Der Schweizer Fleischersatzhersteller Planted hat in Kooperation mit dem Sternekoch Tim Raue eine neue Limited Edition auf den Markt gebracht: planted.chicken Green Paprika & Lime. Die neue Edition gibt es ab sofort in limitierter Stückzahl bei ausgewählten Händlern in Deutschland und der Schweiz sowie im Planted Webshop zu kaufen.
Zusätzlch zu der neuen Limited Edition hat der bekannte Sternekoch ein Signature Dish mit „planted.chicken Green Paprika & Lime“ entwickelt, dass sich durch frische Zitrusaromen der Limette und leichter, fruchtiger Schärfe auszeichnet. Die von Tim Raue kreierte Sauce, die auch als Marinade für das planted.chicken verwendet wird, hat einen leichten Spicy-sweet-and-sour-Geschmack und lässt sich vielseitig einsetzen. Topinambur-Püree gepaart mit der Schmorgurke verleiht dem Rezept eine besondere Würze und einen asiatischen Touch, welcher typisch für die Küche von Tim Raue ist. „Meine Küche lebt von der Aromatik, von Süsse, Säure und Schärfe. Und in den letzten 13 Jahren hat sie sich stetig weiterentwickelt, ist komplexer und vielschichtiger geworden. Wir versuchen stets, am Puls der Zeit zu sein, und bewerten immer wieder neu, welche Anpassungen wir vornehmen wollen“, sagt Tim Raue über die neue Kreation in Zusammenarbeit mit Planted.
Bereits im letzten Jahr sorgte die Kooperation zwischen Planted und Tim Raue für Schlagzeilen. Die vegane Pekingente in einer eigens kreierten Five-Spice- Marinade war offenbar von Erfolg gekrönt, an dem der Fleischhersteller und der Sternekoch mit der neuen Kreation anknüpfen wollen. Dass die Planted-Produkte sich sowohl für Hobby-Köche als auch für die Sternegastronomie eignen, hat das Unternehmen wiederholt unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit dem Sternekoch Nenad Mlinarevic brachte Planted eine weitere Limited Edition namens „Pulled Miso“ heraus und arbeitete auch bereits mit dem erfolgreichen Vegan-Koch Sebastian Copien zusammen, der einen veganen Weihnachtsbraten für sie entwickelte. Doch nicht nur Köche sind von den Produkten überzeugt. 2022 gab der Ernährungswissenschaftler und VeganNews-Gründer Niko Rittenau bekannt, als Markenbotschafter mit Planted zu kooperieren, um den gesundheitlichen Wert veganer Fleischalternativen weiter zu optimieren, sodass diese nicht nur ein gleichwertiger Ersatz, sondern die gesundheitlich bessere Wahl sind und somit in jeder Lebensphase ein guter Nährstofflieferant im Rahmen einer gesunden Ernährung.
Wissenschaftler der Northwest A&F University haben vor kurzem in der autonomen Region Ningxia Hui im Nordwesten Chinas drei geklonte Kühe mit einer bis zu 50% höheren Milchleistung als bisherige Milchleistungskühe in den USA zur Welt gebracht. Geplant sei in zwei bis drei Jahren eine Herde von über 1.000 „Superkühen“ zu züchten, um die Abhängigkeit Chinas von Rinderimporten zu verringern. Tierschützer äußern sich besorgt über dieses Vorhaben, da derartige genetische Leistungsoptimierungen zulasten der Gesundheit und des Wohlbefindens der Tiere gehen.
Die Geburt der drei Kälber ist der erste „erfolgreiche“ Versuch chinesischer Wissenschaftler, die Keimplasma-Ressourcen von „Superkühen“ in China mit der Methode des somatischen Zellkerntransfers zu sammeln, wiederherzustellen, zu bewahren und sie effizient zu vermehren. Die drei Kälber stammen von geklonten Kühen, die in verschiedenen Betrieben in China aufgezogen wurden. Es handelt sich um sogenannte Superkühe, Rinder der Rasse Holstein Friesian, die im Laufe der Jahre nach China importiert wurde, in der Lage ist 18 Tonnen Milch pro Jahr und in ihrem Leben über 100 Tonnen Milch zu produzieren sowie langlebig und stressresistent sind.
Laut der Global Times berichten Experten, dass einige Länder den Verkauf von Holstein Friesian Rindern nach China verboten haben, während die Nachfrage nach Milchprodukten in China steigt. Nach Angaben der Northwest A&F University sei China zu 70 Prozent von den Importen von Milchkühen abhängig, schreibt die Global Times.
Schauspielerin und Model Pamela Anderson wird die kanadische Kochshow „Pamela’s Cooking With Love“ hosten. Darin wird sie gemeinsam mit Köchen vegane Gerichte für Freunde und Familie in ihrem Elternhaus in Ladysmith auf Vancouver Island kochen. Die Serie wird acht einstündige Episoden umfassen und soll im Jahr 2024 ausgestrahlt werden.
