Die vegane Bloggerin, Köchin und Autorin Lea Green hat die neue, kostenlose Sommerausgabe des Magazins VEGAN EN VOGUE veröffentlicht. Darin dreht sich alles um Wellnes, Fitfood und Bewegung. Die „Feel Good Issue“-Ausgabe enthält 40 Rezepte mit saisonalen Zutaten, stärkenden Proteinen, immunfördernden Lebensmittelkombinationen und einer Vielfalt an Sommerfrüchten. Zudem gibt es ein „Zero Waste Spezial“ und Interviews mit drei Sport- und Ernährungsprofis, die über eine optimale Ernährung bei einem aktiven Lifestyle aufklären: Coach und Ernährungsberater Nico Broegger sowie die beiden Laufcoaches, Podcaster und Autoren Katrin & Daniel von BeVegt und die Autorin Shabnam Rebo.

Silvia Bender, die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, sorgte vergangene Woche auf der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands in Osnabrück für Aufsehen, als sie deutlich machte, dass der Fleischkonsum in Deutschland  halbiert werden muss. Die Folgen des Fleischkonsums würden die Staatskasse stark belasten sowie unserer Gesundheit, dem Klima und der Umwelt schaden. Das Online-Magazin top agrar schrieb dazu, die Staatssekretärin hätte den Schweinehaltern eine klare Botschaft gesendet: Das Agrarministerium wolle eine pflanzenbasierte Ernährung etablieren. Bender sagte allerdings auch: Tierhaltung muss und soll es in Deutschland weiter geben. Wir müssen sie zukunftsfähig und krisenfest machen.

„Wir wollen weniger Tiere besser halten“, machte die Staatssekretärin den rund 250 anwesenden Schweinehaltern und weiteren Branchenvertretern deutlich. Das Leitbild der Bundesregierung bestehe dabei aus vier Komponenten:

Ein „Fleisch-Bashing“ seitens der Bundesregierung dementierte sie und erntete dafür Widerspruch sowie Buh-Rufe aus dem Publikum.

Diesen Sommer eröffnet der amerikanische Comedian und Schauspieler Kevin Hart die ersten Filialen seiner veganen Fastfood-Kette Hart House in LA. Dafür hat sich Hart mit dem Unternehmer Andy Hooper und dem Küchenchef Michael Salem, der zuvor als Leiter der kulinarischen Innovation bei Burger King arbeitete und bei der Einführung des veganen Impossible Whoppers half, zusammengetan.

„Es ist eine Sache, wenn man die Idee von jemandem hört und sich über die Zusammenarbeit mit einem Prominenten freut. Eine andere Sache ist es, wenn man die Idee von jemandem hört und sie tatsächlich mit dem eigenen Lebenswerk übereinstimmt, und genau das ist mir passiert“, sagte Salem dem Los Angeles Magazine. „Ich habe zu viele Tiere sterben sehen. Ich hatte zu viele Schuldgefühle wegen des Essens, das ich der Gemeinschaft serviert habe und sie lange Zeit wirklich ungesund gemacht hat, und ich glaube einfach nicht, dass das notwendig ist. Ich glaube, dass dies die Zukunft des Fast Foods ist, und deshalb habe ich den Job angenommen. Ich dachte, es sei eine unglaubliche Chance wirklich etwas zu verändern und ein Vermächtnis für die Gastronomie und eine Branche zu hinterlassen, die so gut zu mir gewesen ist.“

Auf der Speisekarte stehen unter anderem vegane Burger, Sandwiches, Nuggets, Pommes und Milchshakes. Zusätzlich zu den Filialen wird Hart House auch Food Trucks betreiben und Catering-Services anbieten. Wann genau die Eröffnung geplant ist, wurde leider noch nicht bekannt gegegeben.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technical University of Denmark arbeiten aktuell gemeinsam mit dem Küchen-Team des mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants Alchemist an der Entwicklung von tierfreien Meeresfrüchten durch die Kultivierung von Pilzen auf Seetang. Die Zusammenarbeit findet im Rahmen einer vom Good Food Institute finanzierten Studie statt, um eine innovative Methode zur Herstellung nachhaltiger Lebensmittel durch Fermentation zu demonstrieren.

