Rezepte
Sebastian Copien & Niko Rittenau

Zitronentartelettes mit Baiser

für 4 Tartelettes
55 Minuten

Ruhezeit: 1 Stunde

Zutaten

½ Rezeptmenge Mürbeteig (siehe Rezept unten)

Für den Lemon Curd:
50 g Karotte, geschält
30 g Speisestärke
300 ml Sojadrink (oder eine andere neutral schmeckende Milchalternative)
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
50 g vegane Butter
50 g Rohrzucker
Salz
80 ml Zitronensaft (von etwa 3 großen Zitronen)

Für das Baiser:
80 ml Kichererbsen-Kochwasser (aus der Dose oder dem Glas)
1 Päckchen Sahnesteif
50 g Rohrohrpuderzucker

Flambiergerät

Zubereitung

  1. Den Mürbeteig zubereiten und wie im Rezept beschrieben backen.
  2. Währenddessen für den Lemon Curd die Karotte fein würfeln und in 500 ml Wasser in 10 Minuten sehr weich kochen; abgießen. Die Stärke mit 50 ml Sojadrink glatt anrühren. Karotte, 1 EL Zitronenschale, vegane Butter, Zucker, 1 Prise Salz und den restlichen Sojadrink (250 ml) in einem Topf mischen und aufkochen. Die angerührte Stärke einrühren und unter ständigem Rühren 2 Minuten köcheln lassen, bis die Creme deutlich andickt. Den Zitronensaft einrühren und die Creme kurz und kräftig aufkochen. Nach Belieben noch etwas mehr Zitronensaft zugeben, sie soll intensiv zitronig schmecken.
  3. Die Creme in eine Schüssel geben und 10 Minuten auskühlen lassen. Noch lauwarm in die fertig gebackenen Tartelettes füllen.
  4. Die Tartelettes zugedeckt im Kühlschrank etwa 1 Stunde abkühlen lassen. Danach das Kichererbsen-Kochwasser mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine 2 Minuten auf höchster Stufe schlagen. Das Sahnesteif dazugeben und das Wasser in 5–8 Minuten steif schlagen. Man muss die Schüssel umdrehen können, ohne dass die Masse herauskommt. Den Zucker hinzufügen und 1 Minute unter den steifen Kicherschnee schlagen.
  5. Den Kicherschnee in einen Spritzbeutel mit großer Tülle füllen und dekorativ auf die Törtchen spritzen. Alternativ mit dem Löffel eine dekorative Nocke aufsetzen. Mit dem Flambiergerät die Baiseroberfläche sanft anrösten, hier schnell und zügig arbeiten, da die Masse nicht so stabil ist. Es soll einfach eine schöne Röstfarbe entstehen. Die Tartelettes servieren und genießen.

Tipp: Den Teig am Vortag zubereiten. Dann hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen.

Alternative: Für Vanilletartelettes die Tartelettes mit Vanillecreme (siehe Rezept) füllen.

Alternative: Die Törtchen schmecken auch pur ohne Baiser oder mit veganer Schlagsahne gekrönt.


Mürbeteig

Portionsmenge: für 8 Tartelettes oder 1 große Tarte
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Backzeit: 25 Minuten
Ruhezeit: Mind. 3 Stunden

Zutaten:
300 g Weizenmehl Type 405
100 g Rohrohrpuderzucker
200 g kalte Margarine (Alsan; oder geschmacksneutrales Kokosöl)
1 Prise Salz
1 EL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

Zubereitung:

  1. Mehl und Zucker in eine Schüssel sieben. Die Margarine in Würfel schneiden, in die Schüssel geben und mit einer Teigkarte oder ähnlichem hacken und dabei sanft mit den restlichen Zutaten vermengen. Dies dauert zwar lange, ist aber essenziell für das Gelingen des Teigs. Ist am Ende eine feine, krümelige Masse entstanden, diese ganz kurz mit den Händen zu einem homogenen Teig kneten, falls nötig 1–2 EL kaltes Wasser einarbeiten (bestenfalls funktioniert es jedoch ohne).
  2. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Den Ofen auf 180°C Umluft stellen. Den kalten Mürbeteig dünn ausrollen und acht Tarteletteförmchen (Ø 7 cm) damit auskleiden. Hierzu am besten erst den Boden ausschneiden – die Förmchen als Schablone verwenden – und diesen in die Form legen. Dann einen Streifen passend zur Förmchenhöhe schneiden und sanft an den Formrand drücken. Die Tartelettes im Ofen in 20–25 Minuten goldbraun backen, herausnehmen und abkühlen lassen.

Tipp: Das Fett ist hier essenziell, mit Alsan und Kokosöl klappt es super.

Tipp: Am besten Mürbeteig nicht mit den Händen und immer so kurz wie möglich bzw. nur so lange wie nötig und nicht zu stark kneten, sonst wird er klebrig und beim Backen hart.

Tipp: Den Teig kann man gut einfrieren.

Tipp: Um sicherzustellen, dass der Teig keine Blasen wirft, kann man ihn blindbacken. Dafür vor dem Backen Backpapier in die mit Teig ausgekleideten Formen legen und mit trockenen Hülsenfrüchten oder Reis bedecken. Nach dem Blindbacken Reis oder Hülsenfrüchte in einem verschlossenen Glas aufbewahren, sie können immer wieder verwendet werden.

Alternative: 3 EL Kakaopulver zum Mehl sieben und so einen Schoko-Mürbeteig herstellen.

Alternative: Für Butterkekse den Teig 1 cm dick ausrollen, runde Kekse ausstechen und 15 Minuten bei 190°C backen.

Kochbuch

Autoren: Sebastian Copien & Niko Rittenau
Titel: Vegane Ernährung für Einsteiger
Verlag: Dorling Kindersley Verlag GmbH
ISBN: 978-3-8310-4325-5