt haben. Generell basieren die Auswertungen auf Umfragebögen, die den Halter*innen vorgelegt wurden – statt direkt auf veterinärmedizinischen Untersuchungsergebnissen. Dieser Umstand stellt die gesamte Studie auf wackelige Beine.

Die Studienleitenden stellten diese Mängel in der Methodik transparent dar – unter Erwähnung, dass Studien mit entsprechend besserer Methodik aktuell finanziell nicht tragbar wären. Am Ende dieses Artikels haben wir euch herausgesucht, wie eine Studie, die verlässlichere Ergebnisse liefern würde, in etwa aussehen könnte.

Dennoch zeigen die Ergebnisse, so betonen auch die Studienleitenden, einen Trend, dahingehend, dass die innerhalb der Studie untersuchten, pflanzenbasiert-ernährten Katzen oft genauso gesund oder sogar gesünder waren als die durchschnittlich karnivor-ernährten Katzen. Dieses Ergebnis ist durchaus bemerkenswert für die Art und Weise, wie über Katzenernährung nachgedacht wird.

Kann man Katzen pflanzenbasiert ernähren?

Laut bisherigem Kenntnisstand wurde eine vegane Katzenernährung für absolut nicht gesund gehalten, da davon ausgegangen wurde, dass Katzen strenge Karnivore sind und entsprechend nur mit einer fleischlastigen Diät artgerecht gefüttert werden können. Abgeleitet ist diese Annahme aus der Genese der Hauskatzen, da diese von den ebenfalls karnivoren Raubkatzen abstammen. Der Deutsche Tierschutzbund schreibt zu veganer Katzenernährung: “Als reine Fleischfresser ist eine vegane Ernährung für Katzen keinesfalls geeignet. Mit rein pflanzlichem Futter fehlen den Tieren bestimmte Nährstoffe, die sie für das Wachstum von Knochen und Muskeln oder ihr Sehvermögen brauchen.”

Die Diskussion über die pflanzenbasierte Ernährung von Katzen ist im Generellen zurecht umstritten. Während einige Studien positive Ergebnisse zeigen, gibt es nach wie vor Bedenken hinsichtlich der Bioverfügbarkeit von pflanzlichen Proteinen für Katzen. Eine Diplomarbeit der Veterinärmedizin aus 2014 betont bezüglich der bestimmten metabolischen Eigenschaften von Katzen, dass diese “Karotenoide nicht zu [V]itamin A verstoffwechseln [können und] abhängig von ausreichender Aufnahme von Arachidonsäure, Taurin, Vitamin D, Niacin und Arginin” sind. Auch die neue Studie von Knight et al betont, dass Katzen bestimmte Nährstoffe wie Taurin benötigen, die in pflanzlicher Ernährung normalerweise fehlen, aber durch Nahrungsergänzungsmittel hinzugefügt werden können.

Gesundheitlich bedenklich seien nämlich bei konventionell ernährten Katzen vor allem die Zusammensetzungen des herkömmlichen Futters, das zumeist Fleischabfälle wie Bindegewebe und Innereien, künstliche Konservierungsstoffe und Getreide enthält. Letzteres könne von Katzen nicht verdaut werden. Auch bei roher Katzenernährung, die einige Halter:innen ihren Tieren ermöglichen, um sie noch art-gerechter und Wildnis-näher zu füttern, seien Bedenken bezüglich erhöhter Wahrscheinlichkeit von bakteriellen Infektionen, Unterernährung und Parasiten nicht außer Acht zu lassen. 

Nach Ansicht von Knight könnte pflanzliche Nahrung einige der gesundheitlichen Nachteile herkömmlicher Tiernahrung vermeiden und gleichzeitig die richtige Ernährung bieten, wenn – und das sei dabei essentiell – die Nahrung mit ökologisch und ethisch vertretbar-hergestellten Nahrungsergänzungsmitteln ergänzt werde.