Anderson ist durch zahlreiche Kampagnen für die Tierrechtsorganisation PETA bekannt für ihren Tierrechts-Aktivismus und setzt sich regelmäßig für Tierrechte und Tierschutz ein. Anderson wurde schon als kleines Kind Vegetarierin, nachdem ihr Vater nach einer Jagd ein blutiges Reh mit nach Hause gebracht hatte. „Ich habe tagelang geweint. Es war nicht schwer für mich, etwas so Grausames aufzugeben. Ich habe auch meinen Vater dazu gebracht, mit dem Jagen aufzuhören.“ Seit mehr als drei Jahrzehnten ernährt sie sich überwiegend pflanzlich und trägt weder Leder noch Pelz. In einem Gespräch mit dem Guardian im Jahr 2018 sagte sie, dass sie sich selbst als „freche Veganerin“ bezeichnet. „Ich lebe in Frankreich, ich esse Croissants. Ich tue mein Bestes, aber ich bin kein Diktator. Es ist eine radikale Entscheidung, vegan zu leben, deshalb bin ich nicht so streng.“
In Kooperation mit Beyond Meat führt McDonald’s Deutschland zwei neue Produkte ein. Ab dem 22. Februar gibt es in allen deutschen Filialen die veganen „McPlant“-Nuggets und den vegetarischen „McPlant“-Burger dauerhaft auf der Speisekarte. Um die neuen McPlant-Produkte möglichst vielen Menschen schmackhaft zu machen, werden vom 22. Februar bis zum 01. März in den McDonald’s Restaurants in Deutschland gratis Probierportionen verteilt.
„Wir wollen mit der Einführung der McPlant Produktplattform ein ansprechendes Angebot für die wachsende Gruppe der Flexitarier:innen in unseren Restaurants etablieren. Durch die Zusammenarbeit mit der bekannten Marke Beyond Meat konnten wir Produkte kreieren, die sich geschmacklich nahtlos in die ikonische Angebotspalette unseres Unternehmens einreihen“, so Mario Federico, Vorstandsvorsitzender McDonald’s Deutschland. Zudem startet die Fastfoodkette zum 22. Februar unter dem Motto „Iss, was Du likest“ auch eine Marketingkampagne inklusive eines 30- bzw. 20-sekündigen TV-Spots rund um die Einführung der neuen McPlant Produktplattform.
McDonald’s und Beyond Meat arbeiten seit 2019 zusammen. Seitdem wurde der Burger in Großbritannien, Irland, Österreich, den Niederlanden und nun auch in Deutschland dauerhaft in die Speisekarten aufgenommen. Die neuen McPlant-Nuggets sind ein exklusives Rezept für McDonald’s in Deutschland und werden aus Erbsen, Mais, Weizen und Tempura-Panade hergestellt, der Burgerpatty besteht aus Erbsenprotein. In seiner Pressemitteilung weist das Unternehmen darauf hin, dass es während der Zubereitung in den Restaurantküchen zu Kontakt mit Fleischerzeugnissen kommen kann. Obwohl der Name nahelegt, dass es sich bei dem McPlant-Burger um ein rein pflanzliches Produkt handelt, wird der Burger standardmäßig mit tierischem Käse und Mayonaisse zubereitet.
Mit Hilfe sogenannter „Fibrillierungstechnologie“ hat das Schweizer Startup Mirai Foods ein innovatives, zellbasiertes Rinderfiletsteak entwickelt. Mit Hilfe dieser Technik werden lange, voll ausgereifte Muskelfasern konstruiert, die mit kultiviertem Fettgewebe ergänzt werden und dadurch überzeugend fleischige Geschmackserlebnisse liefern.
„Andere Fleischsorten können bereits im Labor hergestellt werden“, sagt Christoph Mayr, CEO und Mitgründer von Mirai Foods. „Ein Filetsteak ist die ultimative Herausforderung: Es besteht aus verschiedenen Zelltypen, die – wenn sie richtig kombiniert werden – eine komplexe Fleischstruktur ergeben. Dieser Strukturierungsprozess ist technologisch anspruchsvoll und macht die Herstellung von Steaks extrem schwierig. Deshalb macht Mirai Foods mit dem ersten kultivierten Rinderfiletsteak einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiges Fleisch.“
Während andere Hersteller von zellbasiertem Rinderfleisch nur Hackfleisch oder sehr dünne Scheiben herstellen können, hat das in Zürich sitzende Unternehmen gezeigt auch Steaks mit einer Dicke von eineinhalb Zentimetern und eine ähnliche Beschaffenheit wie das tierische Pendant herstellen zu können. Die dafür entwickelte Fibrillierungstechnologie, für die Mirai Foods bereits drei Patente angemelder hat, ermöglicht laut dem Startup nicht nur einen besseren Nährwert und Geschmack, sondern schafft auch erhebliche Kostenvorteile in der Produktion.