Das Team wird untersuchen, wie die Beschaffenheit von Fadenpilzen zur Herstellung von nachhaltigeren Lebensmitteln genutzt werden kann und Produkte mit der Textur von Meeresfrüchten herstellen, indem sie die Pilzfermantation zur Verarbeitung des Seetangs in einem Verfahren verwendet, das der Herstellung von Tempeh ähnelt. Die Wissenschaftler werden dann mit dem Alchemist-Team zusammenarbeiten, um den Geschmack von Meeresfrüchten nachzubilden und die Verschmelzung von Pilz und Alge zu erreichen.

Wenn es gelingt, die Textur und den Geschmack von Meeresfrüchten nachzubilden, könnte das Produkt auf der Speisekarte des dänischen Restaurants stehen und auch in größerem Umfang verkauft werden. Dr. Leonie Johanna Jahn, Teamkoordinatorin in der Abteilung für bakterielle synthetische Biologie an der Technischen Universität Dänemark, sagte dazu: „Ich denke, dass es hier ein großes Potenzial gibt – es gibt nicht viele Alternativen für Meeresfrüchte auf dem Markt, aber es gibt sicherlich einen Bedarf dafür. Dies ist zudem ein Bereich, der bisher nicht wirklich erforscht wurde.“

Seit Anfang Juni gibt es das vegane Hähnchen von TINDLE auch in Deutschland und zwar in 20 verschiedenen Restaurants – viele weitere sollen folgen. Aktuell sind die TiNDLE-Produkte in folgenden Restaurants zu finden:

Berlin:


Hamburg:


Düsseldorf:


München:


Stuttgart:


Köln:

Das singapurische Startup beliefert bereits Restaurants in den USA, Großbritannien, Singapur, Hongkong, Amsterdam und Dubai. Zur Feier des Deutschland-Starts veranstaltete TiNDLE verschiedene Events, unter anderem konnten in der Markthalle Pfefferberg in Berlin vergangenen Samstag kostenlos Tacos von TiNDLE bei Taqueria el Oso probiert werden.

Der Erbsenfleisch-Hersteller endori kooperiert mit dem Systemgastronom WORLD OF PIZZA, um pflanzliche Alternativen zu den klassischen Fleisch- und Fischbelägen anzubieten. Ab Juli wird es in allen 29 „WORLD OF PIZZA“-Filialen exklusive Pizzen mit Toppings von endori geben. Ab August werden Gerichte wie Pizza, Burger, Fingerfood, Wraps, Pasta und Salate mit endori sowie regelmäßig wechselnde Aktionsangebote ein fester Bestandteil der Menükarte und des Onlineshops sein. 

„Unsere Gäste sind stets auf der Suche nach neuen Gerichten und Abwechslung zum gelernten Standard. endori konnte uns geschmacklich und mit innovativen Rezeptideen überzeugen. Die nachhaltige Unternehmensphilosophie trifft darüber hinaus aus unserer Sicht den aktuellen Zeitgeist. Wir freuen uns sehr über diese Kooperation!“, sagt Torsten Kaldun, Gründer von WORLD OF PIZZA, über die neue Zusammenarbeit.

Seit 18. Mai können sich EU-Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe ihrer Unterschrift für ein Verbot der Pelztierhaltung in Europa einsetzen. Die Europäische Bürgerinitiative Fur Free EU hat das Ziel, die Haltung und Tötung von Tieren zur Pelzgewinnung sowie das Inverkehrbringen von Pelzen zu beenden. Innerhalb eines Jahres müssen nun EU-weit eine Million verifizierte Unterschriften von Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aus mindestens sieben Mitgliedstaaten gesammelt werden, damit die EU-Kommission sich mit der Initiative befasst.

Die Bürgerinitiative kommt genau zur richtigen Zeit. Die Europäische Kommission überarbeitet derzeit die Tierschutzvorschriften der EU, was eine Gelegenheit darstellt ein Verbot sowohl der Produktion als auch des Verkaufs von Zuchtpelz einzuführen. Desweiteren haben 12 EU-Länder vor kurzem die Europäische Kommission dazu aufgerufen, Möglichkeiten für ein dauerhaftes Verbot der Pelztierhaltung in der EU zu prüfen und einen Gesetzesvorschlag hierzu vorzulegen und auch der wirtschaftliche Druck wächst. Die Pelzindustrie befindet sich aufgrund der COVID-19-Pandemie sowohl wirtschaftlich als auch im Bereich der Tiergesundheit in einer Krise und immer mehr Modemarken geben bekannt, kein Fell mehr in ihren Kollektionen zu nutzen. Zuletzt entschieden sich Dolce & Galbbana und Moncler zu diesem Schritt.