Ökologische und ethische Aspekte von pflanzenbasierter Katzenernährung

Neben den Gesundheitsaspekten spielen beim Thema pflanzenbasierte Katzenernährung auch ethische und ökologische Überlegungen eine Rolle. Die Herstellung von Tierfutter hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, und einige Tierhalter bevorzugen aus ethischen Gründen eine pflanzliche Ernährung für ihre Haustiere. Die Debatte darüber, ob Katzen unter bestimmten Umständen wirklich pflanzenbasiert und gesund leben können, bleibt kontrovers, und weitere Forschung ist erforderlich, um endgültige Schlüsse zu ziehen.

In ihrer Diplomarbeit zu veganer Ernährung von Katzen schreibt Pia-Gloria Semp, welche Art von Studie nötig wäre, um genauere Aussagen zu ermöglichen: “Langzeitstudien, eine größere Gruppe an Tieren, die über einen Zeitraum von über sieben Jahren vegan ernährt werden, und weitere Tests (Taurin, Niacin, Vitamin A, Vitamin D,…) sowie generell eine größere Teilnehmeranzahl wären nötig für eine stärkere Aussagekraft der Studie über vegane Ernährung bei Hunden und Katzen.” 

Die Studie von Knight et. al. bei PLOS One wurde von der Organisation ProVeg International finanziert, die pflanzenbasierte Ernährung unterstützt. Dennoch betonten die Forscher, dass der Geldgeber keinen Einfluss auf das Studiendesign oder die Analyse hatte.

Abschließender Kommentar der Redaktion

Uns ist wichtig zu betonen, dass wir eine vegane Katzenernährung mit diesem Artikel nicht empfehlen wollen. Die Ergebnisse dieser Studie sollten viel mehr eine Gesprächsgrundlage für diejenigen bieten, die sich für eine nicht-fleischlastige Ernährung von Katzen interessieren und sich dahingehend informieren wollen. Die Datenlage ist zu dünn, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Wenn zukünftig allerdings mehr Mittel zur Verfügung stehen werden, um die Möglichkeiten einer artgerechten, pflanzenbasierten und mit Nährstoffen angereicherten Katzenernährung tiefergehend zu erforschen, dann begrüßen wir diese Entwicklungen.

Mr. Charlie’s ist hier, um Fast Food neu zu definieren“, verkünden die Gründer dieses aufstrebenden Fast-Food-Restaurants aus den USA auf ihrer Website. Bereits im vergangenen Jahr eröffnete das Unternehmen seine erste Filiale in Los Angeles und plant nun eine Expansion nach Australien.

Das Konzept von Mr. Charlie’s ist vielleicht nicht bahnbrechend, aber es hat einen enormen Wiedererkennungswert, der vor allem die junge Community in den sozialen Medien begeistert. Die Speisekarte von Mr. Charlie’s ist nicht überladen, aber sie erinnert stark an die von McDonald’s. Von „Not a Hamburger“ über „Not a Cheeseburger“ bis hin zum „Frowny“, einer Menü-Tüte, die an das beliebte Happy Meal aus der Kindheit erinnert – alles wird nach McDonald’s Art präsentiert. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in den Zutaten, denn sämtliche Produkte sind komplett vegan. Das Motto lautet: „Rette die Welt, iss Pflanzen.“ Auf Plattformen wie TikTok und Instagram sind die bereits existierenden drei Mr. Charlie’s Filialen in Los Angeles, San Francisco und Venice zu einem regelrechten Hype geworden. Mit der bevorstehenden Eröffnung einer Filiale in Sydney plant das Unternehmen nun, auch außerhalb der USA Fuß zu fassen.

Mr. Charlie’s verfolgt nicht nur nachhaltige Ernährungsziele, sondern auch gesellschaftliche Ziele. Das Unternehmen möchte Menschen helfen, die eine zweite Chance im Leben suchen, sei es, dass sie aus der Obdachlosigkeit, dem Gefängnis oder einer Suchterkrankung in ein neues Leben starten möchten.“ Ob McDonald’s diesen Konkurrenten ernst nehmen wird, bleibt abzuwarten. Mr. Charlie’s bedient sich nicht nur dem Geschäftsmodell sondern auch einem sehr ähnlichen Design. Eine Reaktion von McDonald’s bleibt abzuwarten.