„Wir haben drei internationale Patente für diese Schlüsseltechnologie angemeldet“, sagt Suman Das, CSO und Mitbegründer von Mirai Foods. „Wir können eine echte Alternative zu konventionellem Fleisch bieten: Mit unserer Technologie kann man ein echtes Steak zubereiten und essen – und weiß, dass kein Tier dafür sterben musste und das Klima nicht geschädigt wird. Die Ernährung ist ein großer Hebel für mehr Klima- und Tierschutz: Die Nachfrage nach Fleisch wird sich bis 2050 voraussichtlich verdoppeln, die konventionelle Fleischproduktion kann diesen Bedarf gar nicht decken, schon gar nicht auf nachhaltige Weise.“
Die Plattform Cruelty-Free Kitty, die eine Datenbank mit tierversuchsfreien Marken betreibt, bestätigte Anfang Januar, dass sie 10 weitere Kosmetikmarken in ihre Datenbank aufgenommen hat, da diese aufgrund einer Gesetzesänderung in China keine Tierversuche mehr durchführen lassen. Unter ihnen befinden sich bekannte Marken wie Dove, Herbal Essences, Rituals und Aussie.
Im Jahr 2021 hat die chinesische Regierung ihre neue Kosmetik-Richtlinie CSAR (Cosmetics Supervision and Adminstration Regulation) auf den Weg gebracht. Diese sieht vor, dass ab 1. Mai dieses Jahres importierte Kosmetikprodukte der Kategorie „Non-Special Use“ (z. B. Shampoo, Duschgel, Körperlotion, Make-up) nicht mehr zwingend an Tieren getestet werden müssen, um in der Volksrepublik verkauft werden zu können. Zuvor mussten nur in China produzierte und verkaufte Kosmetika nicht an Tieren getestet werden. Für alle aus dem Ausland importierten Kosmetikprodukte hingegen waren solche verpflichtend und chinesische Behörden testeten diese in Tierversuchen. Jedoch bestehen Ausnahmen der 2021 eingeführten Regelung: Ausgenommen von der Befreiung sind Baby- und Kinderprodukte sowie Produkte mit neuen Inhaltstoffen. Für Produkte der Kategorie „Special Use“ (z.B. Whitening-Präparate, Sonnenschutzmittel, Haarfärbemittel, Dauerwellenprodukte oder Mittel gegen Haarausfall) müssen Hersteller für die Vermarktung in China weiterhin Tierversuche durchführen lassen.
Cruelty-Free Kitty listet mittlerweile über 600 Marken, die tierversuchsfrei produzieren. Bei den aufgrund der gelockerten Vorschriften in China neu hinzugefügten Marken handelt es sich um Herbal Essences, Dove, Wet n Wild, Physicians Formula, First Aid Beauty, Supergoop!, Rituals, Aussie, Simple und Suave.
Im September 2022 haben wir darüber berichtet, dass die Kaffeehauskette Starbucks in Österreich in der Schweiz in seinen Filialen bereits keinen Aufpreis mehr für pflanzliche Milch verlangt. Nun hat Starbucks Deutschland nach jahrelanger Kritik und Petitionen bekanntgegeben, es ihnen gleichzutun und ebenfalls den Aufpreis für Mandel-, Hafer-, Kokos- und Sojamilch zu streichen.
Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland startete 2019 eine Petition, die Starbucks zu diesem Schritt auffordert. Tausende Menschen haben seitdem die Petition unterzeichnet. Auch Prominente wie der US-amerikanische Schauspieler James Cromwell hatten gegen den Aufpreis bei veganen Milchalternativen in England protestiert. Auch Starbucks UK gab im Januar 2022 bekannt, den Aufpreis zu streichen.
„Starbucks Deutschlands Entscheidung und Schritt ist wegweisend. Nun sollte die beliebte Kaffeekette auch auf globaler Ebene nachziehen und in allen Filialen weltweit den Aufpreis von pflanzlichen Milchalternativen der Vergangenheit angehören lassen und abschaffen.“, sagte Tobias Schalyo, Manager Corporate Responsibility bei PETA Deutschland.
Das Eidgenössische „Department des Inneren“ (EDI) fechtet die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, dass der Schweizer Fleischersatzhersteller Planted seine Produkte weiterhin mit Namen wie «planted.chicken» bezeichnen darf und diese Bezeichnung keine Verbrauchertäuschung darstellt, vor dem Schweizer Bundesgericht an. Bis Ende des Jahres wird das Bundesgericht entscheiden, ob in der Schweiz produzierte Fleischalternativen weiterhin als pflanzliches „Huhn“ oder „Schweinefleisch“ bezeichnet werden dürfen.
Im Mai 2021 beanstandete das Kantonale Labor Zürich verschiedene Kennzeichnungselemente von Planted-Lebensmitteln; insbesondere Tierartenbezeichnungen wie „planted.chicken“, „planted.chicken güggeli“, „planted.pulled pork“ oder „planted.pulled BBQ“, da diese laut deren Aussage irreführend seien. Planted erhob dagegen Rekurs bei der Gesundheitsdirektion, der wiederum abgelehnt wurde. Daraufhin wurde dem Unternehmen eine Frist bis zum 30. September 2022 zur Umsetzung der Anordnung des Kantonalen Labors gestellt. Doch Planted legte als Reaktion auf die Frist beim Zürcher Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die Anordnung ein. Mit Erfolg: im Dezember des vergangenen Jahres gab das Verwaltungsgericht Planted Recht.