Die Universität Bonn hat eine neue Publikation veröffentlicht, die einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zu den Auswirkungen des Fleischkonsums auf die Umwelt, das Klima sowie die Wirtschaft und die Gesundheit gibt. Der Titel der dazugehörigen Presseerklärung lautet zwar „Meat consumption must fall by at least 75 %“ (Der Fleischkonsum* muss um mindestens 75 % sinken), jedoch steht darin auch geschrieben, dass die Forscher zu dem Ergebnis kommen, dass ein kompletter Fleischverzicht aus ökologischer Sicht und für die Weltbevölkerung in manchen Regionen weder notwendig noch sinnvoll sei. Doch zumindest eine drastische Reduktion im westlichen Fleischverzehr wird auch abseits technologischer Innovationen zur Verbesserung der Umweltbilanz von Fleisch gefordert: „Wenn alle Menschen so viel Fleisch konsumieren würden, wie Europäer oder Nordamerikaner, würden wir die internationalen Klimaziele mit Sicherheit verfehlen und viele Ökosysteme würden zusammenbrechen. Wir müssen daher unseren Fleischkonsum deutlich reduzieren, am besten auf 20 kg oder weniger pro Jahr“. erklärt Studienautor Prof. Dr. Matin Qaim vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn.

*Bei Fleischkonsum oder auch Fleischverzehr handelt es sich um tatsächlich verzehrtes Fleisch, wohingegen der Fleischverbrauch das gesamte durch Schlachtung produzierte Fleisch inkludiert – also auch jene Teile, die nicht verzehrt werden. Die in dem Zitat, welches im Titelbild zu sehen ist, genannten 80 kg je EU-Bürger beziehen sich also auf den Verbrauch. Der Verzehr bzw. Konsum hat in Deutschland im vergangenen Jahr einen neuen Tiefstand von 55 kg pro Person erreicht.

Laut einer Antwort des Umweltministeriums auf Anfrage der Grünen im bayerischen Landtag sind 2021 fast eine Million Schweine, etwa 220.000 Rinder und zwei Millionen Hühner in Bayern schon vor der Schlachtung verendet oder anderweitig ums Leben gekommen. Das Ministerium beruft sich dabei auf Zahlen aus den Jahren 2019-2021, wonach in Bayern etwa 4,7 Millionen Schweine und 955.000 Rinder pro Jahr geschlachtet wurden. Tiere, die an den Tierkörperbeseitigungsanlagen (TBA) angeliefert wurden, seien durch Krankheit, Schwäche oder Unfall gestorben oder wurden aus diesen Gründen notgetötet. „Jedes fünfte Schwein und jedes fünfte Rind in den bayerischen Betrieben ist somit vor der Schlachtung verendet. Das ist erschreckend“, sagte Paul Knoblach, Sprecher für Tierwohl der Landtags-Grünen und fordert angesichts der hohen Zahlen und dem dahinter stehenden Leid der Tiere ein Umdenken in der Fleischproduktion: „Wir müssen also das System ändern – und zwar dringend.“ Desweiteren merkte der Politiker an: „Tiere dürften keine reinen Produktionsgüter sein.“

Das Umweltbundesamt hat ein ökologisches Entlastungspaket vorgeschlagen, welches eine Befreiung der Mehrwertsteuer bei pflanzlichen Nahrungsmitteln, öffentlichem Personenverkehr, Solaranlagen, Getreideerzeugnisse und pflanzlichen Ölen vorsieht. „Was umweltfreundlich ist, sollte günstiger werden, was umweltschädlich ist, darf der Staat nicht länger mit zu niedrigen Steuern subventionieren“, sagte der Präsident des Bundesamtes, Dirk Messner. Im Gegenzug für die Entlastungen würden außerdem zu einem späteren Zeitpunkt Subventionen für umweltschädliche Produkte schrittweise entfallen. Konkret würde damit die ermäßigte Mehrwertsteuer von sieben Prozent für Fleisch auf die regulären 19 Prozent angehoben. Davon würden laut dem Umweltbundesamt vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen profitieren. Hintergrund des Vorschlages seien auch aktuelle Änderungen im Europarecht, die diese nun rechtlich absichern.