Auch Branchenriesen wie McDonald’s, Subway oder Burger King haben mittlerweile vegane Optionen auf ihrer Speisekarte. Rein pflanzliche Fast Food Ketten sind jedoch bisher noch nicht all zu verbreitet. Veganes Fast Food hat zweifellos einen festen Platz in der Gegenwart und Zukunft der Gastronomiebranche eingenommen, und Unternehmen wie Mr. Charlie’s zeigen, dass Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in dieser Branche einen wichtigen Stellenwert einnehmen können.

Die Kommission betonte in ihrer schriftlichen Mitteilung, dass zwar einige Fortschritte bei Änderungen im Bau- und Umweltrecht sowie bei der Kennzeichnung von tierischen Produkten gemacht wurden. Jedoch sei die gegenwärtige Ausgestaltung für die meisten landwirtschaftlichen Betriebe nicht ausreichend, um einen umfassenden Wandel zu ermöglichen.

Ein zentraler Konfliktpunkt war der Finanzbedarf für den vorgeschlagenen Umbau der Nutztierhaltung. Die Kommission hatte empfohlen, die Tierhaltung schrittweise auf ein höheres Tierwohlniveau zu heben und Maßnahmen wie die Reduzierung des Nutztierbestands und die Einführung einer Tierwohlprämie vorzunehmen. Die geschätzten Kosten für diesen Umbau beliefen sich auf drei bis fünf Milliarden Euro pro Jahr.

Die Bundesregierung hatte zunächst eine Milliarde Euro für Maßnahmen zur Steigerung des Tierwohls bereitgestellt, was von den Bundesländern jedoch als unzureichend angesehen wurde. Auch die Borchert-Kommission drängte auf eine umfassendere finanzielle Unterstützung, die im Haushaltsentwurf des Finanzministeriums um Christian Lindner für das kommende Jahr nicht ausreichend berücksichtigt schien. Bundesagrarminister Cem Özdemir betonte, dass die zugesagte Milliarde Euro lediglich der Anfang der Förderung sei. Er wies auch auf bereits erzielte Fortschritte wie die Einführung des Tierhaltungskennzeichens und die Ausweitung der Herkunftskennzeichnung hin.

Die von Jochen Borchert geleitete Kommission wurde 2019 von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ins Leben gerufen. Sie bestand aus Vertretern verschiedener Bereiche wie Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbraucherschutz.

Die Entscheidung der Kommission wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als „falscher Schritt“ bedauert. Gerade für Bundesagrarminister Cem Özdemir ist diese Entscheidung ein herber Schlag. Özdemir machte sich in der Vergangheit häufig für Themen wie Tierwohl und strengere Regeln bei Tierhaltung stark.

Jürgen Rademacher, ein 62-jähriger Bio-Landwirt und bisheriger Milchbauer aus Beverstedt im Landkreis Cuxhaven, hat kürzlich eine bedeutende Veränderung in seinem Leben vorgenommen. Nachdem er über drei Jahre Vegetarier war, traf er die Entscheidung, vegan zu werden. Diese Wandlung mag für viele Menschen nicht überraschend erscheinen, doch die Besonderheit liegt darin, dass Rademacher sein gesamtes Leben lang Kühe gehalten hat. Nun möchte er den Tieren zuliebe den Weg der Milchwirtschaft verlassen und stattdessen einen schonenderen Pfad einschlagen.

Diese Veränderung wurde durch Rademachers Nichte angestoßen, die ebenfalls vegan lebt. Ihre Suche nach einem Brautkleid ohne Seide, um Tierleid zu vermeiden, regte ihn zum Nachdenken an. Nachdem er anfangs nicht verstand, warum seiner Nichte ein seidenfreies Kleid so wichtig war, führte seine Beschäftigung mit dem Thema zu einem tiefen Umdenken. Der Gedanke an das Wohl der Tiere und die Problematik der modernen Milchwirtschaft veranlassten Rademacher schließlich dazu, seinen Lebensstil radikal zu verändern.