«Durch die Angabe einer Tierbezeichnung auf den Produkten kann dem Publikum im Interesse der lebensmittelrechtlich gebotenen, ausreichenden Information der Verwendungszweck des Lebensmittels „wie Poulet“ bzw. „wie Schwein“ erläutert werden», so das Gericht in seiner Urteilsbegründung. Solche Bezeichnungen seien unbedenklich «so lange klar gekennzeichnet ist, dass es sich dabei nicht um ein Fleischerzeugnis handelt.» Durch die farblich hervorgehobene Aufschrift „VEGAN“ inklusive „V-Label“ sei klar erkennbar, dass es sich um ein rein pflanzliches Produkt handle. Das Gericht bezog sich dabei auf eine Studie, die im Auftrag von Planted durchgeführt worden ist und 777 Personen zu einer Verpackung von „planted.chicken“ befragt hat. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass 93 % der Schweizer anhand der Verpackung erkennen würden, dass es sich um ein pflanzliches Produkt handle.
Vergangenen Montag hat jedoch das Eidgenössische „Department des Inneren“ (EDI) die Entscheidung des Verwaltungsgerichts angefochten und beschlossen, sie dem Schweizer Bundesgericht vorzulegen. Dieses wird nun bis Ende des Jahres darüber entscheiden, ob die Schweiz das erste europäische Land sein wird, das die Bezeichnung von Tierfleisch auf pflanzlichen Fleischetiketten verbietet.
Vom 16. bis 26. Februar 2023 finden zum 73. Mal die internationalen Filmfestspiele Berlin namens Berlinale statt. Ertstmalig setzen die Veranstalter auf eine milchfreie Verpflegung bei allen offiziellen Festival-Events, um ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit zu setzen. Zudem wird das Catering bei allen offiziellen Festival-Veranstaltungen ausschließlich vegetarische, milchfreie Speisen enthalten. Anstatt tierischer Milch bietet das Festival Hafermilchprodukte des Unternehmens Oatly an.
Die Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek sagte über die Partnerschaft mit Oatly: „Nachhaltigkeit ist für die Berlinale ein zentrales Thema. Gemeinsam mit unserem neuen Partner Oatly möchten wir ein Zeichen setzen und Bewusstsein dafür schaffen, dass unser Ernährungsverhalten das Klima massiv beeinflusst. Die Reduzierung von tierischen Lebensmitteln und eine achtsamere Ernährung sind wichtige Bausteine für nachhaltiges Handeln. Nachdem beim Festival schon seit vielen Jahren weitestgehend vegetarische Speisen angeboten werden, verzichtet die Berlinale in diesem Jahr bei allen offiziellen Veranstaltungen des Festivals auf tierische Milchprodukte.”
Sowohl an der Berlinale Kaffeebar im Pressecenter als auch bei einem mobilen Kaffeestand wird Oatly Haferdrink Barista Edition zu verschiedenen Kaffeespezialitäten serviert. Auf der offiziellen Berlinale Party bekommen die Gäste die Gelegenheit, Eis auf Haferbasis des schwedischen Haferdrinkherstellers zu probieren.
„Um die internationalen Klimaziele zu erreichen, brauchen wir eine Ernährungswende. Durch die Umstellung auf ein milchfreies Catering bei der Berlinale setzen wir ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag und zeigen, wie selbstverständlich eine pflanzenbasierte Ernährung sein kann”, sagt Helge Weitz, Oatly General Manager DACH bei Oatly. “Gemeinsam wollen wir den Besuchern und Besucherinnen die Möglichkeit geben, pflanzliche Alternativen auszuprobieren und zeigen, dass nachhaltige Produkte nicht nur besser für unseren Planeten sind, sondern auch großartig schmecken.”
Unser VeganNews-Partnershop Watson Nutrition hat heute bekannt gegeben, dass es seit kurzem Deutschlands erste Multinährstoffe speziell für die vegane Schwangerschaft („Vegan Pränatal“) und Stillzeit („Vegan Postnatal“) im Watson-Onlineshop gibt. Damit schließt der Nahrungsergänzungsmittelhersteller eine große Lücke in der Versorgung von vegan (und vegetarisch) essenden Frauen in dieser sensiblen Lebensphase. Laut dem Unternehmen sind auch bereits spezielle Multinährstoffe für vegane Kinder und Jugendliche in der Entstehung.
Die beiden Multinährstoffe Vegan Pränatal und Vegan Postnatal wurden von dem Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage speziell für die Kinderwunschphase und Schwangerschaft bzw. für die Stillzeit im Rahmen einer pflanzlichen Ernährung konzipiert, um eine optimale Nährstoffbedarfsdeckung für Mutter und Kind sicherzustellen. Bisher gab es in der DACH-Region keinen Multinährstoff, der speziell für diese Lebensphasen bei veganer Ernährung entwickelt wurde.