Auch eine aktuelle Petition namens #WenigerFürMehr, die von den veganen Bloggern, Unternehmern und Kochbuchautoren Philipp und Nadine Steuer gemeinsam mit Stefan Kirschke, der seit Jahren auf dem Gebiet der Ethik forscht, gestartet wurde, befasst sich mit der Besteuerung von veganen Lebensmitteln. Darin fordern die Initiatoren die Mehrwertbesteuerung von pflanzlichen Lebensmitteln auf zumindest 5 % zu reduzieren und dabei alle pflanzlichen Ersatzprodukte einzuschließen.

Vergangene Woche demonstrierten Klimaaktivisten auf der UN-Klimakonferenz in Bonn für Verhandlungen über das „Plant Based Treaty“-Abkommen zu einer pflanzenbasierten Ernährung als Maßnahme gegen den Klimawandel. Im Zuge dessen verteilten sie ein Positionspapier mit dem Text „Appetit auf einen pflanzenbasierten Vertrag. Der IPCC zeigt wiederholt, dass eine vegane Ernährung optimal ist, um die ernährungsbedingten Emissionen drastisch zu reduzieren“. Das Plant-Based-Treaty-Abkommen wurde bisher von über 750 Organisationen, fast 600 Unternehmen, 16 Städten und Bundesstaaten und fast 40.000 Einzelpersonen unterstützt – unter ihnen prominente Persönlichkeiten wie Sir Paul McCartney und der Sänger und vegane Aktivist Moby und enthält drei Forderungen:

  1. Der Stopp aller neuen Landnutzungsänderungen für Tierhaltung und Massentierhaltung.
  2. Die Umstellung der Lebensmittel- und Agrarsysteme auf pflanzliche Alternativen.
  3. Die Heilung geschädigter Ökosysteme durch Wiederbegrünung und Wiederaufforstung.

„Dies ist ein Jahrzehnt, in dem es um Leben und Tod geht, besonders wenn es um die Methankrise geht“, sagte Yael Hanna, Aktivistin des Plant Based Treaty, in einer Pressemitteilung. „Wir brauchen eine sofortige und schnelle Umstellung von tierischen Lebensmitteln auf pflanzliche Lebensmittel als Antwort auf die Klimakrise. Die vom IPCC präsentierte Wissenschaft ist unwiderlegbar, eine vegane Ernährung ist die optimale Ernährung für den Planeten und wir müssen jetzt einen Vertrag über pflanzenbasierte Ernährung aushandeln.“

Zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 wurde von der Europäischen Union das EU- Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch eingeführt, um Übergewicht und ungesunder Ernährung entgegenzuwirken. Laut dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung soll „durch das tägliche Angebot die Akzeptanz der Kinder für Gemüse, Obst und Milch erhöht und eine Vorliebe für diese Produkte entwickelt werden. Die begleitenden pädagogischen Maßnahmen wie Unterrichtseinheiten oder Bauernhofbesuche sollen den Kindern zudem landwirtschaftliche Erzeugung und eine Vielfalt an landwirtschaftlichen Erzeugnissen nahebringen“.

Im Rahmen dieses Programms werden europaweit jährlich unter anderem etwa 160 Millionen Liter Kuhmilch subventioniert. Nun bietet sich erstmals seit Bestehen des Programms die Möglichkeit eine Änderung hin zu einer pflanzlicheren Ernährung mitzugestalten, sodass angereicherte vegane Milchalternativen im selben Maße wie Kuhmilch in Schulen gefördert werden. Die EU-Kommission wird das EU-Schulprogramm sowie die EU-Beihilfe überarbeiten und hat hierfür vom 5. Mai bis zum 28. Juli 2022 eine öffentliche Konsultation gestartet. Das bedeutet, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zu dem Programm äußern können. Dieses Feedback wird dann von der Kommission in einem Bericht zusammengefasst und bei der Überarbeitung berücksichtigt.

Zu dieser Gelegenheit hat die international tätige Ernährungsorganisation ProVeg zusammen mit dem schwedischen Haferdrink-Hersteller Oatly und weiteren Partnern eine Petition gestartet, um diese Entwicklung zu forcieren. Die Petition steht unter www.schoolmilk.org zur Verfügung.