In der herkömmlichen Milchwirtschaft werden Kälber kurz nach ihrer Geburt von ihren Müttern getrennt, was bei den Jungtieren chronischen Stress verursacht. Die Mutterkühe produzieren Milch nicht primär für ihre Kälber, wie es eigentlich sein sollte, sondern für die Milchindustrie. Zusätzlich führt der Druck auf höchste Effizienz dazu, dass Kühe heutzutage etwa dreimal so viel Milch geben wie noch in den 1950er Jahren. Diese Überproduktion geht jedoch umso mehr auf Kosten der Gesundheit der Tiere, die oft unter körperlicher Überlastung und Krankheiten leiden. In vielen Fällen endet ihr Leben schließlich im Schlachthof, wenn die Kühe nicht mehr als wirtschaftlich betrachtet werden.

Für Jürgen Rademacher steht die Verbundenheit zu seinen Tieren im Vordergrund. Jede Kuh auf seinem Hof trägt einen eigenen Namen. Im Zuge seiner veganen Lebensumstellung hat er sich dazu entschlossen, seine Milchproduktion einzustellen. Er weigert sich aber, sich von seinen Kühen gänzlich zu trennen – und möchte sie weiterhin auf dem Hof leben lassen. Die finanzielle Belastung, die mit der Haltung der Kühe einhergeht – etwa 1800 Euro pro Jahr für jede Kuh – versucht er durch kreative Lösungen zu bewältigen. Beispielsweise bietet er Patenschaften für die Kühe an.

Neben den Patenschaftsbeiträgen und Spenden hofft Rademacher außerdem auf Fördermittel der EU, die er durch die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen auf seinem Hof zu erhalten versucht. Seine finanzielle Zukunft sieht der Bio-Landwirt bereits im verstärkten Ackerbau, um eine nachhaltige Einkommensquelle zu schaffen.

Die letzte Milch wurde Ende Juli von Rademachers Kühen gemolken. Fortan widmet er sich der pflanzlichen Landwirtschaft und seiner „Kuh-Pension“. Mit seinem außergewöhnlichen Schritt setzt er nicht nur ein Beispiel für tierfreundliche Landwirtschaft, sondern auch für den persönlichen Wandel, der von Mitgefühl und Verantwortung geprägt ist! 

Falls euch das generelle Thema der Umwandlung von Tierhöfen in pflanzliche Landwirtschaft interessiert, dann möchten wir euch noch das Stichwort “Transfarmation” mitgeben. Unter diesem Begriff sind alle möglichen Infos zu Umwandlungen hin zu einer veganeren und nachhaltigen Anbaukultur gesammelt.

Im selben Zeitraum wurden insgesamt 23,6 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde sowie 343,9 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet.

Besonders auffällig ist der Rückgang in der Schweinefleischproduktion. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 21,6 Millionen Schweine geschlachtet, was einem Rückgang von etwa 9,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bereits im ersten Halbjahr 2022 betrug der Rückgang 8,9 %. Diese Entwicklung setzt sich seit 2017 fort.

Die erzeugte Menge an Schweinefleisch war im ersten Halbjahr 2023 mit 2,1 Millionen Tonnen um 9,4 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Ein Grund dafür ist der Rückgang der Schweinebestände in Deutschland. Von den geschlachteten Schweinen waren 20,9 Millionen inländischer Herkunft, ein Rückgang von 10,0 % im Vergleich zum Vorjahr, während die Zahl der geschlachteten Schweine aus dem Ausland um 19,6 % auf 741.300 anstieg.

Die Rindfleischproduktion hingegen stieg um 0,9 % im Vergleich zum Vorjahr, mit insgesamt 1,4 Millionen geschlachteten Rindern und einer erzeugten Rindfleischmenge von 481.500 Tonnen.

Die Geflügelfleischproduktion blieb weitgehend konstant, wobei im ersten Halbjahr 2023 insgesamt 343,9 Millionen Tiere verschiedener Geflügelarten geschlachtet wurden, ein Rückgang von 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die produzierte Menge an Geflügelfleisch betrug rund 770.900 Tonnen, 0,1 % weniger als im Vorjahr.