Die neuen Pränatal- und Postnatal-Multinährstoffe von Watson Nutrition setzen wir auf ein innovatives Verkapselungsverfahren, durch das es möglich ist, im Rahmen der Duocap®-Technologie zwei Kapseln in einer zu kombinieren. Das bedeutet, dass eine kleine, innere Kapsel mit den wichtigsten Mikronährstoffen in eine größere, äußere Kapsel – gefüllt mit Mikroalgenöl für die Omega-3-Bedarfsdeckung – eingesetzt wird. Dadurch können Nährstoffe in Pulverform erstmals mit jenen in flüssiger Form (Mikroalgenöl) in einer Kapsel kombiniert werden. Durchgeführt wird dieser Produktionsschritt für Watson Nutrition vom schweizerischen Unternehmen Lonza, das als einer der Vorreiter in Sachen Qualität und Innovation im Bereich der Nahrungsergänzung gilt. Weitere Informationen zu der Zusammensetzung können in dem dazugehörigen Blogartikel auf der Watson-Webseite nachgelesen werden.
Watson Nutrition wurde im Frühjahr 2021 von Benjamin Ploberger gegründet, nachdem dieser mehrere Jahre mit dem Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau zusammengearbeitet hatte und verfolgt das Ziel, evidenzbasierte, hochwertige, laborgeprüfte, vegane Nahrungsergänzungsmittel für eine optimale Nährstoffversorgung bei pflanzlicher Ernährung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus hat das Unternehmen sich zur Aufgabe gemacht Forschungslücken zu pflanzlicher Ernährung durch die Finanzierung wissenschaftlicher Studien zu schließen. Im Oktober 2022 startete im Zuge dessen die erste klinische Studie namens „MultiVeg“-Studie unter Leitung von Dr. Markus Keller vom Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE). Hierbei handelt es sich um die erste randomisierte, placebo-kontrollierte, doppelblinde Interventionsstudie zur Erforschung eines veganen Multinährstoffs. Damit ist Watson Nutrition nicht nur innerhalb der DACH-Region, sondern sogar europaweit das allererste Unternehmen, dass die Wirkung eines Multinährstoffs für vegane Ernährung (ProVeg Essentials+) testet – darüber hinaus werden auch noch die Nährstoffe EPA/DHA und Cholin untersucht.
Die vegane Bloggerin Anja Romaniszyn, bekannt unter dem Namen byanjushka, hat ihr zweites Kochbuch veröffentlicht. Nach ihrem erfolgreichen ersten Kochbuch „Einfach Vegan Glücklich“ folgt nun »Einfach schnell vegan« mit über 60 unkomplizierten und alltagstauglichen Rezepten sowie Tipps & Tricks für eine schnelle Alltagsküche, Einkaufslisten und Meal-Prep-Plänen.
Anja schreibt auf ihrem Blog byanjushka.com zu den Themen Selbstliebe, ihren Weg aus der Essstörung und über veganes Essen. Byanjushka basiert auf Anjas polnischem Spitznamen Anjushka. Auf ihre polnischen Wurzeln führt Anja auch ihre Leidenschaft für das Kochen und Backen zurück, dies war seit jeher ein großer Teil ihrer Familie. Über ihr neues Buch schreibt sie: „Egal wie schön gemütliche Kochabende oder Backtage auch sind, sieht der Alltag oft ganz anders aus und die Wenigsten können jeden Tag ausgiebig in der Küche stehen. Deshalb sind meine Rezepte in »Einfach schnell vegan« einfach, gelingsicher und dabei schmackhaft, fix zubereitet und alles andere als langweilig. Mir war es wichtig, nicht zu viele und leicht erhältliche Zutaten zu verwenden, die man oft bereits zu Hause hat.“
Das israelische Unternehmen Redefine Meat, das Fleischprodukte durch 3D-Druck produziert, konnte alleine im Januar über 70 neue Kunden in der europäischen Gastronomie gewinnen. Die neuen “New Meat”-Produkte sind nun durch den Rekordmonat in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Finnland erhältlich.
Unter den neuen New-Meat-Produkten sind das „Redefine Tenderloin“ (Beef Filet) und das „Redefine Striploin“ (Beef Steak), sowie eine völlig neue Kategorie von Pulled Beef, Pulled Lamb und Pulled Pork. In weniger als 12 Monaten nach der Markteinführung in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und Israel bieten heute fast 1.000 Gastronomiebetriebe New-Meat an. Zu den Restaurants, gehören Sternerestaurants, Fast-Casual-Lokale bis hin zu Steakhäusern und Hotelketten – viele von ihnen haben zuvor keine pflanzlichen Produkte angeboten.