Petition hier unterzeichnen

Im Rahmen der Kampagne zur Förderung von pflanzlichen Milchalternativen hat der Pflanzendrink-Hersteller Oatly auch einen passenden neuen Werbespot veröffentlicht, der das Thema auf humoristische Art aufgreift. Auch die VeganNews-Redaktion schließt sich dieser Forderung an und unterstützt die Ansicht, dass es aufgrund der ethischen, ökologischen und
(welt)gesundheitlichen Aspekte der Milchproduktion an der Zeit ist – und das bestätigt auch u.a. der diesjährige IPCC-Report – die sogenannte Nutztierhaltung zu reformieren und unter anderem auch einen stärkeren Fokus auf adäquat angereicherte pflanzliche Milchalternativen zu legen.

Wie wir bereits in unserem Newsbeitrag vom 10. März 2022 berichtet haben, wird in Kapitel 5 des IPCC-Reports die bedeutsame Rolle der Reduktion tierischer zugunsten pflanzlicher (und zellbasierter) Lebensmittel hervorgehoben. Das s.g. „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC; oft als Weltklimarat bezeichnet), wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen und der Weltorganisation für Meteorologie als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen, um für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen und damit eine Grundlage für wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu bieten.

* Bei diesem Newsbeitrag handelt es sich um eine Werbepartnerschaft mit der Oatly Germany GmbH

Bei einem Schiffsunglück im Roten Meer sind fast 16.000 Schafe ertrunken. Nach Angaben der Hafenverwaltung im sudanesischen Suakin sank der völlig überladene Frachter namens Al Badri 1 am Sonntagmorgen mit 15.800 Schafen an Bord, die für die Schlachtung bestimmt waren. Die Besatzung konnte gerettet werden. Laut Hafenverwaltung war das Schiff nur für den Transport von 9.000 Schafen zugelassen und ging unter, nachdem Tausende weitere Tiere an Bord gebracht und das Schiff dadurch aus der Balance gebracht wurde. Daraufhin kippte es auf die rechte Seite und lief mit Wasser voll. Der Sudan hat eine der grössten Vieh-Populationen Afrikas.

Während ihrer „Happier Than Ever“-Welttournee veranstaltet die Sängerin Billie Eilish das Klima-Event Overheated in Zusammenarbeit mit Support + Feed (eine Initiative, die sich für ein gerechtes, pflanzenbasiertes Lebensmittelsystem einsetzt und von Eilishs Mutter gegründet wurde) und Reverb (eine Non-Profit-Organisation, die Musiker dabei unterstützt, sich für ökologische und soziale Probleme einzusetzen) von 10. – 26.6. in London’s O2 Arena. Das Event bringt Klimaaktivisten, Musiker und Designer zusammen, um über die Klimakrise & über ihre Arbeit zu sprechen. Mit dabei sind die Sängerin Ellie Golding, die Gründerin der Sage Foundation und Unicef-Beraterin Naza Alakija, die Klima-Aktivistin Einass Bakhiet, die Klima-Gerechtigkeitsaktivistin Wawa Gatheru und CEO von Impossible Foods Peter McGuinness. Die Themen reichen von umweltfreundlichen Praktiken in der Musikindustrie über die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung bis hin zu nachhaltiger Mode. Zudem gab die O2-Arena bekannt, dass sie während Eilishs Veranstaltungen alle tierischen Produkte aus der Arena entfernt und zusätzliche vegane Optionen in ihr Angebot aufnimmt.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden im Jahr 2021 42% mehr Pflanzendrinks (296,1 Mio. Liter) als im Vorjahr importiert (208,5 Mio. Liter). Gegenüber 2017 haben sich die Importe sogar mehr als verdreifacht (89,5 Mio. Liter). Die Exporte hingegen sanken im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,6 % (118,4 Mio. Liter wurden exportiert).

Diese Daten wurden im Rahmen einer Presseerklärung veröffentlicht, die über die sinkende Produktion von Trinkmilch im Jahr 2021 berichtete. 2021 wurden in Deutschland 7,6 Milliarden Liter Trinkmilch zum Absatz erzeugt – das sind 7,1% weniger als noch im Vorjahr, als die Produktion 8,2 Milliarden Liter betrug.  Das war der niedrigste Wert seit 2002. 