Trotz der Rückgänge seit 2017 hat Schweinefleisch nach wie vor den größten Anteil an der gewerblichen Fleischerzeugung in Deutschland, gefolgt von Geflügelfleisch und Rindfleisch. Schafe, Ziegen und Pferde machen hingegen nur einen geringen Anteil von etwa 0,4 % aus.

Googelt man aktuell die Stichworte “Veganerin gestorben” findet man allerlei Schlagzeilen – allen voran eine von der Bild-Zeitung: “Veganerin stirbt nach Radikal-Diät”. Hinter der polarisierenden Schlagzeile findet man allerdings zumindest Links zu den englischen Originalquellen: Die Daily Mail hat vor einer Woche, am 2. August 2023, als eine der ersten englisch-sprachigen Medien, über den Todesfall der russischen Influencerin Zhanna Samsonova berichtet. Bei Instagram warb sie unter dem Namen @rawveganfoodchef für einen roh-veganen Lebensstil. Sie befand sich in den letzten Wochen auf einer Rundreise durch Asien.

Im Alter von 39 Jahren ist sie Ende Juli laut Berichten der Familie tragischerweise auf einer Intensivstation in Thailand gestorben. Laut ihrer Mutter sei sie einem cholera-ähnlichem Infekt erlegen, eine genaue Todesursache ist laut Medienberichten allerdings noch nicht geklärt, da ihr Leichnam zur Feststellung erst nach Russland überführt werden soll. Die vegane Ernährung habe Samsonovas Körper, laut ihrer Mutter, zudem zusätzlich geschwächt.
Den Tod der noch jungen Frau bedauern wir.

Die Aufklärung der Herkunft der “Veganerin verhungert”-Schlagzeile ist uns vor allem deshalb wichtig, weil im Dunstkreis dieser negativen, reißerischen Berichterstattung rund um eine vegane Lebensweise wieder mittlerweile veraltete Klischees bestärkt werden: Unter den Top-Kommentaren unter dem letzten Instagram-Post von Samsonova finden sich Kommentare, die gegen eine vegane Ernährung im Allgemeinen werben. Der User @vinzentprice kommentierte zum Beispiel: “She might have had an eating disorder but raw veganism killed her. Stop denying the dangers of veganism.”

Es ist essentiell hier zwischen einer veganen Ernährung, einer „roh-veganen“ Ernährung und essgestörtem Verhalten zu unterscheiden.

Ob Frau Samsonova an einer Essstörung litt, ist nicht bewiesen. Allerdings lassen sich anhand der zitierten Berichte von Freunden und Familie einige Muster erkennen, die auf eine Essstörung rückschließen lassen. So habe Samsonova sich generell vehement geweigert, etwas anderes als rohe Früchte und Gemüse zu essen, auch auf Anweisungen von Ärzten und ihrem Umfeld hin, die sich um ihre Gesundheit sorgten. Samsonovas Gewicht war gegen Ende ihres Lebens kritisch niedrig. Angeblich habe sie außerdem in den sechs Jahren vor ihrem Tod auch kein Wasser mehr konsumiert, sondern nur Fruchtsäfte getrunken.

Von einer roh-veganen Ernährungsform kann man zunächst einmal halten, was man möchte. Es gibt sowohl zahlreiche Erfahrungsberichte von Menschen, denen diese Ernährungsform deutliche gesundheitliche Vorteile gebracht hat, als auch zahlreiche Erfahrungsberichte – teils von denselben Menschen – die erzählen, dass eine roh-vegane Ernährung sie langfristig krank gemacht hat.

Was allerdings nicht von der Hand zu weisen ist, ist der Fakt, dass eine durchschnittliche, ausgewogene vegane Ernährung sehr wenig mit einer roh-veganen Ernährung zu tun hat, auch wenn die sehr ähnliche Bezeichnung bei wenig-informierten Menschen erst einmal ein anderes Bild erwecken kann.