Eshchar Ben-Shitrit, CEO und Mitbegründer von Redefine Meat, kommentiert: „Wir freuen uns sehr, unsere bisher fortschrittlichsten Produkte vorstellen zu können und damit ein historisches Jahr für Redefine Meat mit dreizehn in fünf verschiedenen Ländern eingeführten und schnell wachsenden New-Meat-Produkten zu beginnen. Dank unserer einzigartigen Position, in der wir eng mit Spitzenköchen in mehreren Ländern zusammenarbeiten, konnten wir die Bedürfnisse derjenigen, die sich am besten mit Fleisch auskennen, genau verstehen und qualitativ hochwertige Produkte entwickeln, die den spezifischen Anforderungen der einzelnen Märkte entsprechen. Indem wir neue Maßstäbe für die Produktqualität setzen, sind wir das einzige Unternehmen, das die weite Verbreitung von New-Meat-Produkten vorantreibt und damit völlig neue Marktkategorien in der Gastronomie schafft. Wir sind davon überzeugt, dass wir aufgrund dieser enormen, bisher ungenutzten Marktchancen in einer einzigartigen Position sind, um in Zukunft das größte Fleischunternehmen der Welt zu sein.“
Laut eines Berichts der Lebensmittel Zeitung plant der Discounter Lidl bis 2025 deutlich weniger Fleischprodukte anzubieten. Dafür soll das Angebot an pflanzenbasierten Produkten ausgebaut werden. Lidl möchte damit „aktiv die Transformation zu einer zukunftsfähigen Ernährung vorantreiben“, sagte ein Sprecher auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).
Wie die Lebensmittel Zeitung berichtete, sagte Christoph Graf, Chefeinkäufer für den deutschen Markt, Ende Januar auf der vergangenen »Grünen Woche« in Berlin, dass Lidl den Anteil tierischer Produkte im Sortiment deutlich reduzieren wolle. Dieser Schritt sei alternativlos, weil „es keinen zweiten Planeten gibt“. Es sei wichtig, sich so zu ernähren, dass die Grenzen des Planeten berücksichtigt würden und die Ressourcen für zehn Milliarden Menschen reichten. Das könne nur gelingen, wenn der Fleischanteil am Konsum sinke. Bereits in diesem Jahr soll dieser Schritt in Lidl’s Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht werden.
„Ich glaube, dass die jüngere Generation froh ist, wenn wir uns mit dem Thema beschäftigen“, zitiert die Lebensmittel Zeitung in ihrem Bericht. „Dann werden wir auch positiver wahrgenommen.“. Zudem hofft Graf, dass auch die Konkurrenz ähnliche Schritte unternimmt. „Wenn andere auf diesen Zug aufspringen, ist das leichter. Wenn wir allein sind, ist es manchmal kompliziert.“ Die gesamte Einzelhandelsbranche in Deutschland stehe in der Pflicht, „weil Europa und auch die Welt auf uns als Land schauen“.
„Lidl stellt sich seiner Verantwortung als Handelsunternehmen und seiner wichtigen Vermittlerrolle zwischen Lebensmittelerzeugern und Kunden und möchte aktiv die Transformation zu einer zukunftsfähigen Ernährung vorantreiben“, sagte ein Sprecher auf Anfrage des RND. Man sei sich der Tatsache bewusst, dass Ernährung wesentliche Auswirkungen auf das Klima, die Biodiversität und auf die Gesundheit habe.
Laut dem Statistischen Bundesamt sank die Fleischproduktion deutscher Schlachtunternehmen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 % (0,6 Millionen Tonnen). Die inländische Fleischproduktion ging zwar nach dem Rekordjahr 2016 (8,3 Millionen Tonnen) jedes Jahr zurück, allerdings nie so stark wie im Jahr 2022. Trotz dieses Rückgangs wurden 51,2 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 701,4 Millionen Hühner, Puten und Enten in 2022 getötet.
Mit 47,0 Millionen geschlachteten Tieren im Jahr 2022 ging die Zahl der geschlachteten Schweine gegenüber dem Vorjahr sogar um 9,2 % zurück. Das sind 4,8 Millionen Tiere weniger, als im Jahr 2021. Ein Grund für die sinkende Schweinefleischproduktion und auch für die gestiegene Zahl importierter Schweine (im Jahr 2022 um 6,5 % auf ca. 1,2 Millionen Tiere), die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden und daher nicht mit importiertem Fleisch zu verwechseln sind, sind die ebenfalls rückläufigen Schweinebestände in Deutschland. Im letzten Jahr wurden 1,0 Millionen Kühe und damit 10,1 % weniger als in 2021 getötet, ebenso wie 1,1 Millionen Bullen (Rückgang von 6,6 %). Der geringste Rückgang ist beim Geflügelfleischproduktion festzustellen: Die 701,4 Millionen Hühner, Puten und Enten starben für 1,5 Millionen Tonnen Geflügelfleisch. Dies stellt einen Rückgang von 2,9 % dar. Grund für den Rückgang ist insbesondere die um 8,0 % auf 0,4 Millionen Tonnen gesunkene „Erzeugung“ von Putenfleisch (Truthahnfleisch). Die Produktion von Jungmasthühnerfleisch sank dagegen lediglich um 0,6 % auf 1,1 Millionen Tonnen.