Der amerikanische Hersteller von kultiviertem Fleisch GOOD Meat, der zu dem Unternehmen Eat Just Inc. gehört, hat sich mit einem der führenden Hersteller von Bioprozessanlagen namens ABEC zusammengetan, um die weltweit größten Bioreaktoren zur Herstellung von kultiviertem Fleisch zu bauen. Der US-Standort für die Anlage soll Ende 2024 in Betrieb genommen werden. Damit sollen bis 2030 etwa 13.700 Tonnen kultiviertes Fleisch pro Jahr produziert werden. Außerdem stellt ABEC einen 6.000-Liter-Bioreaktor für den Good Meat-Standort in Singapur her – dieser soll Anfang 2023 die Produktion aufnehmen und wird zu diesem Zeitpunkt der größte bisher installierte Kulturfleisch-Bioreaktor sein.

„Die Bioreaktoren werden bei Weitem die größten sein – nicht nur in der Zuchtfleischindustrie, sondern auch in der Biopharmabranche. Die konstruktiven und technischen Herausforderungen sind also beträchtlich, die Kapitalinvestitionen sind beträchtlich und das Potenzial, einen weiteren Schritt zur Abkehr der Gesellschaft von Schlachtfleisch zu machen, ist beträchtlich.“, sagte Josh Tetrick, Geschäftsführer von Eat Just dem Guardian.

Vor zwei Jahren haben Aktivisten innerhalb einer angemeldeten Aktion für 35 Minuten die Straße am Haupteingang vom Schlachthaus Tönnies in Rheda-Wiedenbrück mit einer friedlichen Sitzblockade blockiert. Nun sind sie wegen „gemeinschaftlicher Nötigung“ angeklagt. Das Verfahren gegen die Angeklagten wird am 13. Juni 2022 um 10 Uhr im Landgericht Bielefeld verhandelt, ein Zusatztermin ist für den 20. Juni 2022 angesetzt. Um ihnen den Rücken zu stärken, veranstalten Extinction Rebellion, Bielefeld Animal Save und Münster for Liberation eine Mahnwache und Pressekonferenz. “Tönnies steht seit vielen Jahren immer wieder in der Kritik wegen der massenhaften Tötung von Lebewesen, den schlechten Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden, der Anwerbung ukrainischer Flüchtlinge an der polnischen Grenze, Missachtung der Coronaschutzverordnung, Sozialbetrug und Geldwäsche. Es gibt also kaum einen passenderen Ort, um für Klimaschutz, Menschen- und Tierrechte zu protestieren als vor Tönnies. Es gehören nicht die Aktivisten angeklagt, sondern der Konzern, der Menschen, Tiere, Klima und Umwelt für eigene Profite ausbeutet. Trotz massiver Kritik hat sich kaum etwas geändert. Da die Politik nicht ausreichend die Rahmenbedingungen schafft, Klima- und Tierschutz und Menschenrechte durchzusetzen und zu vereinen, bleibt uns nur die Möglichkeit, mit dieser Aktion zivilen Ungehorsams auf unser Anliegen aufmerksam zu machen”, sagt die angeklagte Sophia Fahrland, Aktivistin beim Tierbefreiungstreff Münster.

Zum vierten Mal zeichnete die Tierschutzorganisation PETA Deutschland Unternehmen für ihr veganes Sortiment und ihre veganen Produktneuheiten aus. Dabei listete PETA 30 Unterkategorien innerhalb der fünf Hauptkategorien „Special Awards“, „Burger, Pizza & Co.“ „Käse, Joghurt & Co.“, „Fertiggericht, To-go & Co.“ und „Snacks, Chips, Schokolade & Co.“ auf. Unter den Gewinnern sind u.a. Lidl für die beste vegane Eigenmarke mit ihrer veganen Marke Vemondo, Wheaty für die beste vegane Snackwurst mit der Sucuk Snacker Wurst, Endori für den besten veganen Fischburger namens burger di mare, Koro für das beste vegane Geschnetzelte, Veganz für das beste vegane Ei, Dr. Mannah’s für den besten veganen Camembert mit ihrer Sorte Creamy White, Fisch vom Feld für das beste vegane Tiefkühlgericht mit ihrem veganen Schlemmerfilet, Oatly für das beste vegane Eis und die vegane Creamery New Roots für das beste vegane Crème Fraîche.