Die Definition einer veganen Ernährung ist eine Ernährung „frei von tierischen Produkten“. Mit einer Diät ist diese Ernährungsform erstmal nicht zu vergleichen, auch wenn dieser Vergleich fälschlicherweise oft gezogen wird. Denn der Verzicht, den Veganer*innen, zumindest im Einklang mit der Definition der Vegan Society, auf die wir grundsätzlich verweisen, eingehen, ist einer, der in ethischen und umweltschonenden Gründen verankert ist. Eine restriktive Diät ist hingegen laut Duden eine “auf die Bedürfnisse eines Kranken, Übergewichtigen o. Ä. abgestimmte Ernährungsweise”. Eine ausgewogene, vegane Ernährung hat somit, trotz eines inhärenten Verzichts, nichts mit einer restriktiven Ernährungsweise oder gar Diät zu tun.

Es gibt darüber hinaus auch zahlreiche vegan-lebende Menschen, die sich dafür aussprechen, Veganismus nicht (mehr) als gesunde Ernährungsform zu bewerben, sondern in Ernährungsfragen den abgrenzenden Begriff “pflanzenbasiert” zu verwenden. Dieser wird überwiegend verwendet, wenn man von einer Ernährung spricht, die aus diätetischen Gründen auf tierische Produkte verzichtet.

Daraus resultierend kann Frau Samsonovas Fall nicht als seriöses Negativbeispiel für eine „lebensgefährliche vegane Ernährung“ herangezogen werden – wie es viele Schlagzeilen in den letzten Tagen gemacht haben. Vielmehr müsste in ihrem Fall über einen bedauerlichen Tod einer vermutlich essgestörten Person, die sich roh und pflanzenbasiert ernährt hat, gesprochen werden.

Abschließend ist es uns auch wichtig zu erwähnen, dass wir uns darüber bewusst sind, dass Defizite, auch in der durchschnittlichen veganen Ernährung auftreten können und aktuell in der gesamten veganen Szene heiß diskutiert werden. Wir beschäftigen uns schon mit der Thematik und freuen uns, euch bald tiefere Einblicke in den aktuellen Stand der Wissenschaft geben zu können.

Ab sofort ist OMNIbar offizieller Partner von VeganNews und wird zukünftig als Partnershop bei uns auf der Plattform vertreten sein. Als Willkommensangebot von OMNIbar als einen unserer Partner dürfen wir euch einen Rabattcode anbieten, damit ihr die OMNIbar selbst probieren könnt:  Mit dem Code „Vegannews“ bekommt ihr 10% auf die erste Bestellung bei OMNIbar – egal ob Abo oder einmaliger Kauf. Zur neuen Sorte Acai Lime kommt ihr hier: https://www.omni-bars.com/products/acai-lime

OMNIbar produzieren ausschließlich vegane Produkte, die zudem nur mit Zutaten aus kontrolliertem biologischem Anbau hergestellt werden. Außerdem betont die Firma die eigene Wertschätzung für Nachhaltigkeit: Unter dem Motto “Es gibt kein Planet B”, schreiben OMNIbar, dass sie Wert auf nachhaltige Unternehmensstrukturen setzen – egal ob bei der Auswahl des Verpackungsmaterials oder der Minimierung sowie Kompensation des eigenen CO2-Ausstoßes.

Diese Unternehmensphilosophie begleitet OMNIbar schon seit der Gründung im Frühjahr 2020. Sie schreiben selbst: “OMNIbar setzt auf Ehrlichkeit und Transparenz, investiert in zertifizierte Klimaschutzprojekte, um den CO2-Abdruck auszugleichen, und leitet eine neue Generation an Lifestyle-Riegeln ein. Die rein pflanzlichen Riegel beinhalten nur die feinsten Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau und sind zuckerreduziert, gluten- und laktosefrei.”

Statt Zucker wird bei OMNIbar Inulin und Reissirup verwendet, während auf Zuckerersatzprodukte wie Erythrit, Xylit, Maltit und co. verzichtet wird. Inulin ist ein wasserlöslicher natürlicher Ballaststoff, der leicht süßlich schmeckt und hilft, den Riegel in seiner Form zu halten. Der Reissirup wurde für die Riegel gewählt, da er so gut wie keine Fructose enthält, stattdessen aber Glucose, Maltose und  Mehrfachzucker, sowie Mineralien und Vitamine, die bei raffiniertem Zucker komplett ausbleiben.