Die Importzahlen von Fleisch aus dem Ausland des vergangenen Jahres wurden zwar noch nicht veröffentlicht, jedoch lässt der Abwärtstrend seit 2018 sowie der gesunkene Pro-Kopf-Fleischverzehr in Deutschland und die gesunkene Menge an verkauftem Fleisch keine Kompensation durch importiertes Fleisch vermuten.
Zwanzig Jahre nach dem Verbot der Fuchsjagd hat die schottische Regierung das Jagen mit Hunderudeln eingeschränkt. Das ursprüngliche Verbot erlaubte es Jägern mit Hilfe von Hunderudeln, Füchse aus der Deckung aufzuscheuchen, sofern sie anschließend erlegt wurden und die Jagd dem Schutz von Vieh oder bodenbrütenden Vögeln oder der Verhinderung der Ausbreitung von Krankheiten diente. Nun dürfen nur noch Jäger mit Lizenz Hunderudel einsetzen, um Tiere für die Jagd aufzuscheuchen.
Das Gesetz zur Jagd mit Hunden (Hunting with Dogs Bill) wird das Gesetz zum Schutz wild lebender Säugetiere (Protection of Wild Mammals Act 2002) aus dem Jahr 2002 ersetzen, mit dem die Fuchsjagd ursprünglich verboten wurde. Ähnlich wie das Gesetz aus dem Jahr 2002 erlaubt die neue Gesetzgebung die Kontrolle von Raubtierbeständen wie Füchsen unter bestimmten Umständen, z. B. zur Verhinderung schwerer Schäden an Vieh, Holz oder Feldfrüchten, zum Schutz der menschlichen Gesundheit oder zur Verhinderung der Verbreitung von Krankheiten.
In diesen Fällen müssen Hunde unter Kontrolle gehalten werden und der Grundstückseigentümer muss seine Zustimmung erteilen.
Die wichtigste Änderung besteht darin, dass nicht mehr als zwei Hunde eingesetzt werden dürfen, um Tiere wie Füchse oder Hasen aufzuscheuchen, es sei denn, es liegt eine Lizenz vor.
Das neue Gesetz enthält auch neue Bestimmungen zum Verbot der sogenannten Fährtenjagd, bei der Menschen zu Fuß oder zu Pferd mit Hunden, meistens Beagles, einer künstlichen Fährte entlang einer vorher festgelegten Route folgen. Laut der BBC hat die zuständige Behörde im November letzten Jahres die Erteilung von Lizenzen für Fährtenjagden auf seinem Land eingestellt, nachdem Aufnahmen eines prominenten Jägers aufgetaucht waren, der riet, diese für verdeckte illegale Fuchsjagden zu nutzen.
Der Fleischkonzern Westfleisch will die Kapazitäten seines Schlachthofs in Coesfeld in Nordrhein-Westfalen von 50.000 auf 70.000 Schlachtungen von Schweinen pro Woche erhöhen. Anwohner haben nun eine Petition gestartet, um die Erweiterung zu stoppen. Desweiteren finden regelmäßig Protestaktionen gegen das Vorhaben statt.
Mit etwa acht Millionen getöteten Tieren pro Jahr und einem Umsatz von 2,56 Milliarden Euro ist Westfleisch – neben Tönnies und Vion – einer der größten Schweineschlachter Deutschlands. Das Unternehmen mit Sitz in Münster, Nordrhein-Westfalen, hat neun Standorte und über 5.500 Mitarbeitende. Im vergangenen Jahr hat das Deutsche Tierschutzbüro Tierquälrei in gleich sieben Zulieferbetrieben von Westfleisch an die Öffentlichkeit gebracht. Der Tierschutzorganisation wurden Undercover-Aufnahmen zugespielt, die über mehrere Monate in Zuchtbetrieben in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen entstanden sind.
Die dokumentierten Zustände sind in ausnahmslos allen Betrieben gravierend. So wurden in jedem Betrieb verletzte oder kranke Schweine vorgefunden, die ganz offensichtlich nicht tierärztlich behandelt wurden. In den meisten Fällen wurden die Tiere zusätzlich nicht in einer Krankenbucht separiert, obwohl dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Zu den am häufigsten dokumentierten Verletzungen und Erkrankungen zählen offene blutende Wunden, Nabelbrüche, Abszesse sowie schmerzhafte Augen- und Beinentzündungen. Einige der Schweine sind so stark verletzt, dass sie nicht mehr laufen können. Desweiteren zeigen die Aufnahmen in einigen Betrieben tote Tiere in den Zwischengängen und teils verweste Kadaver.
Laut dem Deutschen Tierschutzbüro haben alle Betriebe in den vergangenen Jahren Subventionen teilweise bis zu 200.000 Euro von der EU erhalten – unter anderem für Verbesserungen im Bereich Umwelt und Tierschutz. Einer der Betriebe ist zudem Teil der „Initiative Tierwohl“. Da in allen sieben Betrieben massive Verstöße gegen Tierschutzgesetze dokumentiert wurden, hat die Organisation gegen jeden von ihnen Strafanzeige erstattet. Zudem wurden unmittelbar nach der Recherche die jeweils zuständigen Veterinärämter informiert.
Die EU-Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics“ hat nach dem Validierungsprozess der Mitgliedsstaaten 1,2 Mio. Unterschriften aus 27 Staaten erreicht. Nachdem die abgegeben Unterschriften nun von den Mitgliedsstaaten geprüft worden sind, reichen die Initiatoren die Bürgerinitiative innerhalb von drei Monaten bei der EU-Kommission ein. Daraufhin findet ein Treffen zwischen Initiatoren und der Kommission statt, indem die Forderungen und Inhalte im Detail geklärt werden und eine öffentliche Anhörung im EU-Parlament wird gewährt. Schließlich muss die EU-Kommission innerhalb von sechs Monaten formell auf die Forderungen der Bürgerinitiative antworten. Diese sind folgende:
- Einhaltung und Stärkung des Kosmetik-Tierversuchsverbots (denn dieses wird derzeit von der EU selbst zunichtegemacht)
- Umgestaltung des EU-Chemikalienrechts ohne Tierversuche
- Erarbeitung eines konkreten Plans zum Ausstieg aus dem Tierversuch
„Die europäischen Bürgerinnen und Bürger haben mit ihren Stimmen deutlich gemacht, dass die leidvolle und fragwürdige Methode des Tierversuches in Europa ein Ende haben muss“, sagt Biologin Jessica Rosolowski, Fachreferentin für Alternativmethoden zu Tierversuchen beim Deutschen Tierschutzbund. „Die EU-Kommission ist aufgefordert, das Tierversuchsverbot für Kosmetik zu gewährleisten und zu stärken, die EU-Chemikaliengesetzgebung umzugestalten und eine Strategie für die schrittweise Abschaffung aller Tierversuche zu erarbeiten.“
Insgesamt 1.217.916 validierte Stimmen kamen für die Europäische Bürgerinitiative innerhalb eines Jahres zusammen. Aus Deutschland kamen ganze 257.988 Stimmen, das sind 21 Prozent aller gültigen Stimmen. „Die große Unterstützung aus Deutschland sollte der Bundesregierung zu denken geben“, meint Rosolowski. „Auch national muss sich endlich etwas bewegen. Wir brauchen eine Gesamtstrategie für den Ausstieg aus Tierversuchen.“
Good Meat, die Division des US-Lebensmitteltechnologieunternehmens Eat Just, Inc. zuständig für zellbasiertes Fleisch, hat als erstes Unternehmen weltweit von der Singapore Food Agency (SFA) eine Zulassung für die Verwendung serumfreier Medien für die Produktion von zellbasiertem Fleisch erhalten. Für die Produktion von zellbasierten Lebensmitteln verwendet die Industrie in vielen Fällen s.g. Fetales Kälberserum (FKS) als Nährmedium, was aus dem Blut getöteter, ungeborener Kälber gewonnen wird. Dieser Meilenstein ebnet den Weg für eine Produktion von zellbasiertem Fleisch ohne Tierausbeutung.
„Vor nicht allzu langer Zeit dachten Beobachter, dass die Entfernung des Serums ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verbreitung von kultiviertem Fleisch sei. Ich könnte nicht stolzer auf unser Team sein, das genau das geschafft hat und diese Woche die Genehmigung für die Vermarktung erhalten hat. Das ist ein weiterer Schritt nach vorn für unser Unternehmen, die Zuchtfleischindustrie und die Gesundheit unseres Planeten“, sagte Josh Tetrick, Mitbegründer und CEO von Eat Just. Die Zulassung wird darüber hinaus zu einer besseren Skalierbarkeit, niedrigeren Herstellungskosten und einem nachhaltigeren Produkt führen und ebnet den Weg für die Produktion größerer Mengen von zellbasiertem Hühnerfleisch.
„Der Verzicht auf Serum in der kultivierten Fleischproduktion kann die Kosten senken und die Voraussetzungen für eine breitere Kommerzialisierung von nachhaltigem Protein schaffen. Angesichts des Rufs Singapurs als globaler Vorreiter für skalierbare Lösungen für die Lebensmittelsicherheit sind wir zuversichtlich, dass auch andere Länder diese intelligentere Art der Fleischproduktion bald übernehmen werden“, sagte Mirte Gosker, Geschäftsführerin des Good Food Institute APAC.
Anfang Januar sorgte Good Meat bereits für Schlagzeilen, indem das Unternehmen verkündete, mit der Metzgerei Huber’s in Singapur zu kooperieren, um dort ihr zellbasiertes Hühnchen in der Frischetheke an Kunden verkaufen zu können. Damit ist diese Metzgerei die erste weltweit, die zellbasiertes Fleisch anbietet.